Ohne Nährsalz

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hblockx
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Ohne Nährsalz

Beitrag von hblockx » 30 Juni 2011 14:35

Hallo erstmal,
habe meinen Johannisbeer-Apfelwein angesetzt, aber kein Nährssalz mehr zur Verfügung gehabt. Nun nach 12 Stunden blubbert der Wein gute 70-80 mal pro Minute, ist das Nährssalz noch nachträglich hinzuzugeben? Die Hefe scheint sich auch so ganz wohl zu fühlen... Das Blubbern begann schon nach 3 Stunden.
Fürchte mich jetzt gerade nur vor einer späteren Gärstockung...
MfG Hblockx

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 30 Juni 2011 14:44

Das Nährsalz wird im Wesentlichen in der Vermehrungsphase der Hefe benötigt. Die ist am Anfang der Gärung, wenn noch genug Sauerstoff im Ansatz gelöst ist. In der Regel besitzen die Früchte auch Hefenährstoffe, aber durch Verdünnung mit Wasser wird auch der Nährstoffanteil verdünnt.

Du kannst jetzt noch Salz dazu tun, es schadet nicht, ob es aber helfen wird, wirst du bei ausbleibender Gärstockung erkennen. :?:
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

hblockx
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Beitrag von hblockx » 30 Juni 2011 14:48

Ok gut, werde dann jetzt kein Salz für diesen Ansatz bestellen, wäre eh zu spät da.

Eine Idee warum der Ansatz periodisch blubbert? 15 Sekunden bis zu 2mal pro Sekunde, dann 8Sekunden Pause und dann wieder 15Sek usw... Zu wenig Trübstoffe? Beim Schütteln geht das Gährröhrchen ab wie Schmitz' Katze, aber ohne Schaumbildung.

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 30 Juni 2011 14:55

Gedanken, warum die Ansätze so verschieden blubbern, mache ich mir schon lange nicht mehr. Man steckt da einfach nicht drin und für Studien ist mir die Zeit zu schade. Hauptsache, es gärt!

Falls du auf ein Trübstoffproblem tippst, versuche es mit geriebenen Äpfeln. Vielleicht wird die Gärung dann gleichmäßiger.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 Juni 2011 20:52

Fibroin hat Recht, um es nochmal ganz klar zu sagen: Mangelndes Hefenährsalz führt in der Regel nicht dazu dass ein Ansatz gar nicht angärt. Probleme gibt es erst später in Form von Gärstockungen.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Am Rande des Wahnsinns hat man die beste Aussicht.

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Beitrag von Schmidtek » 30 Juni 2011 22:18

@hblockx:
Wenn du ein normales Gärröhrchen hast und relativ viel Wasser drin, dann ist das die Fizik. 8-)
Erstmal dauert es ne Weile, bis sich im Behälter soviel Überdruck gebildet hat, bis die Wassersäule im Gärröhrchen angehoben wird. Dann ist sie aber einmal in Bewegeung versetzt und pendelt quasi zurück. Damit ist weniger Kraft durch Überdruck nötig, um Gas abzulassen. Das geht solange, bis wenig Überdruck im Behälter ist. Dann dauerts wieder ne Weile und geht von vorne los.
Ist mir bisher beim Maischeeimer aufgefallen mit viel Wasser im Rohr, aber nicht mit so langen Peridoden wie bei dir...

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Josef
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Beitrag von Josef » 30 Juni 2011 22:46

Da könntest du recht haben.
Je mehr Luft über dem Wein, desto größer der Effekt.

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Beitrag von hblockx » 30 Juni 2011 23:44

Habe einen Apfel reingerieben, jetzt blubbert er gleichmäßig ohne ersichtliches Ende :)
Bin nach 24 Stunden bei 6% Alkholgehalt, 4 mal nachgemessen und jedes mal genau 6% rausbekommen.
Mal sehen, wie er sich weiterentwickelt, müsste mir auch mal ausrechnen, wann der erste Zucker verbraucht sein wird.

Zecke
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Beitrag von Zecke » 30 Juni 2011 23:51

Hi,

die Alk-Messung ist in dieser Zeit sehr schwierig. In der Regel hast du viel CO2 im Ansatz, welches du kräftig heraus schütteln musst und zudem wird der Zuckergehalt noch recht hoch sein. Somit ist keine "gute" Messung möglich.

Gruß
Zecke

hblockx
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Beitrag von hblockx » 27 Juli 2011 23:07

Bin momentan bei 14.5% und es tut sich nichts Sichtbares mehr, Restsüße ist auch seit 3 Tagen stabil. Mich beunruhigt der große Bodensatz mittlerweile ein wenig. Sieht nach einem Viertel des Weines aus. Wenn bis morgen keine Blase den Gährrörchen-wasserspiegel verschiebt, werde ich schwefeln und hoffen, dass der Bodensatz ( der ist nach einer Stunde sauber am Boden, der Wein ist nur noch trüb, aber ohne sichtbare Teilchen ) weiterzusammenfällt, damit ich nicht nur 2 drittel des Weines der Klärung überlassen kann.

Jemand einen Einwand dagegen? :)
Kann man bei 14.5% und der Kitzinger Trockenhefe mit einer Gärpause rechnen oder ist das als Endalkoholgehalt gut möglich?

Zecke
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Beitrag von Zecke » 27 Juli 2011 23:27

Hi,

wenn du über einen längeren Zeitraum (so ca. 2 Wochen) einen stabilen Restzucker hast, dann kannst du schwefeln. Je weiter die Gärung voran geschritten ist, desto langsamer erhöht sich der Alkoholgehalt.
Und bitte beachte: Mit Zucker oder CO2 im Weinling bekommst du keinen genauen Wert mit dem Vinometer heraus!
Du musst dem Ansatz in dieser Phase die nötige Zeit geben. Solltest du den Wein zu früh klären und dann in Flaschen füllen ... so könntest du dir eine Nachgärung einfangen.

Gruß
Zecke

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Beitrag von geognost » 28 Juli 2011 08:29

Hallo, den Bodensatz musst Du nicht gleich verwerfen. Ich fülle ihn in schlanke, hohe Flaschen. Der "Schlonz" setzt sich noch einmal ab. Und die "Klarweinlamelle" kannst Du nach 12-24 h mit in den Klärballon geben. Ich habe zur Zeit das Problem bei der Aprikose. Da war nach dem Abpressen nicht viel im Nylonbeutel. Dafür hat sich im Ballon jede Menge abgesetzt.

Gruß geognost

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