Ist das eine Essigmutter? oder Kahmhefe?

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Madamx
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Ist das eine Essigmutter? oder Kahmhefe?

Beitrag von Madamx » 21 Februar 2011 11:38

Hallo ich will aus Rotwein Essig erzeugen. Jetzt lies ich mich seit tagen und Wochen durch sämtliche Foren. Jetzt benötige ich aber doch Hilfe, da ich nirgends eindeutige Informationen zum unterschied von einer Essigmutter zur Kahmhefe finde. Da ich den unterschied noch nie gesehen habe ist es für mich sehr schwierig festzustellen was das jetzt ist.
Jetzt habe ich die entstandene Haut abgefiltert und in Apfelessig zum Fotografieren gelegt.
Die oder das andere ist noch in einem Glas.
Bitte schaut euch mal die Zwei Bilder an.
Danke im voraus.

www.bilderhoster.net/img.php?id=9arj854a.jpg
www.bilderhoster.net/img.php?id=f58d4p1f.jpg

LG Max

matzl0505
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Ist das eine Essigmutter? oder Kahmhefe?

Beitrag von matzl0505 » 21 Februar 2011 11:59

Hallo,

ich würde sagen, dass ist Kahmhefe. Essigmutter ist normalerweise glibberig und eher durchsichtig.

gruß
Marius

Edith meint:
Bilder direkt in den Beitrag einzubinden kostet auch nicht mehr.

[Dieser Beitrag wurde am 21.02.2011 - 11:59 von matzl0505 aktualisiert]
Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


Es gibt 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen und die, die es nicht verstehen.


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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Februar 2011 17:58

Je nach Gefäßform kann die Essigmutter durchaus dicker ausfallen, ich hatte mal eine Mami die ich wegen ihres Aussehens "Leber" getauft hatte ?-| Ich denke schon dass eine Essigmutter sein kann. Aber wenn die Mami schon so weit ist: Dann muss der Essig doch auch riechbar sein. Wie sieht es damit aus?
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Ist das eine Essigmutter? oder Kahmhefe?

Beitrag von Madamx » 21 Februar 2011 19:45

Erstmal danke der Antworten. Das Gefäß war ein ganz normales Einmachglas. Nach Essig riecht es schon aber nicht sonderlich nach Aceton, wie es eigentlich sollte. Jetzt bin ich mir halt nicht sicher da es auch leicht grau oder weiß ist. Am Boden ist noch etwas schleimigeres, das ist eine kleine abgesunkene Essigmutter. Was kann man gegen kahmhefe machen oder wie kann man sie genauer bestimmen.
LG Max

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Februar 2011 20:23

Kahmhefe ist zäh, alles war der Kahmhefe schaden würde, würde auch den Essigbakkis schaden. Nach Aceton sollte es eigentlich nicht riechen, eher nach Klebstoff/Uhu (Essigsäureethylester). Wenn die Umsetzung aber schon weit fortgeschritten ist nimmt der Uhugeruch ab.

Ein mikroskopischer Blick auf die Jungs uns Mädels in der Decke würde schnell offenbaren um was es sich handelt.
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Beitrag von Madamx » 21 Februar 2011 20:48

OK. Zäh, na ja das ist jetzt etwas ungenau Zäh ist das schon eher nicht so schleimig nur leicht.
ich hab zwar irgendwo im Keller ein altes verstaubtes Mikroskop aber das wird nicht dafür geeignet sein. Ich glaub das hat nur 20fache oder 40fache Vergrößerung.
Also ich geh jetzt mal davon aus das das Kahmhefe ist was kann ich da jetzt machen? Wegschmeißen oder Filtern oder ….

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Februar 2011 21:06

Vielleicht könntest du die einzelnen Zellen der Kahmhefe damit sogar erkennen:

Forum-Link … 38-20.html

Das war mit einem 40er Phasenkontrast-Objektiv(Okularvergrößerung habe ich jetzt nicht im Kopf).

Bakterien wären viel kleiner und und so kontrastlos dass man sie im normalen Durchlicht kaum erkennen kann. Wenn du einen makroskopisch sichtbaren Teil der Deckschicht unter das Mikroskop packst würdest du wohl keine Strukturen erkennen können.

Zur Behandlung von Kahm: Siehe Homepage -> Weinfehler.

Aber, wie gesagt, ich glaube nicht so recht an Kahm ;)

[Dieser Beitrag wurde am 21.02.2011 - 21:07 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Madamx » 22 Februar 2011 15:02

Hallo ich hab mal das Mikroskop aus dem Keller geholt und in Betrieb genommen. Daran hätte ich auch gleich denken können, so schlecht ist das nicht. Hier die Bilder, sie sind 640fach. Sie schauen anders aus als wie das von deinem Link. Also doch keine Kahmhefe!


Bild1


Bild2

Wenn man Kahmhefe hat bleibt doch eigentlich bloß abziehen und hoffen, dass die Kahmhefe weg ist. Bei der Essigerzeugung braucht man immer den Sauerstoff, der die Hefe fördert. Da kann man ja nicht Spundvoll abfüllen.
Oder wegwerfen und Neuansatz.

Was ist jetzt eigentlich am besten zum abdecken? Nylonstrumpf, Watte, Leintuch, Küchenkrepp, Kaffeefilter….
Ich hab schon alles Mögliche gelesen.
Ich hab 2 Küchenkrepp und dazwischen Watte, das ganze mit einem Gummi ums Glas gespannt. Ist das so ausreichend oder sollte man etwas anderes nehmen?

LG Max

[Dieser Beitrag wurde am 22.02.2011 - 15:05 von Madamx aktualisiert]

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 22 Februar 2011 19:28

Gegen Kahm hilft vor allem der Luftabschluss, was die Essigproduktion natürlich ausschließt.

Ich vermute dass Bild 1 mit einer geringeren Vergrößerung gemacht wurde als Bild 2? Sieht für mich nicht nach Hefe aus sondern nach Schleim/Gallert-Knübbelchen.

Hier noch einmal ein Bild wie eine Mami aussehen kann:

www.oug.de/Artikel.dll/Fruchtess … UxNzg2.PDF

erste Seite, links unten.

Ich gestehe dass ich noch nicht so viel Essig hergestellt habe, viele verschiedene Abdeckungen habe ich daher nicht ausprobieren können. Sicherlich muss der Öffnungsquerschnitt groß sein und es sollte sich in der Abdeckung keine Feuchtigkeit halten können. Ein sauberes Tuch, fixiert mit einem Gummiband, das ist sicher keine verkehrte Lösung.
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Beitrag von Madamx » 22 Februar 2011 21:30

Das stimmt das erste ist mit 10x16 und das 2te ist mit 40x16 gemacht.

Na hallo die Essigmutter ist aber mächtig Groß.

Ich hab mir auch zwei verschiedene Apfelessige unter dem Mikroskop angeschaut beide Bio.
Die haben auch diese kleinen Kügelchen, nur viel weniger. Wir werden sehen ich werde jetzt mal abwarten was passiert.

Also so wie ich das gelesen habe, hilft Watte gegen Kahmhefe und Schimmel, da die dort schwer durchkommt. Ob`s stimmt ist was andres.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 22 Februar 2011 21:35

Es soll halt kein möglicher Weise mikrobenbeladener Dreck/Staub in den Essig fallen. Jede Abdeckung ist besser als ein offen stehender Essig.
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