Ich habe gestern ca. 15-20 Kilo geerntete Süßkirschen von meinem brechend voll hängenden Baum zu nem 25 Liter-Weinansatz verarbeitet.
Nach dem Einmaischen hatten die Kirschen ein Volumen von um die 10 Liter, und ich habe sie gemessen mit einem Säuregehalt von ~13 g/l. Das ist sogar vergleichsweise hoch, in besonders guten Jahren hatte ich auch schon Werte um die 10-11 g/l. Aber ansonsten war der Reifegrad garnicht so schlecht, denn die zerdrückten und mit Antigel behandelten Früchte hatten schon ohne Zuckerzugabe ein Mostgewicht von 85 °Oe. Einzelne Früchte hoch oben an der Südseite des Baumes hatte ich mit meinem Refraktometer vorher sogar mit 110 °Oe. gemessen.
Dazu kamen dann 10 Liter Wasser, in denen ich 3,2 Kilogramm Haushaltszucker auflöste, sowie sechs Liter gekaufter Sauerkirschnektar. Welcher übrigens inzwischen unglaublich teuer geworden ist.
Die Gesamt-Maische hab ich somit auf ein Anfangs-Mostgewicht von knapp über 90 °Oe. eingestellt, was nach meiner Erfahrung ein brauchbarer Wert ist der normalerweise eine gute Gärung garantiert.
Und dann kam halt zum Schluss noch ein ganzes Tütchen "Joenos Portein"-Trockenhefe dazu.
Der Ansatz hat gut angegärt, es ist jetzt ca. 18 Stunden her dass ich die Hefe in die Maische untergerührt hab, und so langsam tut sich tatsächlich auch was.
Bin mal gespannt, wie's weiter geht.

