Unser erster Met, nach Basisrezept

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Gärfex
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Tag 5 - 9
Es gärt immer noch wunderbar (10sek /Hub der Glocke), jeden Tag wird geschüttelt.
Immer noch sind Apfelstückchen an der Oberfläche zu erkennen.
Der Geruch beim Schütteln geht langsam vom Honig/Apfelgeruch zu einem Mostgeruch über. Nicht unangenehm ...

Wünsche Euch allen erholsame und ruhige Feiertage.
Und Zeit, gemeinsam mit lieben Menschen, Eure leckeren Weine zu genießen ...

Gruß Erwin
Gärfex
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Tag 10 - 14
Es gärt in der Zwischenzeit weniger, nur noch alle 50 sek ein Hub der Glocke.
Temperatur im Raum ist, seit Gärbeginn, konstant bei 20°C.

Wir werden morgen das erste mal mit Honig aufzuckern.
Vorher wird gemessen und entschieden, ob wir ein ganzes Glas (500g) oder nur ein halbes verwenden.

Immer noch schwimmen Apfelstücke an der Oberfläche.
Fragen:
- Ist das normal? Oder waren die Stücke mit ca. 1,5cm zu grob geschnitten?
- Sollen wir noch etwas Antigel zum Auflösen der Apfelstücke geben?

Schönen Sonntag,
Gruß Erwin
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Fruchtweinkeller
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Antigel hattest du doch schon drin? Dann wird das nicht der limitierende Faktor für die Apfelauflösung sein. Wenn du bis zur Alktoleranzgrenze gehst wird das ja Monate dauern, bis dahin dürfte von den Stücken nur noch die ausgelaugten Schalen übrig sein.
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Chesten
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Chesten »

Gärfex hat geschrieben: Wir werden morgen das erste mal mit Honig aufzuckern.
Vorher wird gemessen und entschieden, ob wir ein ganzes Glas (500g) oder nur ein halbes verwenden.
Ich habe mal überschlagen: Ein Glas Honig auf ca. 12 L Ansatz reicht ca. für 1,5 vol%. Dabei sind aber viele Unbekannten in der Rechnung = wie hoch ist der vergärbarer Zuckeranteil, die genaue Menge an Honig in den Ansatz landet ( 100%ig bekommt man das Glas auch nicht leer/ in den Honig in den Ansatz)
Ich würde das so enscheiden, wie viel Honig reinkommt : Probe ziehen und kosten + Vinometer-Abschätzung und wenn du dir nicht sicher bist wie viel reingehen soll = weniger dafür öfter ist besser als Alles auf einmal, bei der selben Zucker/Honig-Menge.
Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt ( Bebilderte Anleitung) :
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175
Gärfex
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Fruchtweinkeller hat geschrieben: 28 Dezember 2025 14:12 Antigel hattest du doch schon drin? Dann wird das nicht der limitierende Faktor für die Apfelauflösung sein. Wenn du bis zur Alktoleranzgrenze gehst wird das ja Monate dauern, bis dahin dürfte von den Stücken nur noch die ausgelaugten Schalen übrig sein.
Ja, Antigel war drin.
Bis zur Alkohol-Toleranzgrenze müssen wir gehen, da wir zum Schluss eine leichte Restsüsse (~halbtrocken) wollen und nicht filtern können und wollen.
Also waren die Apfel-Würfel mit ca. 1,5 cm nicht zu grob. Gut ...
Chesten hat geschrieben: 28 Dezember 2025 16:00 Ich habe mal überschlagen: Ein Glas Honig auf ca. 12 L Ansatz reicht ca. für 1,5 vol%. Dabei sind aber viele Unbekannten in der Rechnung = wie hoch ist der vergärbarer Zuckeranteil, die genaue Menge an Honig in den Ansatz landet ( 100%ig bekommt man das Glas auch nicht leer/ in den Honig in den Ansatz)
Ich würde das so enscheiden, wie viel Honig reinkommt : Probe ziehen und kosten + Vinometer-Abschätzung und wenn du dir nicht sicher bist wie viel reingehen soll = weniger dafür öfter ist besser als Alles auf einmal, bei der selben Zucker/Honig-Menge.
Genau, lieber weniger, dafür öfter ...
Danke fürs Überschlagen.

----------------------------------------------------------
Tag 15

Wir haben heute gemessen und verkostet, anschließend mit Honig nachgezuckert.

Feiner, angenehm würziger Geruch, leicht nach Apfelmost.
Kaum Restsüße, daher recht sauer.
Leichter Geschmack nach Apfelmost mit einer feinen, kaum merkbaren Honignote.
Keine Fehlaromen zu erkennen.
Alkoholgehalt aktuell 11,4 %vol

Zugabe von 274g Honig mit ca. 17,5% Wassergehalt; danach kräftig geschüttet

Gruß Erwin
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Tag 16

Es blubbert wieder alle 30 sek, der Honig wird von der Hefe gerne genommen ;)

Gruß Erwin
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Tag 17, böllert alle 45 sek
Tag 18, im neuen Jahr alle 60 sek.

Tag 19 (heute, am 2.1.) nur noch alle 80 sek
Nochmals gemessen, seit Tag 15 ist der Alkoholgehalt von 11,4 auf 12,1 %vol gestiegen, man kann kaum Restsüße erkennen. Beim täglichen Schütteln riecht es fein und würzig nach Honig, der Apfelmost-Geruch wird weniger :D
Haben heute um 11:00 wieder 211g Honig zugegeben. Um 15:00 blubbt es wieder alle 40 sek.
Jetzt lassen wir es mal eine Woche gären, ohne nachzuzuckern. Geschüttelt wird natürlich weiterhin täglich.
Die Apfelstückchen werden immer kleiner. Von den Anfangs kleineren Stückchen sind nur noch die Schalen da und die größeren sind auch kleiner geworden. Wie es Andreas vorhergesagt hat :clap:

Euch allen ein gutes und vor allem gesundes(!) neues Jahr :)
Und immer ein bisserl was am Gären ;)
Gruß Erwin
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Fruchtweinkeller
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Sehr schön, weitermachen 8-)
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Tag 20 (Sa 3.1.26) nach Honiggabe am Vortag 40 sek
Tag 21 50 sek
Tag 22 110 sek
Tag 23 nicht gestoppt, nur geschüttelt
Tag 24 190 sek

Tag 25, heute:
Der Met hat heute noch alle 300 sek mit Gärglocke geblubbert, allerdings, durch die Größe und Geometrie der Gärglocke, mit kleinen Blasen dazwischen.
Messung ergibt, dass der Alkoholgehalt von 12,1 auf 12,8 %vol gestiegen ist.
Die letzten beiden Honiggaben (Tag 15 und 19) von ca. je 250g ergaben also beide Male eine Erhöhung um 0,7 %vol (11,4 -> 12,1 -> 12,8 %vol)
Beim Geschmackstetst ist eigentlich keine Süße mehr zu schmecken, sehr aromatisch aber natürlich halt auch sauer.
Wieder 245g Honig zugegeben.
Große Gärglocke gegen gepressten Kunststoff-Gärspund getauscht, ist für die kleinere CO2-Menge besser geeignet.
Sind gespannt, wieviel Alkohol die Schliessmann-AromaPlus-Hefe noch verträgt.
Chesten hat geschrieben: 28 Dezember 2025 16:00 Ich habe mal überschlagen: Ein Glas Honig auf ca. 12 L Ansatz reicht ca. für 1,5 vol%.
Gut überschlagen, bei uns waren es 1,4%vol bei 485g :clap:


Gruß Erwin
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Chesten
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Chesten »

Gärfex hat geschrieben:Gut überschlagen, bei uns waren es 1,4%vol bei 485g :clap:
Die Faustformel ist nicht auf meinem Mist gewachsen und die ist auch kein Geheimnis:

Ich gehe in der Regel von 80% vergärbaren Zuckeranteil im Honig aus. Und 20 g/L benötigen vergärbaren Zucker für ca. 1vol% Alkohol, grob gemittelt über den gesamten Gärprozess.

500 g Honig *0,8 = 400 g vergärbarer Zucker / 20 g/L für 1 vol % = 20 (Vol%/L das ist nur ein Zwischenergebnis damit einfach weiter rechnen ohne über die Einheit nachzudenken)
/ 12 L (das Gesamtvolumen des Ansatzes)

= 1,66... vol% bei einem 500g-Glas Honig auf ca. 12 L Ansatz.
Also grob gesagt ca. 1,5 vol%.

Man kann die Formel auch zurück rechnen, wenn man wissen will wie viel Honig/Haushaltzucker für z.B.: 0,5 ; 0,25 vol% bei einer bestimmten Ansatzmenge.
Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt ( Bebilderte Anleitung) :
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175
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Re: Unser erster Met, nach Basisrezept

Beitrag von Gärfex »

Chesten hat geschrieben: 08 Januar 2026 20:02 Die Faustformel ist nicht auf meinem Mist gewachsen und die ist auch kein Geheimnis
Trotzdem danke fürs Aufschlüsseln; ich freu mich, wenn alles reproduzier- und nachvollziehbar ist.

Hab um 23:00 nochmal kontrolliert, es blubbt jetzt, mit dem neuen Gärspund, munter alle 15 sek.

Gruß Erwin
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