Weintagebuch Maracuja

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Fruchtweinkeller
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Das die Nachzuckermethode nicht sicher funktioniert mit Hefen niedriger Alkoholtoleranz steht auf der HP, ist hier oft diskutiert und hier nochmal dokumentiert: viewtopic.php?t=9735

Und Süßstoffe schmecken untypisch, vor allem wenn man den Stoff nicht gekühlt trinken will. Beispiele hatten wir ja auf der Tagung.
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tiga
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von tiga »

Xylit ist schon recht neutral, aber man könnte ihn auch noch mit Erythrit mischen, was die Mischung nochmal neutraler macht. Erythrit hat zwar nur etwa 2/3 der Süßkraft von Zucker, aber im Gegensatz zu vielen anderen Austauschstoffen wird es zu einem hohen Maß im Dünndarm verstoffwechselt und wirkt deshalb weit weniger Abführend als z.B. Isomalt, Sorbitol oder Xylit
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Fruchtweinkeller
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Die bisherigen Verkostungsrunden haben mir gezeigt, dass das hochgradig subjektiv ist. Mir schmeckts es halt bäh wenn man es übertreibt :mrgreen: Aber, wie schon gesagt, wir dürfen auf neue Süßstoffe hoffen...
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tiga
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von tiga »

Sowohl Xylit, als auch Erythrit nehmen Energie auf, wenn sie sich lösen, weshalb es zu einem kühlen Effekt kommt, wenn dies im Mund passiert. Das muss dann auch passen. Bei ohnehin kühlen Getränken stört das nicht.
Ob es bei Getränken überhaupt auftritt, da sich die Stoffe ja vorher lösen, ist dabei festzustellen.

Aber es ist sicher kein Zufall, dass oft eine breite Palette von Austauschstoffen gleichzeitig verarbeitet wird. So fallen deren "Besonderheiten" weniger ins Gewicht
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Lord of Sherwood
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Lord of Sherwood »

Hmm.. dann bestell ich gleich mal ein wenig Erythrit dazu, und mach mit Mischungen experimente. Ich bin ja auch Diabetiker, damit ist jedes Gramm Zucker, das gespart werden kann gut. (Alkohol ist für Diabetiker eh ein zweischneidig Schwert...)

Wichtig ist wie oben schon angedeutet, der Geschmack!
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Fruchtweinkeller
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Welcher von den drei Cidern auf der Tagung hat dir denn am besten geschmeckt?
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Lord of Sherwood »

Fruchtweinkeller hat geschrieben: 29 Juni 2024 15:55 Welcher von den drei Cidern auf der Tagung hat dir denn am besten geschmeckt?
Die Waren alle drei auf Ihre Art trinkbar. Weil ich aber nicht mehr erinnern kann welcher Zuckeraustauschstoff mir NICHT geschmeckt hat, also keine negative Erfahrung im Sinne des mir wohlbekannten typischen Süßstoffgeschmack. Deswegen geh ich davon aus dass der Schwellwert noch nicht erreicht war. Oder die Lightgetränkehersteller billiges Zeugs zum Ersatzsüßen verwenden. :twisted:

Von der Tagung, und speziell von den drei Cider, nehme ich daher den Gedanken mit Erithrit und Xylit überhaupt zu verwenden. 8-)

Überhaupt waren die beiden FWT-Tage für mich absolut inspirierend. Ich habe mehr mitgenommen als nur die Idee Süßstoffe zu verwenden. Wenn ich mich nur an alles erinnern könnte.... :P
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Lord of Sherwood
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Lord of Sherwood »

Soderle, Jetzt hat es doch noch gedauert, bis das Prickeln auf der Oberfläche weg war. Ich hatte letzte Woche noch 50 g Zucker nachgekippt. Vorgestern hab ich den Ansatz - Der schon kaum mehr geblubbert hat - etwas kühler gestellt. Heute hatte sich die Grobhefe gut abgesetzt, und auf der Oberfläche war kein Prickeln und keine Bläschen am Rand mehr zu sehen. Auch etwas Feinhefe hatte sich bereits abgesetzt. (Die Schichten waren farblich deutlich zu unterscheiden.)
Da hab ich entschieden ab zu ziehen und Spundvoll zu Lagern. Es sind dabei etwa 1,2 Liter Wein übrig geblieben. Mit denen hab ich schon mal Zuckerexperimente gemacht.
250 ml abgemessen und langsam mit (Zucker) versetzt, bis der Wein für mein Weibchen gut war. (sie ist ein süßer Schatz :mrgreen: )
Den Zucker habe ich 50-50 aus Erytrit und Xylit gemischt. Ich werde zum Schluss etwa 40 g/liter zusetzen. Damit landet der Wein später im Bereich Lieblich bis Süss
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Fruchtweinkeller
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Sowohl Fein- als auch Grobhefe ist Hefe. Und Hefe hat dieselbe Färbung. Wenn du eine Schichtung siehst, dann dürfte das vor allem an Fruchtbestandteilen liegen, die (auch zur Hefe) unterschiedlich schnell sedimentieren.
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Bahnwein »

Lord of Sherwood hat geschrieben: 09 Juli 2024 14:07 Vorgestern hab ich den Ansatz - Der schon kaum mehr geblubbert hat - etwas kühler gestellt.
Hierzu die Frage, warum?
Wenn noch eine Gärung vorhanden ist, und du stellst ihn kühler, gefällt dieses der Hefe eventuell nicht und es erhöht sich die Löslichkeit von CO2, wodurch man dann denken könnte, die Gärung ist vorbei.
Ich würde in dieser Phase die Lebensbedingungen der Hefe möglichst konstant halten.
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Lord of Sherwood »

Bahnwein hat geschrieben: 10 Juli 2024 05:17
Hierzu die Frage, warum?
Wenn noch eine Gärung vorhanden ist, und du stellst ihn kühler, gefällt dieses der Hefe eventuell nicht und es erhöht sich die Löslichkeit von CO2, wodurch man dann denken könnte, die Gärung ist vorbei.
Ich würde in dieser Phase die Lebensbedingungen der Hefe möglichst konstant halten.

Ich habe nicht die Absicht, die Alkoholtoleranz der Hefetierchen bis zur Obersten Grenze aus zu reizen. Genau deswegen habe ich entschieden, dass die Gärtätigkeit niedrig genug ist um das Ganze für beendet zu erklären.
Mir ist klar, dass es evtl. zusätzliche Maßnahmen braucht, um den Wein dann für eine längere Lagerung stabil zu machen. Ob ich das dann Tue oder welches Verfahren ich einsetze, werde Ich anhand des Verhaltens des Weines bei der Selbstklärung entscheiden und mit den Konsequenzen leben.
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Re: Weintagebuch Maracuja

Beitrag von Lord of Sherwood »

Der Ansatz steht gerade Spundvoll zum Klären.
Zucker ist natürlich keiner zugesetzt, da das die Klärung erschweren würde (wie man mir gesagt hat).
- Klingt logisch: Ich denke das liegt an der Dichte des Mediums. Mehr Zucker bedeutet höhere Dichte, deswegen bessere Tragfähigkeit und deswegen können die Trübstoffe nicht so leicht absinken. -
Die ersten 3 Tage konnte ich jeden Tag eine Veränderung (Klärung) sehen. Doch seit 2 Tagen scheinbar keine sichtbare Änderung mehr.

Ich überlege ob ich mit Kiselsol und Gelatine nachhelfen soll, und oder mit dem Simplexfilter eine Filtration versuchen soll. Doch der Ansatz scheint mir noch zu trüb für eine Filtration. Man kann nur die Schatten der Finger einer Hand durch den 10 Liter Ballon sehen.

Geduld ist nicht meine große Stärke...
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