Hefe für Apfelfederweißer

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Anke
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Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Anke »

Moin zusammen,
ich wollte mal wieder Apfelfederweißer machen. Mein letzter ist schon einige Zeit her. Da habe ich ihn wie nach Anleitung mit Sherry-Hefe gemacht. Die bekomme ich nun nicht mehr und die Flüssig-Variante kommt nicht in Frage.
So wirklich habe ich noch nicht kapiert, was die geschmacklichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Hefen sind (Ja, ich habe den Fruchtweinkeller gelesen ;) Stehe allerdings gerade bestelltechnisch ein wenig unter Druck, da ich den Wein fürs nächste WE produzieren will (1. Oktober). Portwein-Hefe hätte ich noch. Funktioniert die dafür gut? Ist es für diesen Wein vielleicht sogar ein bisschen egal, welche Hefe?
Könnt ihr mir sonst einen Typ empfehlen, den man zurzeit sogar irgendwo bestellen kann?
Sorry, falls es die Frage schon gab. Ich habe versucht, im Forum was zu finden, bin aber nicht sonderlich erfolgreich gewesen.

Liebe Grüße
Anke
willkomm2000
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von willkomm2000 »

hallo anke,

apfelfederweißer ist ja ein schillender begriff.. ist ja eigentlich nur (apfel)wein im frühen gärstadium, der wegen seiner "durchschlagenden" wirkung im hessischen auch rauscher genannt wird. je nach stadium der gärung wird der immer anders schmecken..

kann mir nicht vorstellen, dass es da unbedingt sherry-hefe sein muss. die gibts m.e. nicht mehr als trockenhefe - ausser in der sonderbaren "polnischen" variante, worüber hier im forum schon nicht viel gutes zu lesen war.. ich nehme auch für meine hochprozentigen apfelweine immer sherry-hefe, bin aber auch mit gutem erfolg auf die flüssig-variante von arauner umgestiegen.

ich denke, dein vorhaben sollte mit jeder hefe gehen.wär ohnehin interessant zu wissen, ob man in dem stadium unterschiedliche hefe-sorten rausschmecken könnte..
gruss aus ostwestfalen
klaus
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Chesten
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Chesten »

Ich habe mit verschiedenen Hochalkoholtolleranten Heferassen Apfelfederweißen gemacht war immer ein Genus. Da hat willkomm2000 schon Recht, ja die Heferasse hat einen großen Einfluss auf dem Geschmack siehe den Hefevergleich hier im Forum, aber ich denke im fertigen Wein ist der Einfluss größer als bei einem gärenden Wein.

Mach dir da keinen Stress : Nimm' was du da hast und fertig!
Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt ( Bebilderte Anleitung) :
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175
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Fruchtweinkeller
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Stimme den Vorrednern zu. Wenn du mit wenig Zucker startest, so ist das für die Hefchen nur eine kleine Herausforderung, die alle Heferassen meistern sollten. Geschmackliche Unterschiede durch die verschiedenen Heferassen kommen oft erst bei höherem Alkoholgehalt zum Tragen. Sherry, Portwein, das sollte keinen Unterschied für dich machen.
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Anke
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Anke »

Vielen Dank Euch allen für Eure Antworten. Ich nehme dann meine Portwein-Hefe und freue mich schon auf den Federweißer.

Liebe Grüße
Anke
jasminbluete
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von jasminbluete »

Zum Thema zum Gärbeginn gibt's nicht so große Geschmacksunterschiede: ich hatte letztes Jahr Apfel mit Steinberg und Portwein im Vergleich angesetzt und im Stadium "Federweißer" war die Portwein wie erwartet und gewohnt lecker. Die Steinberg...naja, hätte ich fast wieder ausgespuckt. Unangenehmer Beigeschmack (der aber im fertigen Wein nachher nicht mehr wahrnehmbar war)...also nochmal pro Portwein ;-)
Anke
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Anke »

Danke Dir!
willkomm2000
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von willkomm2000 »

berichte doch mal über das ergebnis...stadium/alkohol/geschmack/durchschlagende wirkung.. vielleicht versuch ich mich auch mal dran..
gruss aus ostwestfalen
klaus
Anke
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Re: Hefe für Apfelfederweißer

Beitrag von Anke »

So, bereit fürs Fazit: Habe für den Ansatz 5 Liter naturtrüben Bio-Apfelsaft von Edeka genommen. Ich kann vorweg nehmen, dass ich den wieder nehmen würde. Ansonsten habe ich - abgesehen von der Hefe - nach dem Rezept des Fruchtweinkellers gearbeitet.
Im Vergleich zu meinen früheren Ansätzen muss ich sagen, dass die Gärung nicht so stürmisch in Gang kam, wie ich das bei diesem Rezept mit Sherryhefe gewohnt war. Bei der Sherryhefe war die Sache auch nach 5 Tagen im großen und ganzen gelaufen. Daher war ich bei dem Ansatz eine Woche vorher recht entspannt. Nach 7 Tagen war der Federweißer diesmal aber noch recht süß. Ich würde beim nächsten Mal mit Portweinhefe zwei Tage länger rechnen. Schließlich macht man diesen Wein ja in der Regel für einen bestimmten Termin, an dem man Gäste einläd. - Ist bei mir jedenfalls so.
Auch kenne ich den Wein sonst etwas perliger. Das habe ich diesmal etwas vermisst.
Allerdings war er insgesamt doch so lecker, dass ich ihn in jedem Fall wieder machen werde. Meine Gästen hat er ebenfalls gut geschmeckt, obwohl er noch recht lieblich war.
Interessieren würde mich ein Ansatz aus frisch gepresstem, nicht erhitztem Apfelsaft. Dafür fehlt mir aber eine gescheite Presse.

Viele Grüße
Anke
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