Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

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apple87
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von apple87 »

Gekauft hab ich so zeug noch nie. Meine "Erfahrung" beschränkt sich auf Fertigprodukte (Ice-Tee z.B.). Da war ich meist schon so abgeneigt vom Beigeschmack, dass ich es nicht mal in Erwägung gezogen hätte. Fast 30 € für 50 g mit 98 % Reb-A sind aber auch etwas viel um einfach mal zu testen...
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Fruchtweinkeller
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Stevia hat ja eine 450fache Süßkraft, sprich die 50 g würden gut 22 kg Haushaltszucker oder eben rund 22 kg Xylitol oder Erythrit entsprechen. Die liegen bei einem Kilopreis von etwa 6 bis 10 Teuros. So gesehen ist das "gute" Stevia nicht teuer.
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apple87
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von apple87 »

So meinte ich das nicht, Preis-Leistung passt schon. Nur für ein paar (oder nur einen) Versuche um es danach zu entsorgen, schlecht werden zu lassen oder sonst falls es nicht mein Ding ist, ist es mir etwas viel. Wenn ich eine Packung mit 5 g kaufen könnte, oder eine stark verdünnte (flüssige) Variante wäre das eher was für mich.
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Dafür habe ich es ja ausprobiert und habe das Ergebnis mit euch geteilt, so objektiv wie möglich. Nun muss jeder selbst entscheiden was er für sich testen möchte und was nicht.
Wenn ihr etwas nachkocht ist euer Feedback natürlich ausdrücklich erwünscht (das muss ich hoffentlich nicht extra erwähnen, ich tue es aber mal :) )
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apple87
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von apple87 »

Ja, das ist sehr nobel von dir wie unermüdlich du deine Leber für uns strapazierst :-D
Ohne deine Ergebnisse hier hätte ich Stevia gar nicht mehr in Erwägung gezogen aufgrund dessen, dass es mir eben bisher nie wirklich geschmeckt hat. Deine Ergebnisse verwundern mich da ein wenig. Aber Corona hat ja auch seinen Beitrag dazu geleistet, dass manche Dinge nun etwas anders schmecken als bisher. Beim Kräuterhaus gibts das 50 g Döschen für 13,50 €, vielleicht investiere ich da mal.

Wie hast du denn überhaupt abgewogen? Ich hab mal überschlagen, für mein 19 L KEG mit Zielwert 18 l und 10 g/l Zuckeräquivalent würde ich auf 0,4 g kommen. Ich hab eine Präzwaage mit 10 mg Teilung, da geht das gerade noch. Aber du hattest ja nur ein paar Flaschen... Hast du dafür eine Analysen/Feinwaage? Oder mit einer Stammlösung gearbeitet?
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Hehe, wenn meine Leber aufgibt schicke ich euch die Arztrechnung :mrgreen:

Also ich habe hier Stevia von Steviago, angeblich ein Vergleichssieger. Zur Qualität der Konkurrenten kann ich wenig sagen, außer das viele, die Stevia getestet haben, einen Bittergeschmack monieren. Wobei vielen glaube ich gar nicht klar ist, was sie da probieren. Einem habe ich auf den Zahn gefühlt, und es kam raus dass er eben gar kein reines Stevia getestet hatte, sondern die Supermarktmischung.
Tatsächlich habe ich eine Analysewaage zu Hause, aber sehr kleine Mengen kann man damit sicher nicht abwiegen. Das klappt schon im Labor mit gescheitem Wägetisch leidlich gut. Dem Stevia lag ein Dosierlöffel bei, ein gestrichenes Löffelchen soll dann 3-4 Stück Würfelzuckern entsprechen, daran hatte ich mich orientiert. Dass die Restsüße aller drei Cider nicht gleich war hatte ich oben ja schon angedeutet.

Von Steviago gibt es auch Tabs im Spender, die sind vielleicht einfacher zu dosieren. Aber sie enthalten "Hilfsmittel", keine Ahnung ob die im Wein geschmacklich neutral sind. Und wenn man den Amazon-Bewertungen glauben schenken will ist der Spender eine Zumutung.
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von Moneysac »

Da wir von Andreas Proben erhalten haben, hier mal unser Eindruck. Getestet mit 4 Personen.

Mehrheitlich wurde Variante B am besten "bewertet". Generell hätte der Zuckergehalt in allen Problem höher sein können (ist aber natürlich auch Geschmackssache). Die Hefe war uns persönlich zu weit im Vordergrund und deutlich wahrnehmbar. Die Variante B erschien und geringfügig süßer und empfanden wir im Nachgeschmack etwas besser.

Die Unterschiede waren aber wirklich sehr marginal. Ohne direkten Vergleich vermutlich kaum unterscheidbar.
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Re: Cider oder: Der nicht-ultimative Süßstoffvergleich

Beitrag von Fruchtweinkeller »

"B" war der Ansatz mit Erythrit.
Ja, mich stört die Hefe ja auch, hatte ich glaube ich auch geschrieben, deswegen bin ich auch so hinter der Zwangskarbonisierung her. Eventuell könnte man die Hefemenge auch noch reduzieren. Das wäre ein weiteres Projekt... muss hinten anstehen :roll:

Wobei sich die Hefe schön am Boden abgesetzt hatte, wenn man vorsichtig einschenkt hat nur der letzte die Hefear***karte :mrgreen:
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