Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

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Fruchtweinkeller
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Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 August 2019 21:21

Recht interessante Doku:
https://www.ardmediathek.de/ndr/player/ ... FmMTg5NGI/

"Unsere Bienen - Rettung in Sicht?"
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fibroin
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Re: Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von fibroin » 09 August 2019 16:31

Ich habs mir angesehen, es war nichts dabei, was ich nicht schon gehört habe. Die Zusammenstellung der Themen war gut.
Neu war, dass man einfach verschiedenen Möglichkeiten der Bienenhaltung zeigte und beide stehen ließ. Bienenhaltung nur als Bestäubung oder für moderate Honigernte. Die Varroa ist und wird ein Problem bleiben. Aber es gibt heute schon Möglichkeiten, auf die Ameisensäure als Behandlungsmittel zu verzichten. Es kostet etwas mehr Arbeit, es geht.
Beendet mit dem Zitat von Max Plank, ich zitiere:
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.
Ende Zitat
Der Film möge die Imker zur Diskussion bringen!
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

Igzorn
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Re: Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von Igzorn » 10 August 2019 13:37

Dr. Liebigs Argumente waren im wesentlichen, haben wir schon immer so gemacht, bei mir klappt es und alle seriösen Wissenschaftler sind dieser Meinung.

Klingt nach der aktuellen Debatte zum Thema menschengemachter Klimawandel. Sich dem Gruppenzwang zu entziehen und sein eigenes Gehirn zu nutzen, das scheint bei vielen Menschen nie richtig trainiert worden zu sein.

Kopf runter und hoffentlich bekomme ich keinen ab.

Sehr gut, was der junge Bienenwissenschaftler da macht
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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wickie
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Re: Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von wickie » 12 August 2019 11:51

Interessante Doku, leider wird hier nur die Milbe angesprochen, dabei sind die Pestizide viel schlimmer.
Da habe ich auch schon mal eine Doku gesehen, das Stadtimker die ganzen Probleme nicht haben. Da sind die Bienenvölker gesund und gedeihen, erklärt wurde es damit, dass in der Stadt nicht gespritzt wird. Vor allem war es traurig, dass da ein Wanderimker alle seine Bienen verloren hat, weil da bei einem benachbartem Feld Behandelder Mais ausgebracht wurde, der nicht wie vorgeschrieben in der über Erde war, sondern nur lose oben auflag.

Mann muss generell weg von der Agresiven Chemiekeule auf dem Land. Dazu hier ein interessantes Video über Neonikotinoide.
Auch interessant ist dieses Video, wo es auch um die Ausbeutung von Bienen geht.

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Fruchtweinkeller
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Re: Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 August 2019 19:27

Ich stelle mal ein paar "Thesen" auf:
1. Es gibt mehrere Gründe warum es ein Insektensterben gibt.
2. Welche Ursache welches Gewicht hat ist unklar.
3. Egal wen man fragt: "Schuld" sind grundsätzlich immer und einzig alle anderen, sonst: Shitstorm!
4. Honigbienen sterben nicht aus.
5. Probleme bei der Honigbienenhaltung sind teils hausgemacht.
6. Wildbienen sterben aus.
7. Honigbienen und Imkerei gefährden Wildbienen.
8. Honigbienenschutz hat wenig bis nichts mit Naturschutz zu tun.
9. Für Ottonormalbürger sind Honigbienen "Natur pur" und die einzig relevanten Insekten. Der Rest kann aussterben.
10. Imker = gut und Landwirt = böse: Das ist zu einfach.
11. Einfache Lösungen für komplexe Probleme funktionieren selten.

Mindestens die Punkte 3 und 11 haben universelle Gültigkeit.

https://www.welt.de/regionales/bayern/a ... n-hat.html
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ ... 80722.html
https://www.yourlittleplanet.org/de/pro ... n-bedrohen
https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 08252.html
http://www.umweltinstitut.org/themen/la ... erben.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 54165.html
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JasonOgg
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Re: Brauchen wir ein Umdenken in der Bienenhaltung?

Beitrag von JasonOgg » 13 August 2019 07:35

Fruchtweinkeller hat geschrieben:
12 August 2019 19:27
Ich stelle mal ein paar "Thesen" auf:
...
9. Für Ottonormalbürger sind Honigbienen "Natur pur" und die einzig relevanten Insekten. Der Rest kann aussterben.
...
:lol: :lol: :lol: Dem stimme ich voll zu, wer mag schon Mücken und anderes Krabbelzeug :lol: :lol: :lol:
Oder frei nach Volker Pispers:
Was interessiert mich ob die Wale aussterben, aber Thunfisch, dass würde mir wegen der Pizza schon wehtun.

Zum Thema komplex nur mal ein Gedanke. Insekten sind ja nicht nur Bestäuber sondern auch Teil der Nahrungskette, z.B. für Vögel, die uns die Terasse vollsch*****en mit Holunder, den wieder Insekten bestäubt haben, also je weniger desto besser. :hmm:

Ernsthaft, bei mir blüht Pfefferminze, da summt und brummt es nur so, besonders wenn dann die jagende Hornisse auftaucht. Im Hintergrund hämmert eine Meise wie ein Specht an der Sonnenblume und im ausgetrocknetem Beet nimmt ein Schwarm Spatzen ein Staubbad. Das ist besser als das meiste, was man auf einem Bildschirm zu Gesicht bekommt.
'And what would humans be without love?' - 'RARE', said Death.
T.Pratchett - Sourcery (1988)

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