Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

derDaniel
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 20 Juli 2018 09:57

Wieder was gelernt :mrgreen:

Dann müsste ich mit meiner vorhandenen ja recht gut fahren und kann mir weitere hefen am anfang erstmal sparen.

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Metinchen
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Metinchen » 20 Juli 2018 14:14

Die von mir favorisierte Siha 8 ist eine Burgunderhefe. Da habe ich schon alles mit gemacht, von Met über leichte Sommerweine und schwere Dessertweine. Die gibt es auch in 100g Packungen bei den üblichen Verdächtigen zu kaufen. Im Moment habe ich noch Ansätze mit Siha 10 laufen.Da kann ich aber noch nix zu sagen. Met habe ich in der klärphase mit Mangrove jack MO5. Geschmacklich ok, aber für erprobte Rezepte war mir das Gärende zu unsauber.
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Juli 2018 23:43

Weine mit robusten Hefen bis zur Alkoholtoleranzgrenze ausgebaut schmecken durchaus ähnlich, oder, anders ausgedrückt, du hast ebenso große Unterschiede zwischen den Weinchargen selbst wenn du mit unterschiedlichen Hefen arbeitest, zumindest solange sie ähnliche Charakteristika aufweisen. Wobei ich behaupte dass die Unterschiede im niedrigen Umdrehungsbereich deutlicher zutage treten.
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 06 August 2018 20:01

Soooo....
Danke für eure antworten!
Hier ein kleines update und gleich mal wieder eine frage....

Es geht weiter voran, habe bereits 2x100g und 3x50g nachgezuckert. Der wein schmeckte beim letzten mal immer noch sehr bitter, die Gärung ist also noch am laufen. Ein blubbern ist wie am anfang nicht/kaum zu erkennen.

Ich habe gestern den alkoholgehalt gemessen und nachgezuckert.
Das vinometer (Standard vinometer) zeigte mir 17% an, meine letzte Messung waren ca. 13,5% und ich hatte nur 50g nachgrzuckert.... ich habe nochmal gemessen und es kam ca 13% heraus....
Nicht ganz erklärbar.....

Da ich es bisher noch nicht gemacht hatte und ich eine offene flasche wein zuhause stehen hatte habe ich diese gemessen:
Erste messung 13,5%, zweite messung 8,5.
Der wein hat 8.5

Bei der messung ist mir aufgefallen dass das vinometer erst auf 8,5 geht und nach einiger zeit höher....

Warte ich zu lange? Oder ist das vinometer mist?
Komischerweise bei beiden messungen ein wert der hinkommen könnte und ein wert ca 5% zu hoch...

Ist natürlich mit der nachzuckermethode und evtl etwas mehr zeit kein problem, würde aber doch gabz gerne den % wert zum vergleichen dazunehmen.

Was meint ihr? Messfehler? Neues vinometer kaufen?

Grüße

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von 420 » 06 August 2018 21:53

Vinometer ist nie ganz genau. Es ist mehr so eine Richtung.

Bei den Vinometern gibt es das "Präzisions Vinometer". Das ist etwas genauer.

Bei den einfachen Vinometern kann es schnell sein, dass bei 3 Vinometern, 3 unterschiedliche Ergebnisse bei unterschiedlichen Alkoholgehalten kommen. Damit meine ich, dass einige Instrumente bei 9 % genauer sind, als bei anderen Alkoholgehalten. Das Problem bleibt aber bestehen.

So messe ich bei mir fast nie während der Gärung.

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 August 2018 22:23

Das Gärungs-CO2 sowie die Trübstoffe erschweren die ohnehin ungenaue Messung nochmals. Auf die Messwerte muss man also nicht allzu viel geben; ich messe in der Regel erst wenn die Gäraktivität soweit abgesunken ist dass die Gasbildung schon deutlich reduziert ist und sich Trub schon absetzt. Zusätzlich kann man CO2 ausschütteln und eine kleine Weinprobe über ein Papiertaschentuch "filtern" um den Trub weiter zu reduzieren. Ist mir in der Praxis freilich meist zu lästig ;)
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Igzorn » 07 August 2018 09:30

Und zusätzlich sollte man alle Messgeräte mit der zu messenden Flüssigkeit spülen. Das macht sich beim Vinometer natürlich schlecht. Ich messe drei Mal, liegen die alle zusammen, dann wird der Wert akzeptiert.

Man muss aufpassen, dass keine Luftblase an der Spitze oder in der Flüssigkeit ist. Das verändert den Wert
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 10 September 2018 12:56

Sooo...
2 monate sind seit beginn vergangen, jede woche wird gemessen und gezuckert...
Am % ändert sich nicht mehr viel, schmeckt aber immernoch sehr trocken...

So langsam bekomme ich angst dass was nicht klappt, hätte nicht gedacht dass das so lange dauert.
Aber egal, bringt ja nix sich jetzt zu verbiegen.

Kurze frage: sobald ich mal einige erfahrung mit der hefe habe kann ich mit dem zuckern etwas zügiger verfahren, oder?

Und Mittlerweile blubbern auch noch 10l pflaume und 30l apfel :-)

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Moneysac » 10 September 2018 13:45

Die Nachzuckermethode kann sich schon zwei Monate hinziehen, das ist jetzt nicht übertrieben lang. Schneller geht es, wenn du filtern kannst, dann musst du es nicht bis zum Ende durchziehen. Aber wenn du erstmal ein paar Weine auf Lager hast, fällt die Wartezeit auf den nächsten Wein auch leichter :lol:

Edit: Wenn es jetzt aber immer noch trocken schmeckt, dann ist es noch nicht ganz fertig. In kleinen Schritten weiter machen, bis die Restsüße über 2 Wochen stabil ist.

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 September 2018 19:47

War das eine Assmannshausen? Dann wird es mit der Nachzuckermethode schwierig werden.

Siehe https://fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html, Abschnitt "Besonderheiten bei der Verwendung von Hefen mit einer niedrigen Alkoholtoleranz".

Mit sehr viel Gedult kannst du so einen Ansatz auch auf 15% bringen, er wird dann aber eher seltsam schmecken.
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 10 September 2018 22:56

Hmm, ok. Wenn das nicht übertrieben lange ist Würde jetzt erstmal weitermachen. Könnte sterilfiltern (habe das equipment), aber So viel gedult bringe ich jetzt noch auf :-)

Den wein hab ich mit einer portweinhefe gemacht, sollte also keine probleme mit niedrigen %ten geben.

Wenn mein vinometer stimmt hat er jetzt ca 15%

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 17 September 2018 18:54

Sooo....
Ich hab gerade nochmal die säure gemessen....
Hab mich da wohl etwas vertan :x

Der wein hat wohl ca. 9,5g/liter.
Hab extra 2 mal gemessen und die kohlensäure vorher rausgemacht.
Kann ich da noch was retten? Eventuell etwas destilliertes wasser zugeben?
Sofern es schlecht aussieht würde ich den wein eher wegkippen bevor ich weiterversuche, da ja noch einiges an arbeitsschritten kommt und das ja auch viel zeit kostet...

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