Birnenwein als Maischegärung?

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Oktober 2009 23:17

Argh. Beiß. Das M-Thema.

siehe auch:

Forum-Link … 260-0.html
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Ehli
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Ehli » 15 Oktober 2009 00:11

Andreas, bitte lass Tischplatte und Gebiss heil :D
Bei der Herstellung von Maischen zum Brennen dürfte es wohl nahezu unmöglich sein so sauber zu arbeiten wie bei denen von Wein. Schon Mengenmäßig kann das gar nicht sein. Das Ziel sollte sein so wenig verholzte Teile als irgend möglich in die Maische zu bringen. Zwetschgen entsteinen, Kernobst vom Gehäuse trennen... Reinheit wird man aber nie erlangen oder Häutest Du dei Zwetschgen die in Deinen Wein kommen? :?: Nee, Spaß beiseite, ich kenne den Artikel sehr wohl, aber wenn ich einen gefunden habe, der in meinem Beisein meine Maische destiliert,sollte das auf alle Fälle besser sein als irgend eine Massenherstellung. Billig Willie gibt's ja wirklich genug und Schnappes aus Saftgärung... wäre mir jetzt was Neues. :D
Beim Wein bin ich daher ganz bei Dir. Beim Hochprozentigen gedanklich auch aber praktisch denke ich da eher an einen Leberschaden als an's erblinden ?-|
LG Andy

[Dieser Beitrag wurde am 15.10.2009 - 00:12 von Ehli aktualisiert]
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fliegenpilzler
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von fliegenpilzler » 15 Oktober 2009 01:46

gelöscht

[Dieser Beitrag wurde am 19.10.2009 - 17:03 von fliegenpilzler aktualisiert]

sigi
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von sigi » 15 Oktober 2009 01:56

Augustus hat geschrieben:Hat hier jemand Erfahrung mit Birnen als Maischegärung?
Ja

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Der Apfel ist im Met auch ein willkommener Gerbstofflieferant
Nasowas

Maischegärung bis zum End...*kicher*

Amüsierte Grüsse...Sigi

Edith sagt: Methanol im Met...tststs

[Dieser Beitrag wurde am 15.10.2009 - 02:09 von sigi aktualisiert]
Schwäbisches Fünfgängemenü: Ein Zwiebelrostbraten und vier Viertele Trollinger

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 Oktober 2009 11:01




matzl0505"]Vergleich doch mal bitte die Mengen.
Im Met schwimmen ein paar Apfelstückchen als Trübstoffe und bei den Birnen ist es eine echte Maischegärung.
Wobei Schmidteks 2Tage denke ich noch vertretbar sind.[/i]


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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von matzl0505 » 15 Oktober 2009 16:56

fliegenpilzler hat geschrieben:Was glaubst du, was ein Calvados ist?
Das ist ein gebrannter Cidre(Ebbelwoi).
Ja das weiß ich.
fliegenpilzler hat geschrieben:Was glaubst du, was ein Weinbrand ist?
Wir reden hier nicht von Grappa.
Weinbrand ist zu Schnaps(bzw Weinbrand) gebrannter(destillierter) Wein.
Beim Grappa wird der Trester gebrannt.
fliegenpilzler hat geschrieben:Also bitte guck dich mal um, was alles so an "Saftgärungen" gebrannt wird.
Ja schön...hab ich irgendwas gegenteiliges behauptet???
Und was möchtest du mir mit dem Beitrag bis etz überhaupt mitteilen?Bis etz gings hier um Maischegärungen von Kernobst. Was deine Beispiele da sollen versteh ich ehrlichgesagt net. Calvados(wie du so schön erklärt hast ist gebrannter Cidre) ist also eine Saftgärung. Weinbrand bzw Grappa fällt ganz aus der Reihe weil Weintrauben nicht zum Kernobst zählen.
fliegenpilzerl hat geschrieben:Danach kannst du und andere in Tischplatten beissen.
Ich hatte nie vor, in eine Tischplatte zu beissen. Da gibts geschmacklich besseres, denk ich mal.
fliegenpilzler hat geschrieben:Ich sage ja nur, daß man Grossteile des Methanols bei vorsichtiger Brennweise abtrennen KANN, so wie man es auch will.
Mit wollen kann man viel erreichen, mag sein. Aber auch wenn dus jetzt noch 10 mal schreibst wirds immer no net richtig.
fliegenpilzler hat geschrieben:Du brauchst nur die Siedepunkte von Ethanol und Methanol betrachten.
Die sind mir durchaus auch bekannt und wenn ich die betrachte, weiß ich das die ein gutes Stück auseinander liegen. Nur steckt in der Maische ja beides drin und dann hast du nicht mehr die Siedepunkte von Methanol und Ethanol getrennt, sondern einen gemeinsamen, weil Methanol und Ethanol ein azeotropes Gemisch bilden.
Fliegenpilzerl hat geschrieben:Das ist vergleichbar mit der Erdöldestillation.
Oder meinst du Diesel und Super kommen nicht aus der gleichen Tonnage Erdöl(Maische)?
Naja, ich finde das ist nicht vergleichbar, weil Erdöl warscheinlich kein azeotropes Gemisch ist.

Du hast jetzt zwar viel geschrieben, aber meine Frage hast du mir net beantwortet.
Auf die gefahr hin das du sie überlesen hast hier nocheinmal:
matzl0505 hat geschrieben:
fliegenpilzler hat geschrieben:zum externen einreiben (bei Rheuma, Gicht und anderen Weh-Wehchen) benützt.

Hast du diesbezüglich irgendweleche glaubhaften Quellen?
Methanol ist über die Haut auch sehr sehr gut resorbierbar. Wieso sollst du dich dann damit einreiben. Da kannst dus ja gleich trinken und bild werden. Wieso lassen wir es dann net gleich drin und sparen uns die Destillation, die sowieso ja eig. für die Methanolabtrennung sowieso nix bringt?
Fragen über Fragen

gruß
Marius

[Dieser Beitrag wurde am 15.10.2009 - 16:58 von matzl0505 aktualisiert]
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Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von felix » 15 Oktober 2009 17:17

In Sachen Erdöl möchte ich zu bedenken geben, dass weder Diesel noch Benzin eine einzelne Verbindung ist, sondern ein Gemisch aus diversen Kohlenwasserstoffen. Diesel besteht dabei aus längerkettigen, bei Benzin sind kürzere Ketten vorhanden.

Genauer ist Diesel ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen mit ca. 9 bis 22 C-Atomen und einem Siedebereich von 170-390°C. Benzin enthält Kohlenwasserstoffe mit 4 bis 10 C-Atomen, die in einem Siedebereich von ca. 25-210°C liegen.

An diesen Überscneidungen lässt sich schon erkennen, dass auch beim Erdöl eine fraktionierte Destillation nicht in der Lage ist, die Stoffe wirklich hundertprozentig zu trennen.

Gruß,
Christian

O Alkohol, o Alkohol,
dass Du mein Feind bist, weiß ich wohl!
Doch in der Bibel steht geschrieben,
auch Deine Feinde sollst Du lieben.

(gelesen auf einem Schild in einem Weinberg zwischen Laudenbach und Heppenheim an der Hessischen Bergstraße - Autor mir unbekannt)



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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 Oktober 2009 17:35

Jaja, die Wunder der Natur im allgemeinen und im besonderen das Wunder des azeotropoen Gemischs...

Zum erlaubten Methanolgehalt in Bränden empfehle ich die Lektüre der EWG-Verordnung 1014/90 im Vergleich zur EWG-Verordnung 1576/89 (die Grenzen wurden hochgesetzt!). Ich habe keine Ahnung ob die noch aktuell ist, aber ich habe die Chose nicht weiter verfolgt.
Ja, die Brenner brennen das Methanol sauber weg... in die Flasche :D

[Dieser Beitrag wurde am 15.10.2009 - 18:00 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von tiga » 15 Oktober 2009 17:59

Hallo,
zum Nachlesen: www.rechtliches.de/EU/info_SpirituosenDVO.html
Auf Seite 4, Abschnitt M6 und M7
1200g/hl Methanol, also 1,2% (Gewichtsprozent) also 1,52% (vol)

Da wird mir klar, warum ich lieber keinen Fusel trinke

[Dieser Beitrag wurde am 15.10.2009 - 18:00 von tiga aktualisiert]
Gruss
Jan

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 Oktober 2009 18:02

Fast richtig, 1,2% w/v ;)

Macht in dem Rahmen aber nichts (außer Kopfschmerzen) solange du parallel genügend Ethanol zu dir nimmst. Richtig gefährlich wird es wenn die Leute mit Methanol panschen...
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Augustus » 15 Oktober 2009 19:30

Vielleicht noch mal kurz zurück zu meiner eigentlichen Frage...brennen wollte ich die Birnen eigentlich nicht.

So ist also ein Birnenwein, analog zu einem Apfelwein (oder -Met, je nachdem mit Honig oder Zucker gesüst wird)ein hochgradig Methanol-haltiges Ungetränk, dass am Ende zu einer gelben Armbinde mit drei schwarzen Punkten führt?

Ich meine....die Hessen sind doch auch nicht blind (trotz Appelwoi), und was ich hier so zwischendurch aus Apfelsaft gebraut habe, war auch kein gehirnverdrehendes und augenmordendes Gebräu, sondern eher recht süffig ;)

Also....Wein aus Birnen, als Maischegärung. Nach 1-2 Wochen abziehen von der Maische und dann als Saftgärung zu Ende bringen. Bringt mich das um oder könnte das am Ende schmecken?

Liebe Grüße

Roland
Im Wein steckt zwar manchmal die Wahrheit, selbige existiert aber auch trocken ;-)

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von matzl0505 » 15 Oktober 2009 19:34

Augustus hat geschrieben:Ich meine....die Hessen sind doch auch nicht blind (trotz Appelwoi),
Auch der Appelwoi ist eine Saftgärung.
Augustus hat geschrieben:Also....Wein aus Birnen, als Maischegärung. Nach 1-2 Wochen abziehen von der Maische und dann als Saftgärung zu Ende bringen. Bringt mich das um oder könnte das am Ende schmecken?
Ich würde es nicht machen. Einerseits wegen des Methanols, andererseits wird es wegen des hohen Gerbstoffgehaltes warscheinlich auch net schmecken.

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