Auch mein erster Met

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Shinomori
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Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 10 August 2014 21:48

Hallo,
Nach langem recherchieren auf den Homepages sowie hier im Forum habe ich mich dazu entschlossen auch mal hier ein paar Fragen zu stellen.
Ich habe jetzt folgenden Ansatz erstellt:
Grundrezept war das "Basisrezept für einen Honigwein" auf der Homepage. Ich habe halt nur alles für einen 5L Gärballon runter gerechnet.
1,5L Dest. Wasser
2L Apfelsaft
1 1/2 geriebene Äpfel
2g Hefenährsalz
und halt eben auf 7,5 g/L angesäuert (ist ein bisschen höher geworden als gewollt)
1Kg Honig -> zusammen mit den 2L Apfelsaft sind das ca. 960g Zucker also 21% des 5L Ansatzes
Ich habe den Ansatz mit einem aktiven Gärstarter angeimpft.
Ergibt zusammen so um die 4,7L.

Angepeilt sind um die 15% Vol. Ich werde also nachzuckern.

Soweit so gut. Der Ansatz gärt auch schon wie verrückt. Nun habe ich aber das Problem, dass nicht alle Apfelstücke püriert wurden sodas einige oben aufschwimmen. Ist das ok oder können die anfangen zu schimmel etc.? Eigendlich ist ja kein Sauerstoff vorhanden also sollte es doch gehen oder?
Der nächste Punkt ist, dass ich relativ viel Apfelsaft im Anatz habe im Verlgleich zum Wasser Anteil. Ist das ok oder wird der Met zu sehr nach Apfel schmecken?
So und nun möchte ich doch ein leidiges Thema ansprechen. Ich habe zwar hier schon viel drüber gelesen (auch in gespenster und Wiederkehrer) will mich aber irgendwie trotzdem nochmal vergewissern. Da ich ja so viel Apfelanteil in meinem Ansatz hab drängt sich mir auch die Frage bezüglich der Bildung von Methanol auf. Soweit ich das verstanden habe ist die Menge gebildeten Methanols auf 15% Vol Alkohol eigendlich zu vernachlässigen. Sehe ich das im Bezug auf meinen Ansatz richtig?

Ich bedanke mich schonmal für die Antworten ;)
Gruß,
Shino

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Chesten
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Chesten » 10 August 2014 23:03

Willkommen bei uns !!

Bei mir schwimmen auch immer die Apfelstücke oben auf und da ist noch nie was mit Schimmel passiert, da Schimmel Sauerstoff braucht.

Wenn du deinen Met gut lagerst brauchst du dir um einen Apfelgeschmack keine Sorgen machen, ich rühre meinen mit nach der Abfüllung mindestens ein halbes Jahr nicht an. Da heißt es je länger desto besser wenn man geschwefelt und gut verkorkt hat.

Wenn du eine Gute Gärführung ala FWK machst musst du dir um den bösen Methanol keine sorgen machen.

Chesten
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Shinomori
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 10 August 2014 23:37

Chesten hat geschrieben:
Wenn du eine Gute Gärführung ala FWK machst musst du dir um den bösen Methanol keine sorgen machen.

Chesten
Danke für die Antwort.

Hm was heißt gute Gärführung? Mein Plan ist es sobald die Gärung zum ersten mal stockt Geschmacksprobe und Alkoholmessung durch zuführen und mit Zucker/Honig für 1 Vol.% Alkohol nachzuckern. Das ganze halt so lang bis der gewünschte Alkoholgehalt erreicht ist bzw. bis die Gärung stockt und etwas Restsüße zu schmecken ist (so wie auf der Homepage halt erklärt).

Die Sache mit der Lagerung ist bei mir noch nicht so vorbereitet. Da dies mein erster Met ist war ich mir nicht sicher ob ich mir direkt auch ein Handverkorker + Korken zulegen sollte. Habe deswegen auch extra im kleinen Maßstab angefangen um halt erstmal Erfahrung zu sammeln.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von fibroin » 11 August 2014 08:34

Shinomori hat geschrieben:Hm was heißt gute Gärführung?
Der Hefe das zukommen lassen, was sie zur optimalen Arbeit braucht.
In ca. 30 ° warmen Wasser hydrieren, dann mit der Nase testen, ob sie auch nach Hefe richt. Ich gebe in das Wasser noch etwas Zucker und Nährsalz, dann schäumt die Hefe schon nach kurzer Zeit, ein gutes Zeichen.
Den Ansatz mit nicht zu hohem Zuckergehalt (bis 90 °Oe) und mit Nährsalz und evt. auch Heferinde zur Hefeernährung herstellen. Wenn dann die Temperaturen der Hefe und des Ansatzes sich bis auf 5 ° angeglichen haben, die Hefe als letzte Zutat einrühren. Den Ansatz warm genug stellen, was im Sommer nicht das Problem sein sollte.
So geht in der Regel die Post ab! :D
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Chesten
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Chesten » 11 August 2014 10:39

Und das tägliche schütteln nicht vergessen !! :pfeif:
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 11 August 2014 11:19

Ja also soweit sollte ja alles stimmen. Mein Gärstarter zeigte nach ca. 2 Tagen merkliche Gäraktivität mit Schaumbildung. Bei der Geruchsprobe war deutlich Hefe und Apfel zu riechen. Den Gärstarteransatz habe ich nach dem Rezept auf der Fruchtweinkeller Homepage erstellt.

Der 4,7 L Ansatz wurde so angesetzt das halt nur ca. 20% Zucker bezogen auf das Gesammtvolumen vorhanden sind. Habe mich dabei an den Diagrammen auf der Fruchweinkeller Homepage in der Rubrik Zucker orientiert. Nach einigen Stunden war schon Gasbildung zu beobachten. Jetzt nach einem Tag ist da richtig was los ;)

Das einzige was mir etwas sorgen bereitet ist der hohe Apfelanteil. Habe vergessen das Eigenvolumen des Honigs mit ein zu beziehen. Eigendlich wollte ich mit mehr dest. Wasser auffüllen aber dann war die Grenze schon fast erreicht :?
Naja und deswegen habe ich halt die Bedenken die ich in meinem ersten Post geschildert habe.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Chesten » 11 August 2014 12:25

Shinomori hat geschrieben:Angepeilt sind um die 15% Vol. Ich werde also nachzuckern.
Ob du die erreichst kann man vorher nicht sagen. Welche Heferasse hast du verwendet ?

Shinomori hat geschrieben:Das einzige was mir etwas sorgen bereitet ist der hohe Apfelanteil.
Sehe es doch als Chance: Im gekauften Met hast du wenn überhaupt maximal 3 g/L Zitronensäure.

In eine Met ala FWK hast du ein Säuregemisch aus Apfel- Milch- und Zitronensäure. Jede für sich genommen würde bei deinen 7,5 g/L deutlich herraus schmeckbar sein aber als Gemisch geben die ein besseres Geschmacktsbild zusammen als jede für sich ohne das es nach einer Einzelnen geschmeckt.
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 11 August 2014 12:42

Ich verwende die Sherry Reinzuchthefe von Vina. Laut "Packungsbeilage" soll die sogar 18 Vol.% schaffen aber das seh ich dann ja wenn ich nachzucker.
Angesäuert habe ich zur Hälfte mit Milchsäure und zur anderen Hälfte mit Zitronensäure. Das stimmt schon, das Gemisch aus den verschiedenen Säuren könnte interessant werden. Jedoch würde ich mir einen Met wünschen indem Honig der primäre Geschmack ist und Apfel bzw. das Fruchtige eher im Hintergrund ist. Naja wenn ich nachsüße werde ich wohl auch Honig verwenden. Ich denke da kann man auch nochmal was rausholen.
Aber der hohe Apfelanteil hat keine Auswirkungen auf eine erhöhte Methanol Produktion? Ich weiß das Thema ist sehr leidig. Bin da leider immer was penibel. Aber wenn ich ja nachzucker dann habe ich um ein vielfaches mehr an Alkohol im Ansatz :hmm:

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Chesten » 11 August 2014 13:21

Shinomori hat geschrieben:Aber der hohe Apfelanteil hat keine Auswirkungen auf eine erhöhte Methanol Produktion?
Eher das Gegenteil. Alle Rezepte aus dem FWK/HWK ziehen darauf ab das man eine schnelle saubere Gärung hat.
Bei jeder Gärung mittels Hefen enstehen Gärnebenprodukte, die Frage ist nur wie viel !
Der Apfelsaft und die Apfelstücke nutzen viel mir als sie schaden könnten wieso das so ist steht auf de HP.

Bevor du blind von Methanol wirst bekommst du eher einen dicken Kopp vom deinen Wein wenn deine Hefe die versprochenen 18% schafft. :lol:
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 August 2014 20:09

Apfelwein pur "nach Rezept" hat ja auch kein Methanolproblem. Warum sollte das bisschen Apfel im Basisrezept also stören?

Ansonsten siehe auch

http://www.honigweinkeller.de/Met/FAQ.html

Abschnitt "Warum so viel Apfelsaft? Ich will Honigwein, keinen Apfelwein"
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

Shinomori
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 12 August 2014 11:05

Ja das FAQ habe ich mir vor dem Ansetzten auch angeguckt. Nur beim praktischen zusammenmischen des Ansatzes hat mich die Apfelmenge dann doch überrascht. Ich schau einfach mal wie das so wird.

Die Gärung ist noch voll im Gange habe heute morgen 32 Blasen/min gezählt.

Da mein Gärballon leider schon relativ voll ist (ich hätte nicht 4,7L sondern eher 4L Ansetzten sollen ?-? ) kann ich ja eigendlich auch mit Zucker nachzuckern und beim einstellen der Restsüße wieder Honig verwenden. Würde der Met dann aber Geschmacklich zu schwach (bezogen auf den Honig) werden oder geht das?

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Metinchen » 12 August 2014 11:13

Was geschmacklich zu schwach ist kannst nur Du selber entscheiden.
Ich selber verwende beim Met bis zum bitteren Gärende ausschließlich Honig, weil schließlich soll Met ja mnach Honig schmecken. Aber wie gesagt das ist Geschmackssache. Alternativ könntest Du heute oder morgen Abend mal ein ordentliches Glas Honigfederweißen trinken, dann ist wieder Platz im Ballon ;) .
Blumen sind das Lächeln der Erde!
(Herkunft unbekannt)

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