Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

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Rosina
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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von Rosina » 16 Juni 2006 13:38

Expertensuche

Für die Herstellung von Fruchtwein, speziell Mangowein, Fruchtessig und Balsamicoessig wird ein Experte für einen befristeten Einsatz in Jamaika gesucht.

Ich habe bereits eine Organisation (SES Bonn) angeschrieben, die sich um solche Anliegen kümmert. Der Einfachheit halber stelle ich Auszüge aus dem bisherigen Briefwechsel ins Forum. Vielleicht kennt jemand jemanden, auf den das Anforderungsprofil passt uns sich bei SES bewerben könnte.

Danke!



Ich lebe in Jamaica und will mit einem Farmer zusammenarbeiten, der eine grosse Mangoplantage in den Bergen nähe Montego Bay hat. Aus diesen Mangos soll trockener Fruchtwein und Mangoessig und Mango - Balsamico hergestellt werden. D. h. ich suche Experten, die uns dabei helfen könnten, in Jamaika eine Fruchtwein- und Edelessigproduktion aufzubauen.



Dazu noch einige Zusatzinformationen, die die Recherche für Sie einfacher machen. Neben Fruchtwein- und Fruchtessigproduktion ist eines meiner Ziele, Mango - Balsamico herzustellen. Balsamico ist kein geschützer Name, sondern ein bestimmter Prozess (in Kurzform, ohme Sie mit den Details zu langweilen: Das Balsamicoverfahren geht folgendermassen vonstatten: der Fruchtsaft wird solange eingekocht, bis er um ein Drittel reduziert ist und dann mit fertigem Balsamico - Essig gemischt. Dieser Essig muss dann für einen gewissen Zeitraum reifen, bevor er abgefüllt wird).

Bakterien- oder Schimmelbefall sind in den Tropen das grösste Problem. Wenn das passiert, kann man die gesammelten Werke wegwerfen. Deswegen wäre z.B. der Rat von Lebensmittelchemikern wichtig, was man tun muss, um solche Ergebnisse zu vermeiden.

Hintergrund dieser Planungen sind folgende Faktoren:

Jamaicanische Mangos sind mittlerweile kaum noch konkurrenzfähig auf dem heimischen Markt, da sehr viel Billigware bspw. aus Costa Rica usw. importiert wird und von den Hotels aus verschiedenen Gründen diese importierten Produkte häufig bevorzugt werden. Deswegen landen ca 80% der Mangos auf dem Boden und verrotten.



Auf der anderen Seite ist ein gewisser Bedarf an neuen Produkten in Jamaica vorhanden. Vor allem für den Touristenmarkt wären solche Produkte nicht uninteressant. Wir wollen deswegen eine Produktlinie aufbauen, die im wesentlichen jamaicanische Agrarprodukte verarbeitet, besser präsentiert und vermaktet.



Nun zu meinem Anliegen: Können Sie mir vielleicht mit Kontakten und Hinweisen weiterhelfen, wer uns da helfen könnte. Dieses Farmerehepaar ist sehr experimentierfreudig, hat auch schon recht gute Produkte entwickelt und bräuchte einfach für einen gewissen Zeitraum fachlichen Rat, wie man so etwas auf baut, wenn man diese Dinge nicht nur in der heimischen Küche sondern in grösserem Stil aufbaut (Equipment, Messgeräte, Produktionsüberwachung, Lagerung usw.)





Subject: [Norton AntiSpam] Re: Fw: Experten für Fruchtwein- und Fruchtessigproduktion in Jamaica gesucht.

vielen Dank für Ihre Nachricht und für Ihr Interesse an den Diensten des SES. Frau Strömer hat Ihre Nachricht an mich weitergeleitet, da Jamaica in den von mir betreuten Länderbereich fällt.



Ihr Vorhaben hört sich interessant an und vielleicht könnte eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihren Partner und dem SES zustande kommen.

Anbei erhalten Sie Informationen zur Arbeit des SES und zur Einsatzabwicklung, die ich sowohl in deutscher und englischer Sprache beifüge.



Der SES fördert weltweit die Ausbildung, Fortbildung und Qualifizierung von Fach- und Führungskräften durch die Entsendung von qualifzierten, aus dem Berufsleben ausgeschiedenen Senior Experten. Die Fachexperten geben ihre langjährige Berufs- und Lebenserfahrung auf ehrenamtlicher Basis weiter. In Kurzzeiteinsätzen leisten sie schnelle, praxisorientierte Hilfe bei der Lösung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Fragestellungen, stets verbunden mit der Qualifizierung des lokalen Personals. Die Anleitung zur Selbsthilfe steht dabei im Vordergrund. Die Dauer eines Einsatzes beträgt mindestens 2 Wochen und maximal 6 Monate, wobei die meisten Einsätze sinnvollerweise 2-4 Wochen dauern.



Wichtig ist, dass der SES keine Projekte initiiert, sondern von Unternehmen, Institutionen mit einem konkreten Anliegen angesprochen und beauftragt wird. Sobald der SES eine vollständig ausgefüllte Einsatzanforderung erhält (siehe Anlage), beginnt die Suche. Die Zusendung der Einsatzanforderung ist unverbindlich. Nach 2-4 Wochen wird dem Auftraggeber ein auf der Grundlage der Daten der Einsatzanforderung ausgesuchter Experte mit einem Personalprofil vorgeschlagen.

Erst wenn dieser Experte und die Einsatzdaten vereinbart sind, schicken wir eine verbindliche Einsatzvereinbarung.



Die Idee bei den SES-Einsätzen ist, dass der Senior Experte ehrenamtlich arbeitet, ihm aber auch keine Kosten während seiner Arbeit entstehen. Daher kommt das beantragende Unternehmen für die Kosten des Senior Experten vor Ort auf (Unterkunft, Verpflegung, lokale Transportmittel, Taschengeld). Die Übernahme der internationalen Reisekosten und der Bearbeitungskosten des SES wird geprüft. Hier können zugunsten zahlungsschwacher kleiner und mittlerer Unternehmen Zahlungserleichterungen aus öffentlichen Mitteln in Anspruch genommen werden. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass der SES eine gemeinnützige Stiftung und nicht gewinnorientiert ist.



Wenn Sie und Ihre Partner Interesse daran haben, dass wir einen Experten suchen, der Ihnen in Jamaica bei der Aufgabe Unterstützung leistet, können Sie uns gerne die ausgefüllte Einsatzanforderung zusenden. Dabei ist für uns wichtig zu wissen, wer der Auftraggeber in Jamaica ist. Die Aufgabe haben Sie bereits beschrieben.



Ich würde mich freuen, wenn ein weiterer Einsatz in Jamaica zustande kommt und ich stehe Ihnen weiterhin gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Rosina

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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von schreberpeter » 16 Juni 2006 14:16

na, Birgit & Andreas, dann packt schon mal die Badehose ein :D

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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Juni 2006 14:29

für einen "Senior Experten" bin ich wohl doch nocht etwas zu frisch :twisted:
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von Tompson » 16 Juni 2006 14:59

Tja, wenn man sowas liest - das könnte schon reizen. Interessantes Projekt, besonders der Aufbau einer kompletten Fertigungstrecke. :shock: Fraglich ist nur, wieviel Raum zum Experiment vorhanden ist, sprich Geld bevor pleite...
Leider gehöre ich ja nun zur Zielgruppe, die vom Gesetzgeber als unflexibel bezeichnet wird. ?-|
Oder bodenständig, wie ich sage und wegen festem Job auch nicht sonderlich mit Zeit gesegnet :D

@Fruchtweinkeller
"Senior-Experte" würde ich glatt überlesen. Wer hat schon 30 Berufsjahre bei 35 Lenzen. Und in der Nachgärung biste ja auch, haste selber mal irgendwo festgestellt :D
Trau Dich :twisted:
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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von fibroin » 16 Juni 2006 15:09

Leute, das hört sich zuerst interessant an. Aber bedenkt bitte, keiner von uns hat Mangowein aus erntereifen Früchten gemacht. Das Klima feucht-warm, mit der hohen Schimmelfreundlichkeit kennen wir nicht.
Wie reagieren welche Hefen, wie ist der Säuregehalt, muß eine Verdünnung mit Wasser erfolgen und wenn mit welchem Wasser?

Wie lange sollte der Wein lagern, bis er harmonisch ist. Ich denke mir in 4-5 Jahren hätte man genug Erfahrung um eine Serienproduktion zu beginnen

Aber welchen gesetzlichen Schwierigkeiten hat dieses Land? Darf der Wein denn exportiert werden?

Das sind so die Fragen die mir sofort einfielen. Da kommt bestimmt noch eine Menge mehr zu.

Frage an Rosina zurück:

Könnte man einige Kilogramm Früchte erhalten, um hier im eigenen Haus einmal den Wein zu experimentieren, damit man Grundlagen erhält? So könnten wir Tipps per Internet geben. 8-)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Tompson » 16 Juni 2006 15:18

Tompson hat geschrieben: Fraglich ist nur, wieviel Raum zum Experiment vorhanden ist
@ Fibroin
Genau so meine ich das. :|


Das mit dem Mangoversand wäre eine Primaidee - bevor 80% umkommen, bloß wer soll den Transport bezahlen ?-|
Oak ne jechn!

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Birgit
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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von Birgit » 16 Juni 2006 15:38

Das ganze setzt Wissen voraus, welche wir als Armateure nicht haben. Denn alleine schon Erwärmung großer Gebindegrößen durch Hefeaktivitäten plus die erhöhte Umgebungstemperatur setzt gekühlte Edelstahlbehälter für die Vergärung voraus. Dann sind wir sofort bei den Ausbildungsberufen Winzer, Küfer, Lebensmitteltechniker usw.

Hier würde ich dann die klassischen Bildungstempel für diesen Bereich in Deutschland empfehlen.

fh-web1.informatik.fh-wiesbaden. … id/44.html

www.fh-weihenstephan.de/

www.uni-hohenheim.de/i3v/00000700/00116041.htm

www.landwirtschaft-bw.info/servl … index.html


Gruß Birgit
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines;
nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!


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Dringend: Experten für Fruchtweinproduktion in Jamaika gesucht

Beitrag von WeinForscherAzubi » 16 Juni 2006 17:40

muhhha
dann kann ich mich in ca. 5-7 jahren zur verfügung stellen :D

Ich habe nämlich schon mit dem Studienfach "Lebensmitteltechnologie" geliebäugelt... ?-|
Jeder Wein wird irgendwann gut. Entweder durch Lagerung oder nachdem man bereits 3 Flaschen davon getrunken hat.

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Beitrag von schreberpeter » 16 Juni 2006 18:44

... also, wenn ich soviel von Fruchtweinbereitung verstünde wie ihr und dazu noch Chemiker wäre von berufswegen, ich tät' das ernsthaft erwägen.

... meine Erfahrung ist: Überall wird mit Wasser gekocht. Entscheidend ist ...

1. ... man hat die erforderlichen Grundlagen
2. ... man hat Engagement und
3. ... man hat Spaß an der Sache

alles andere läßt sich klären, anlesen, recherchieren usw.

Vorausgesetzt, es hat nicht jemand bereits ein ähnliches Projekt umgesetzt (dann wär der natürlich besser geeignet). Das könnte man ja mal recherchieren. Könnt' gut sein, das ganze ist einmalig.

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