Zuckergehalt im Essig

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 November 2013 01:26

Hier im Forum gibt es ja einige Berichte zur Essigherstellung per Trägermaterial und Umpumperei. Was zumindest bei meiner selbstgebastelten Miniaturanlage bislang keine wünschenswertes Ergebnisse erbracht hat. Im Keller habe ich einen Vibrax mit Aufsatz für Kolben, damit könnte ich eine Essigkultur permament in Bewegung halten... Einfacher Magnetrührer würde sicher auch gehen. Seufz, so viele Projekte, so wenig Zeit...
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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Acryldame » 30 November 2013 13:44

Was du hier beschreibst, ist das Fesselverfahren. Damit beschäftige ich mich in der Arbeit, kann aber leider keine Tipps dazu geben (ist unter Verschluss).

Submers ist anders. Da befinden sich die Bakterien in Suspension und von unten wird ordentlich Luft reingeblasen. Es ist das schnellste Verfahren und man benötigt eine sehr exakte Kühlung, da die Bakterien beim Submerser die empfindlichsten sind.

Wenn man Anfänger ist, empfehle ich immer Apfelessig zu machen, denn das geht meistens ganz von alleine. Die Essigbakterien fahren total auf Apfelwein ab.

Ein kleiner Tipp noch: Bei gekaufter Essigmutter nur die Flüssigkeit nehmen (durch Kaffeefilter lassen), da die leider oft mit Älcheneiern verseucht ist. Auf Dauer ist es besser, seine eigenen Muttis zu züchten. Da kann man ganz sicher sein, dass sie älchenfrei sind (zumindest solange man seine Ansätze immer brav mit Gaze oder einem Küchentuch gesichert hat).

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 November 2013 20:47

Was du hier beschreibst, ist das Fesselverfahren.
Schon klar. Irgendwo hier im Forum haben wir auch eine funktionierende Lösung beschrieben, ich wollte es downscalen weil im mit Dutzenden Litern Essig nichts anfangen kann... So viel Salat esse ich doch nicht :mrgreen:

Submers ist anders.
Schon klar. Aber einen Fermenter habe ich bei ebay noch nicht geschossen. Aber schauen wir mal... :mrgreen:
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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Acryldame » 30 November 2013 21:04

Gibt es schon, ist nur preislich in einer anderen Kategorie: :mrgreen:

http://www.holzeis.com/weinherstellung- ... p-156.html
http://www.frings.com/PROREACT-P-Lab-Pi ... 128.0.html

Mit der 200l Version darf ich in der Arbeit rumspielen. Unter anderem. :pfeif:

Essig nur für Salat? Banause. ;)

Warum es bei dir damals nicht geklappt hat, wundert mich. Hast du die allgemeinen Spielregeln eingehalten?
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genug O2
Startverhältnis Essigsäure/Ethanol 1:1
Temperatur zwischen 24-30°
?

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 November 2013 21:40

Das Hauptproblem war dass sich die Viecher nicht an meine Direktive gehalten haben nur auf den Spänen zu wachsen 8-) Essig haben sie schon gebildet.

Wir spielen mit Fermentern von Infors herum.
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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Acryldame » 30 November 2013 22:02

Ah, verstehe. Böse Bakis. :tsts:

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 November 2013 22:06

Meine Rede: Hefen sind die nettesten Mikroben :lol:

(die tun wenigstens gelegentlich was ich will)
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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von 420 » 30 November 2013 22:27

Hallo Acryldame,

im Augenblick entsteht bei mir ca. 5 Liter im Oberflächenverfahren. Wenn dann der nächste Wein soweit ist, werde ich Quittenessig und später auch Schlehenessig mit meinem Essigreaktor machen.

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Acryldame » 30 November 2013 22:42

Viel Erfolg! :)

Sieht prinzipiell ganz gut aus, nur die Sauerstoffversorgung erscheint mir etwas mager.

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von 420 » 30 November 2013 22:56

Danke,

beim ersten Versuch hat die Pumpe den Geist aufgegeben. Vom Sauerstoff her könnte man da meine Vakuumpumpe mit anschließen, damit der Sauerstoff durch die eine Öffnung gezogen wird. Auf jeden Fall folgt später der nächste Versuch.

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von Acryldame » 01 Dezember 2013 08:13

Ja, das habe ich in dem Video gesehen. Preiswerte Pumpen gehen leider leicht kaputt.

Prinzipiell kann man die Pumpe auch durchgehend laufen lassen, so haben sie es früher beim großen Buchenspanbildner gemacht.

Warum Schmickl so auf Zeitschaltuhr und Zeolith versessen ist, weiß ich nicht.

Bei der Vakuumpumpe werden vielleicht wieder zu viele Aromen mitgerissen (das ist der große Nachteil des submersen Systems). Man muss einen Kompromiss finden zwischen genügend Lufteintrag aber einer Erhaltung der Aromen.

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Re: Zuckergehalt im Essig

Beitrag von 420 » 01 Dezember 2013 18:04

Danke für die Info.

Dann doch lieber mit Pumpe. Zeitschaltuhr auch deshalb, weil solche kleinen Pumpen aus dem Campingbedarf nicht für Dauerbetrieb konzipiert sind.

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