Anleitung zur Essigherstellung

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 August 2011 19:48

Meines Wissens setzten die Essigbakkis die 11,12% Alkohol, die so tolerieren können, auch in Essig um. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht, so ein Essig ist mir zu heftig ?-|

@Thussi
Schauen wir mal was die Zukunft bringt ;)
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Beitrag von Gartengemuese » 10 August 2011 21:23

Letztes Jahr wollte ich eine Flasche puren Weißwein zu Essig verarbeiten, um verschiedene Mischungen (Holunderblütensirup, eingedickter Traubensaft,...) erst mal in ganz kleinen Mengen zu testen. Deshalb habe ich mir extra eine Flasche Biowein mit 11 % Alk und ganz wenig Schwefel gekauft. Den Wein habe ich dann mindestens eine halbe Stunde mit dem Milchaufschäumer gerührt, damit das bisschen Schwefel auch noch verschwindet, Essigmutter dazu und vier Wochen gewartet. Das Erbebnis war bernsteinfarben, schrecklicher Geschmack und Essig war bestenfalls zu erahnen. :mrgreen:

Ich vermute mal, dass die Bakkis bei max. 10 % so betrunken sind, dass sie nicht mehr arbeiten können. ?-|
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Beitrag von geognost » 10 August 2011 21:35

Danke für den Hinweis, ich werde den Essig-Kollegen mal nicht mehr als 8% zumuten. Die Grenzen kann ich ja bei einem späteren Ansatz austesten. Ich will nicht gleich mit einem Mißerfolg starten - wär auch schade um den Himbeerwein. Hätt ich mir mal nicht träumen lassen, dass ich freiwillig Alkohol auf diese Weise vernichte.... ?-|

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 August 2011 21:40

Ich hatte schon einen deutlichen Essigstich in einem Kaufwein mit rund 12%. Naja, um den Wein war es nicht so schade, ich sage nur: Landstreicher-Glück ?-| ?-|
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Beitrag von Gartengemuese » 10 August 2011 22:14

geognost hat geschrieben:Hätt ich mir mal nicht träumen lassen, dass ich freiwillig Alkohol auf diese Weise vernichte....
Du kannst ja erst mal nur einen halben Liter zum Probieren opfern. Und falls dir nach dem Verdünnen etwas Himbeergeschmack fehlt oder der Essig zu sauer ist, gib etwas von z.B.diesem Himbeersirup dazu (ich hoffe, das ist keine Schleichwebung). Außerdem sehe ich das mit den 6 % Alk auch nicht so eng. Mein Wein hat meist um die 15 %, da mische ich erst mal halbe/halbe. Den Geschmack kann ich später duch eine Änderung des Mischungsverhältnisses immer noch anpassen. Und angeblich bleibt immer ein bisschen Restalkohol übrig. Aber davon schmecke ich bei dem bisschen Essig im Salat nix.
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Beitrag von geognost » 11 August 2011 07:32

Danke für den Tip, so werde ich das mal angehen. Der Wein ist noch nicht ganz so weit. Gerade bei solchen Produkten (Sirup) merkt man erst wenn man sie im Glas hat ob da zu viel synthetisiert wurde.
Ich melde mich wieder wenn es Fragen, Erfolge oder Mißerfolge gibt...
Gruß
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Beitrag von Schorle75 » 25 August 2011 11:29

also ich hab auch schon ein bisschen mit Essig rumexperimentiert. beim ersten Mal habe ich klassischen Wein 1:1 mit Wasser verdünnt und ne ordentlich grosse Essigmutter zugegeben, das ganze mit Textil abgedeckt und stehen lassen. Uhu-geruch etc kam recht flott, aber leider auch die Kahmhefe. Sehr ärgerlich um die schöne Essigmutter, die ich aus einem "Vom Fass" Laden umsonst bekommen habe. Daraufhin hab ich bei nächster Gelegenheit wieder eine geholt und direkt mit 12% Rotwein gefüttert, immer nach und nach, alles reingeschüttet was die Flaschen so hergaben an Resten, und seither klappts. Der Essig ist auch nicht zu heftig. Ich denke mal, dass auch ein nicht unerheblicher Teil der Essigsäure "abraucht" durch den höheren Dampfdruck, weil das Essiggefäss, bei mir ein klassisches Drahbügel-Einkochglas ohne Dichtring mit Küchenpapier dazwischen, im Prinzip offensteht. Allerdings steht der Ansatz jetzt auch schon seit über einem Jahr so rum, was ihn dann vielleicht auch harmonischer macht.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 August 2011 19:16

...oder bei dir sind Überoxidierer am Werk. Oder Zucker wird nicht abgebaut und häuft sich an. Im Zweifelsfall: Säure messen.
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Beitrag von Thussi » 08 November 2011 19:16

Hallo,
so ich erklär mal, was ich bisher gemacht habe:
Ansatz im August:
mein selbstgemachter Himbeerwein mit 15 % verdünnt zur Hälfte mit Himbeersirup.
Weil das viel zu süß war habe ich nochmal die gleiche Menge Wein verdünnt mit Himbeersaft dazu getan.
Beim Händler habe ich Essigmutter gekauft, (eine klare Flüssigkeit)
Alles zusammen ist in einem hohem Glas mit einem Zewa abgedeckt.
Raumtemperatur ca. 27 Grad (Heizungskeller)
jeden Tag kippe ich das ganze einmal in ein anderes Glas, wegen Sauerstoff und so.

Relativ schnell kam der Uhugeruch und danach der Essiggeruch.

Wenn ich jetzt hin- und herkippe, merkt man, dass da was glibberiges hin- und herglibbscht.
Wenn ich das richtig verstanden habe, soll das so sein.

Ich habe mit dem Vinometer versucht, Alkohol zu messen, aber er zeigt 8 % an, obwohl der Essiggeschmack schon lecker stark ausgeprägt ist.

Wie lange muss ich noch warten? und was muss ich dann machen? (Filtern und erhitzen???)

Fragen über Fragen.

Liebe Grüße
die planlose Tina :D
So how can you tell me you're lonely and say for you that the sun don't shine
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 November 2011 22:06

Vergiss die Messung mit dem Vinometer. Verdünnter Essig zeigt dir auch Prozente an, ganz ohne Alkohol :shock: Wann ist der Essig fertig? Erfahrene Leute schmecken das, ich bevorzuge eine ehrliche Titration der Essigsäure. So kann man abschätzten ob der Alkohol komplett umgesetzt wurde bzw. man beobachtet ob der Säuregehalt noch steigt oder nicht. Das sollte auf jeden Fall einige Wochen bis Monate dauern, auch wenn es bei deiner Temperatur eher schneller klappen sollte. Der Lösungsmittelgeruch sollte auf jeden Fall vollständig verschwunden sein.
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