Rechtliches zum Thema Metbrand

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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Coding » 05 September 2020 21:17

Tinkerbell hat geschrieben:
05 September 2020 12:26
Moin Freunde,

Nach nur zwei Anläufen wurde Passierschein A38 erstellt. Das Geheimnis war, das als Rohstoff ‘Honig im Sinne der Honigverordnung gem. Anlage 1 HonigV aus der EU' angegeben sein muss. Das ist dann zwar nicht mehr Honig im Sinne der Honigverordnung, weil mit Wasser versetzt und vergärt, aber es war einmal so und das ist wichtig.
Am 13.9. wird gebrannt. Mitte Oktober folgt dann die erste echte Verkostung.

Ich bin mindestens genauso gespannt wie ihr, wie das wird
Oh mein Gott!
Da waren aber echt die deutschesten deutschen Beamten am Werk die es gibt.
Gut, dass man im nachhinein noch so gut überprüfen kann ob der Wassergehalt des "deutschen" Honigs auch wirklich innerhalb der Toleranz war...

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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Bahnwein » 06 September 2020 08:45

Danke für deine Bemühung, so etwas hilft ungemein und schon denke ich darüber nach auch mal einen Met brennen zu lassen.

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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 September 2020 17:25

Jupp, und vor allem: Lass dich nicht verrückt machen :clap:
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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Tinkerbell » 14 September 2020 16:02

Hallo Freunde,
der Brand ist geglückt und zumindest die ersten Geschmackstest sind schonmal positiv aufgefallen. Wirklich verköstigt wird er wie gesagt allerdings erst Mitte Oktober. Dann hab ich nämlich eine erlauchte Runde zu Besuch und werde um Meinungen bitten. Man selber ist ja doch ganz gerne mal voreingennommen :-)

Nun allerdings zu den eigentlich Grund diesen Post, und der ist wichtig für alle, die auch sowas vorhaben. Und alle, die gerne nochmal über die Deutsche Bürokratie den Kopf schütteln möchten ;-)
Und zwar verhält es sich so: wenn ich angebe, ich brenne 50 Liter Maische, dann geht der Zoll davon aus, das das 50 Liter reiner Honig sind und berechnet die Steuer entsprechend. Das 50 Liter reiner Honig nie im Leben gärfähig sind, ist offenbar völlig nebensächlich. Der Zusatzvermerk, das die 50 Liter Maische mit 15 kg Honig angesetzt worden sind, wurde völlig ignoriert.

An alle, die ein ähnliches Projekt befolgen: Gebt beim Zoll an
1) Man brennt Honig im Sinne der Honigverordnung gem. Anlage 1 HonigV aus der EU
2) Völlig egal wie viel Maische es am Ende ist, gebt nur die Literzahl des eingesetzten Honigs an

In dem Kontext bin ich mir der rechtlichen Lage tatsächlich unsicher. Denn wenn ich 15 Liter Maische angebe (weil das meinem Honig entspricht), geht der Zoll davon aus, das ich 15 Liter in die Anlage kippe, und nicht 50. Was ich im Endeffekt also gemacht habe, ist meine Maische mit Wasser verdünnt. Ich glaube, das ist unproblematisch, bin mir aber nicht sicher. Im Sinne der Schwarmintelligenz hoffe ich einfach mal, das mir hier schon jemand wiederspricht wenn ich falsch liege.

So über den Daumen gepeilt mit der Formel vom Fruchtweinkeller, (pro Prozent braucht man auf einen Liter Flüssigkeit 20 gramm Zucker, Honig hat mindestens 85% Zucker), komme ich mit 100 Liter Rohzutat allerdings auch nicht auf den Wert vom Zoll. 100 Liter Honig wiegen (bei einer Dichte von Honig von 1,4 kg/l) 140 kg, bei mindestens 85% Zuckeranteil sind das ca 120 kg Zucker. Nach Adam Riese und Eva Zwerg wären das dann aber 60 Liter reinen Alkohol, die man damit theoretisch erzeugen kann... Das verstehe wer will.


Liebe Grüße,
Tinkerbell
.... der sau froh ist, beim ersten Versuch nicht die vollen 400 Liter Brennkapazität ausgenutzt zu haben

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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 September 2020 21:16

Wenn der Passierschein einmal ausgestellt ist will man mit dem Zoll ja auch nicht unbedingt weiter diskutieren 😇 Na, bin gespannt wie der edle Tropfen wird 8-)
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