Rechtliches zum Thema Metbrand

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Tinkerbell
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Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Tinkerbell » 02 September 2019 13:03

Hallo zusammen!

Ich hab mir die Gesetzestexte zum Brennen durchgelesen, und habe leider nichts stichhaltiges gefunden, ob Honigbrände oder Metbrände nun erlaubt sind oder nicht. In der EU-Spirituosenverordnung VO (EG) Nr. 110/2008 wird zwar der Honigbrand als solches erwähnt und ist ausweißpflichtig als "Honigbrand", also nicht "Metbrand", ich finde aber leider nichts darüber, in welcher Konstellation dieser hergestellt werden darf. Also, ob es da wie bei der Metherstellung klare Richtlinien gibt, wie das Honig-Wasser Verhältnis zu sein hat.

Hat jemand hier im Forum schon Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Auf meiner Suche nach Antworten im Internet habe ich diverses wiedersprüchliches gefunden von "Met ist ja quasi vergorenes Zuckerwasser, das darf man nicht brennen" über "Met ist Wein, das darf man brennen und ist dann Weinbrand" zu "Met darf nur in einer Verschlussdestille gebrannt werden".

Bevor jetzt eine Grundsatzdiskussion über das brennen von Schnaps in Deutschland losbricht: Eine Brenngenehmigung und eine vernünftige Destille mit 400 Liter Brennraum sind vorhanden. Bisher sind auf der Anlage aber nur klassische Sachen, wie Korn, Gin oder Obstbrände gemacht worden. Alles wird ordnungsgemäß angemeldet und versteuert, das wird bei dem Honigbrand auch der Fall sein. Es geht also nicht um das brennen an sich, sondern ob und in wie weit die Herstellung von Honigbränden erlaubt ist.

Liebe Grüße,
Tinkerbell

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JasonOgg
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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von JasonOgg » 02 September 2019 13:47

Definiv nicht erlaubt. :o

Deinen Waldhonig-Met von der FWT hatte ich letzte Woche, der ist viel zu schade zum brennen, :mrgreen: das kann ich absolut nicht zulassen. :tsts:
Der war aber so etwas von lecker. :clap:
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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von 420 » 02 September 2019 13:49

Da würde ich zuerst das Hauptzollamt fragen. Die müssen doch auf jeden Fall Kenntnisse darüber haben.

VG
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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 September 2019 22:13

Ich sage mal naiv und pragmatisch und rechtlich völlig unverbindlich: Das Verhältnis Wasser zu Honig ist doch erstmal uninteressant wenn du brennst. Wichtig ist der Alkohol, der korreliert zur eingesetzten und umgesetzen Zuckermenge. Es würde Sinn machen, eine Aufzuckerung mit Kristallzucker zu verbieten. Aber ja, wenn die Destille eh angemeldet ist kann man sicher mal nachfragen. Ob der Gesetzgeber immer alles sinnvoll zu Papier gebracht hat... Ist beim Honigwein ja so eine Sache :?


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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von NeoArmageddon » 03 September 2019 11:33

Fruchtweinkeller hat geschrieben:
02 September 2019 22:13
ICH WILL DEN PROBIEREN !
ICH WILL DEN PROBIEREN !!
ICH WILL DEN PROBIEREN !!!
Quengelmodus aus :mrgreen:
Was der Chef schreibt.

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Tinkerbell
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Re: Rechtliches zum Thema Metbrand

Beitrag von Tinkerbell » 03 September 2019 12:21

JasonOgg hat geschrieben:
02 September 2019 13:47
Definiv nicht erlaubt. :o

Deinen Waldhonig-Met von der FWT hatte ich letzte Woche, der ist viel zu schade zum brennen, :mrgreen: das kann ich absolut nicht zulassen. :tsts:
Der war aber so etwas von lecker. :clap:
Nicht das was ich an Antwort gesucht hatte, geehrt fühle ich mich aber dennoch. :engel: Um dich zu beruhigen: Gerade die ersten versuche werden nicht mit den besten Tropfen gemacht, sondern eher mit Ausschmelzhonig.
420 hat geschrieben:
02 September 2019 13:49
Da würde ich zuerst das Hauptzollamt fragen. Die müssen doch auf jeden Fall Kenntnisse darüber haben.

VG
Würde man denken. Als ich da angerufen habe, kam ein "das muss der Brenner wissen". Nun, ich weiß es aber nicht, deswegen hab ich ja angerufen.....
Fruchtweinkeller hat geschrieben:
02 September 2019 22:13
Ich sage mal naiv und pragmatisch und rechtlich völlig unverbindlich: Das Verhältnis Wasser zu Honig ist doch erstmal uninteressant wenn du brennst. Wichtig ist der Alkohol, der korreliert zur eingesetzten und umgesetzen Zuckermenge. Es würde Sinn machen, eine Aufzuckerung mit Kristallzucker zu verbieten. Aber ja, wenn die Destille eh angemeldet ist kann man sicher mal nachfragen. Ob der Gesetzgeber immer alles sinnvoll zu Papier gebracht hat... Ist beim Honigwein ja so eine Sache :?
Die Aufzuckerung mit Kristallzucker ist auf jeden Fall verboten, und zumindest früher mal auch die Aufzuckerung mit Honig. Deswegen ja die Frage, ob ein reiner Honigbrand erlaubt ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab nochmal beim Zoll angerufen, und diesmal ein wenig mehr genervt :pfeif: Dann bekam ich ein "keine Ahnung, aber wenn das auf der Rohstoffliste steht, geht das wohl". Ich hab also die Rohstoffliste gefunden, und siehe da: In der aktualisierten Version vom 10.2018 wird tatsächlich Honig neu eingeführt (Trester übrigens auch) :clap:

Es wird also einen Honigbrand geben, leider aber wohl erst zur FWT 2021. Dieses Jahr schaff ich das nicht mehr. Und klar bring ich den dann mit 8-)

Da dies ein öffentlicher Thread ist, aufgemerkt: Die Rohstoffliste kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Nur weil ich das also in Bayern darf, heißt das nicht, das das auch in anderen Bundesländern erlaubt ist. Zudem ist der Eintrag "Honig" auf der Liste recht neu, und noch ist nicht klar, ob er dort dauerhaft verbleiben wird. Wer also ein ähnliches Projekt verfolgt, soll auf jeden Fall die Rohstoffliste vom zuständigen Hauptzollamt überprüfen.

Liebe Grüße,
Tinkerbell

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