Kostenrechner für selbstgemachten Fruchtwein

Kleine Helfer erleichtern die Arbeit
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Hias
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Kostenrechner für selbstgemachten Fruchtwein

Beitrag von Hias » 01 Oktober 2010 12:28

Hallo alle zusammen, :shock:

erstmals danke an den (die) Moderator(en) für den schnellen Service.

Habe eine Exceltabelle erstellt, mit der man die Kosten für selbst gemachten Fruchtwein ermitteln kann(für eine Flasche oder mehrere Liter). Was ich nicht berücksichtigt habe ist der Arbeitsaufwand und die Abschreibung für Gerätschaften wie zum Beispiel Weinballons und so weiter.

Es können die Werte für verschiedene Rezepte verändert werden. Weiterhin können die Kaufdaten verändert werden, für z.B. Zucker und so weiter (Je nach gekaufter Menge verendert sich der Grundpreis.

www.fruchtweinkeller.de/imagetem … 0LWein.xls

Bin gespannt auf eure Meinungen und Verbesserungen.

Gruß Hias

[Dieser Beitrag wurde am 01.10.2010 - 12:50 von Hias aktualisiert]

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 01 Oktober 2010 13:15

Nicht schlecht. Hier zeigt sich wieder, dass der Literpreis des Weins nicht die Kosten sind. Nur man muss das nötig Equipment vorhalten. Da habe ich bisher schon über 2000 Euro reingesteckt. Wenn ich an Behälter, Presse, Traubenmühle, Verkorker, und Filteranlage etc. denke. Ich bin mir auch nicht über einen Berechnungsmodus klar, wie diese Kosten für einen Liter Wein aufzuschlagen sind. Was solls, es ist ein Hobby, die Preise sind dann auszuhalten. :D

Was nicht berücksichtigt wurde, ist die mir bisher unbekannte Menge warmes Wasser, die zum Reinigen der Geräte und Flaschen benötigt wird.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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JasonOgg
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Beitrag von JasonOgg » 01 Oktober 2010 13:28

Spannend. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Flasche nur vom Material her schon so teuer ist, selbst wenn ich Früchte (aus dem eigenen Garten) mit 0 ansetze.

Aber gut, dass ich das ganze zum Zeitvertreib mache, also Arbeitszeit nicht berücksichtigt werden muss. Wo müßte man da den Stundensatz ansetzen?
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Beitrag von matzl0505 » 01 Oktober 2010 13:45

JasonOgg hat geschrieben:Ich hätte nicht gedacht, dass eine Flasche nur vom Material her schon so teuer ist, selbst wenn ich Früchte (aus dem eigenen Garten) mit 0 ansetze.
Ganz reakistisch finde ich es aber trotzdem nicht. Bei mir fällt da noch das Geld für die Flaschen und das VitC weg.
Ausserdem kaufe ich Milchsäure, Korken, KPS, HNS und Hefe in größeren Gebinden. Filtern tu ich (noch) nicht und statt Antigel verwende ich Zymex, was auch günstiger ist.
Muss jetzt kurz weg, später werde ich mal nachrechen, was mit meinen Werten rauskommen würde.

gruß
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Beitrag von matzl0505 » 01 Oktober 2010 16:56





Weite "Sparmöglichkeiten" wären:
Filterschichten(Josefs oder alle Selbstbaufilter und ich glaube auch Fibroins Superfilter): Sie alle brauchen nur eine Filterschicht pro Filtergang(es sei denn sie verstopfen)
KPS: Da brauch ich auch keine 60g auf 20l Wein:
Ich setzte so 3x im Jahr 5l im Kanister an und jedes mal wenn ich sie verwende kommt vorher ein Teelöffel KPS rein.

gruß
Marius

Edith meint:
Preise sind von Bro*wland und HBS*4.
Versandkosten nicht beachtet.

[ironie]
Der Blaulaugeverbrauch ist auch nicht berücksichtigt.
[/ironie]

[Dieser Beitrag wurde am 01.10.2010 - 16:59 von matzl0505 aktualisiert]
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Beitrag von tiga » 01 Oktober 2010 22:36

Hallo

Warum kosten die Früchte 10 Euro pro 8 kg und bei der Berechnung für nen Liter plötzlich nichts mehr?

Ich habe so den groben Eindruck, dass der Rechenfehler bei der Tabelle grösser ist als das Ergebnis 8-)

[Dieser Beitrag wurde am 01.10.2010 - 22:38 von tiga aktualisiert]
Gruss
Jan

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Beitrag von matzl0505 » 01 Oktober 2010 23:14

Im unteren Teil geht es darum, dass man den Grundpreis errechnen und angeben kann.
Oben gibt man dann an wie viel man verwenden will.
Unten den Fruchtgrundpreis hab ich stehen lassen. Allerdings hab ich oben 0kg eingetragen, weil ich die Früchte ausm Garten hab(so wie es JasonOgg oben geschrieben hat) Da ich oben 0kg eingetragen hab, kosten sie oben auch nix!

gruß
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Beitrag von Hanisch » 02 Oktober 2010 14:42

Also generell würd ich mir die Überlegung der "Arbeits"-Zeit auch gerne mal veranschlagen,
auch wenn ich zu faul zum Dokumentieren bin.

Einen angemessenen Stundensatz zu errechnen ist eigentlich nicht so schwierig:
Man nehme sein Jahreseinkommen mal ca. 1,5 (um Arbeitgeberanteile zu berücksichtigen), und teile das dann durch 1680 (was so etwa das Normaufkommen an Arbeitsstunden im Jahr sein sollte).

(Wenn man da sganze betriebswirtschaftlich rechnen wollte, mit nem vernünftigen ROI - auch auf Grundflächen und Gartenbau, natürlich ;) - aber insbesondere unter berücksichtigung des Arbeitsaufwandes dürfte so ein 0,5l Fläschlein für 100€ sich einfach nicht rechnen - selbst bei gesicherter Abnahme ohne aufwand für Marketing und Vertrieb)

Letztlich denke ich, zeigt eine derartige Berechnung eigentlich nur,
dass wir auf einem Qualitätsniveau arbeiten,
welches kommerziell nicht machbar ist.

Wenn man die "Hobby-Rechnung" ansetzt,
so ist die veranschlagung der "Arbeits-" Zeit auch nicht unerheblich.
Hierbei kann man einfach mal die getätigten Investitionen des Jahres durch die mit dem Hobby verbrachten Stunden teilen,
um zu sehen, was man denn so für eine Stunde Fruchtweinbereitung als Hobby zu zahlen hat.
Eine derartige Zahl ist dann wiederum eine gute Argumentationsgrundlage, wenn man die getätigten Investitionen auf irgendeine Art und Weise Rechtfertigen möchte - denn da dürfte sich wohl herausstellen, dass es sehr viele Hobbys gibt, die um einiges teurer sind - und bei denen man hinterher nicht so was leckeres am Ende rausbekommt...
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Beitrag von JasonOgg » 02 Oktober 2010 16:54

Hanisch hat geschrieben:unter berücksichtigung des Arbeitsaufwandes dürfte so ein 0,5l Fläschlein für 100€ sich einfach nicht rechnen
Das muss ich für mich erstmal nachvollziehen.
Aber gut, dass ich keine Überstunden bezahlt bekomme, da wird es billiger 8-)

Aber daher ist es eigentlich auch nicht realistisch, den eigenen Stundenlohn für eine andere (bei mir absolut nicht vergleichbare) Arbeit anzusetzen. So 10-20€ pro Stunde (FWK als Hefedompteur mehr, aber ich bin ungelernt) halte ich für realistischer :|
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Beitrag von famkos » 02 Oktober 2010 20:54

Naja, istschon interessant.

Für mich ist das trotzdem ein machbares Hobby.
Am Anfang hab ich wenig ausgegeben und jetzt geb ich mehr aus - man gönnt sich ja sonst nichts 8-) .

Meine 'Entschuldigung' ist da immer: wenn ich schon nicht rauche . . .
Grüße von Reinhold

Nix ist jetzt schon!


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Beitrag von tiga » 02 Oktober 2010 21:09

Hallo
das geht bei mir einfacher.
Ich will nen leckeren Met. Kaufen kann ich den nicht, also mache ich ihn selber.
Wenn ich bei nem 50l-Fass dann 100,- an Material verbrate und Zeit in der sonst irgend nen anderen Blödsinn (wenn ich Glück habe nur unbezahlt, bei Pech sogar teuer) verbrate, so ist das für mich ne lohnende Sache.

Ja, das ist ein sehr günstiges Hobby. Ich habe noch ne Reihe anderer Hobbies und bei denen sind sowohl die Grundausstattung, als auch die laufenden Kosten höher.

Da ich meinen Met nicht verkaufen darf, muss ich auch keinen Preis dafür ermitteln.
Gruss
Jan

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Beitrag von Hias » 02 Oktober 2010 21:28

Hallo zusammen, :shock:

sehe das auch so, Hobby kostet halt Geld. Bringt aber auch jede menge Spaß.

War nur mal interessant für mich, was der edle Tropfen nur an Material kostet. Hätte ich vorher nicht gedacht. Kaufe daher jetzt auch größere Mengen an Zutaten z.B. 1Kg Heftnährsalz, wird dann auf jeden Fall etwas billiger.

:D

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