2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Garten-Impressionen und Garten-Tipps für alle Jahreszeiten
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JasonOgg
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von JasonOgg » 25 Juni 2019 10:31

Wie sieht das bei Euch aus?

Gefühlt scheinen alle Pflanzen doppelt das gebremste Trockenwachstum vom letzten Jahr nachzuholen:

Alle Johannis-, Josta- und Stachelbeeren hängen so voll, dass die letztjährigen dünnen Äste fast komplett auf dem Boden sind. Die schwarzen Jobeeren sind etwas dünner besetzt.

Die Brombeeren treiben weit entfernte Ausläufer aus den Wurzeln (Navaho) oder schieben statt der gewohnten 6 schon elf neue Triebe aus dem Wurzelstock.

Die Zwetschge treibt ebenfalls hunderte von Wurzelausläufern.

Die Quitte hängt voll mit Früchten (der Boskoop allerdings nicht)

Beim Rosenbogen scheinen vor Blüten besonders im oberen Breich kaum noch die Blätter durch.

Aronia/Apfelbeere hängt auch schon durch.

Ich hatte noch nie so eine Dicke Bohnen Ernte wie dieses Jahr, obwohl die Pflanzen zwischendurch schwarz von Läusen waren. (Hier ist wahrscheinlich der feuchte Mai schuld)

Nur die Erdbeeren sind quasi ausgefallen, da die Pflanzen vertrocknet waren.

Ist das Zufall oder bereits das letzte Aufbäumen vor der Desertifikation europäischer Landstriche? :mrgreen:
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Chesten
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Chesten » 26 Juni 2019 12:17

Meine Jostabeere hängt voll die erste Ernte ist schon abgeschlossen aber die hängt immer noch voll das sich die Äste biegen.
Das aufrecht wachende Äste ein stärkeres Wachstum haben ist mir klar aber ein Ast meiner Jostabeere ist bis jetzt ca. ein Meter gewachen und da nur dieses Jahr !

Auch der rote Johannisbeerestrauch den ich dieses Jahr neu gepflanzt habe hat seine Blattmasse mehr als verdreifach, ok der hatte vorher nicht viel aber der geht ab wie "Schmitzs Katze " !

Auch wenn mich die ganzen Bäume in meinem Garten nerven aber einen Vorteil haben diese den ganzen Tag wird der ganze Garten beschattet.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Igzorn » 27 Juni 2019 07:04

Unsere Äpfel tragen nichts. Wie vor zwei Jahren. Nach kurzer Blüte kam kein Fruchtansatz. Johannisbeere hängt voll. Stachelbeeren sind leer. Blaubeeren sehen gut aus.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Professore » 27 Juni 2019 16:33

Bei uns wächst kaum was, Äpfel, Kirschen, Johannisbeeren alles Fehlanzeige. Die Kürbisse sind auch erfroren, Zwetschgen müssen wir schauen, wie sie sich entwickeln.
Ein paar Erdbeeren hängen dran.
Was gut behangen ist, ist die Kornelkirsche und die Mispel.

Gurken und Tomaten im bewässerten Gewächshaus wachsen wie Unkraut.

Gruß

Jochen
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Upgrayedd » 27 Juni 2019 23:25

Hier oben im Ammerland tragen die Erbeeren seit einigen Tagen ganz ok. Die roten Jobeeren hängen voll und sind super, die schwarzen tragen nicht so viel und brauchen noch etwas. Jostabeeren sind von der Menge ok, aber super lecker. Walnüsse kommen ganz gut, Birnen und Äpfel sind weniger als letztes Jahr. Auf die Brombeeren freue ich mich, die hängen schon richtig voll, aber sind natürlich noch grün. Insgesamt ein ganz gutes Jahr denke ich, zumal ich zeitbedingt wohl vieles einfrieren werde.

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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von JasonOgg » 28 Juni 2019 07:39

Im Schatten der Johannisbeeren haben sich bei mir die Erdbeeren noch ganz gut gemacht, zum Naschen reicht es und lecker sind die auch.

Apropos Johannisbeeren, die schwarzen sind doch ziemlich reif, am Wochende ist Ernte angesagt. Die roten Beeren der schwarzen sind nicht unreif, sondern von der Sonne verbrannt und matschig.
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Metinchen » 28 Juni 2019 09:18

Der linke Niederrhein meldet;
Rote und weisse Johannisbeeren sind seit einer Woche im Ballon, aber etwas weniger als im Vorjahr. Die schwarzen sind deutlich weniger, auch noch nicht reif, bzw. die oberen sind von der Sonne verkocht. Am Apfelbaum hängt gar nichts, es hat zur Blütezeit aber auch mal ein, zwei Nächte gefroren, das Birnenbäumchen hängt voll. Von den Erdbeeren konnte ich fast jeden Tag ein Schälchen ernten,nun wird es weniger. Der Kirscgbaum hängt supervoll, leider ist doch wieder eine recht hohe Wurmbelastung da. Bei meiner Sauerkirschquelle sollte ich nur an einem Baum pflücken, dort habe ich ca. 3 gut halbvolle Eimer heruntergeholt , man sieht das nicht wirklich. Ansonsten ist es überall trocken, trocken, trocken. Der kleine Bach hinter den Gärten ist spätestens nächste Woche trocken, den Rasen habe ich auch vor 4 Wochen das letzte mal gemäht (er bekommt gerade soviel Wasser das er nicht komplett braun wird.).
Und es sieht nicht so aus als ob sich das in der nächsten Zeit wesentlich ändert.
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von 420 » 30 Juni 2019 22:43

Ostwestfalen Höhenlandschaft:

schwarze Johannisbeeren teilweise reif,
Äpfel erheblich weniger,
Maibeere nur ein paar Beeren an den 2 Sträuchern,
Aronia und Süßkirschen ok.

Bei den Himbeeren und Brombeeren sieht es echt gut aus.

Soweit der Zwischenbericht bei mir.

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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von JasonOgg » 01 Juli 2019 07:22

Noch eine Ergänzung zum guten Vorsatz "Dieses Jahr mache ich weniger".

Gestern konnte ich zwei großen Eimern Süßkirschen nicht widerstehen. Dem Baum sieht man die fehlenden Kilos nicht an, die Früchte haben kaum Maden und unsere Küche sieht aus wie ein Schlachthaus, obwohl ich erst ein viertel entkernt habe.
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Ulrike » 01 Juli 2019 17:31

JasonOgg hat geschrieben:
01 Juli 2019 07:22
Noch eine Ergänzung zum guten Vorsatz "Dieses Jahr mache ich weniger".

Gestern konnte ich zwei großen Eimern Süßkirschen nicht widerstehen. Dem Baum sieht man die fehlenden Kilos nicht an, die Früchte haben kaum Maden und unsere Küche sieht aus wie ein Schlachthaus, obwohl ich erst ein viertel entkernt habe.

Und wer darf putzen?

Nördliches Niedersachsen:

Rote Johannisbeeren - in Massen
Roter Wein (Rebsorte leider unbekannt) - in Massen
Schlehen - fast keine
Wilde Birne - erstmaliger Fruchtansatz

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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von JasonOgg » 02 Juli 2019 07:34

Ulrike hat geschrieben:
01 Juli 2019 17:31
JasonOgg hat geschrieben:
01 Juli 2019 07:22
Noch eine Ergänzung zum guten Vorsatz "Dieses Jahr mache ich weniger".

Gestern konnte ich zwei großen Eimern Süßkirschen nicht widerstehen. Dem Baum sieht man die fehlenden Kilos nicht an, die Früchte haben kaum Maden und unsere Küche sieht aus wie ein Schlachthaus, obwohl ich erst ein viertel entkernt habe.
Und wer darf putzen?
Auch wenn Du es nicht glaubst, aber das habe ich tatsächlich selber gemacht ;)

Die zwei Stunden gestern habe ich dann auf der Terasse weitergemcht. Vor 20:00 Uhr brauchte man ja noch keine Jacke. Inzwischen habe ich 5kg fertig, grob 2 kg warten noch. Jetzt darf ich noch Antigel bestellen und mir Gedanken über ein Rezept machen. Nehme ich dazu schwarze Jobeeren? Metinchen bekommt das immer so fantatastisch hin :clap:
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Re: 2019 Naturbeobachtung und phänologischer Kalender

Beitrag von Ulrike » 02 Juli 2019 08:40

Das mit dem Putzen - super! Ein Mann der Tat.

Zu den Kirschen: Für dieses Jahr wird meine Empfehlung dir nichts bringen, aber vielleicht ein Gedanke für später. Aus meinen roten Trauben mache ich vorzugsweise Rosé, was ja bedeutet, dass die Schale nicht mit angegoren wird. Jedes Jahr lege ich ein paar Kilo von diesen Schalen in die Truhe, um damit milde Obstsorten (Pflaumen!) abzurunden.

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