Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

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Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von blumentopferde » 22 Januar 2014 18:45

Der Frühling kommt immer näher, und langsam sollte ich mir überlegen, was ich denn noch so alles im Garten pflanzen möchte.

Ich habe da eine ostseitige, etwa 1,5m hohe Mauer, an der ich irgendein früchtetragendes "Buschwerk", pflanzen möchte, was gleichbedeutend mit Beerenfrüchten ist (zumindest fällt mir kein Stein- oder Kernobst ein, das in so niederer Form wächst, dass es die Mauer nicht überragen würde).

Die Zeile ist einer kleinen Mulde, aber ansonsten weitestgehend unbeschattet. Es sollten - bis auf einen kleinen Bereich - also Früchte sein, die pralle Sonne vertragen. Auch eine gewisse Trockenheitstoleranz wäre nicht schlecht, weil ich die Büsche ungern bewässern würde (die Mauer erstreckt sich weit vom nächsten Wasseranschluss weg, die Bewässerung wäre also recht aufwändig).

Aber das wichtigste Kriterium: Die Früchte sollen ohne größere Zugaben von Zusatzstoffen einen schönen, angenehmen Wein erzeugen.

Ich hätte an Waldhimbeeren gedacht, bin mir aber nicht sicher, ob die die Sonne vertragen. Brombeeren möchte ich ausschließen, weil sie einfach zu stark wuchern. Habe aber null Erfahrung mit Beerenfrüchten und kann daher gar nicht einschätzen, ob Waldhimbeeren zum Weinmachen gut geeignet sind.

Vielleicht habt ihr ja bessere Vorschläge?

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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von KommandeurMumm » 22 Januar 2014 21:20

Hi blumentopferde.

Bei Beeren denke ich immer zuerst an Johannisbeeren, die geben immer einen guten Wein und kommen von der Höhe auch gut hin. Jostabeeren sind noch ganz nett. Wenn es etwas sein soll, das nicht jeder hat kannst du auch mal im Internet nach Maibeeren schauen. Die haben wir dann aber doch nicht gepflanzt, daher habe ich keine Erfahrungen.

Kernobst ginge evtuell, wenn du dir ein Apfelspalier pflanzt. Das kannst du an einem Gestell oder an Drahtseilen an der Mauer entlang nach deinen Vorstellungen ziehen. Schau mal bei Youtube, da gibt es eine Menge Videos (auch mal nach den englischen und amerikanischen Übersetzungen googeln). Da sind auch Versionen bis 1,5 Meter höhe dabei, weil man Apfelbäume ganz gut beschneiden kann. Bei Birnen geht das nicht so gut, hat unser Gärtner gesagt. Die werden dann so 12-15 Jahre alt.

Ansonsten gibt es hier noch so einige User, die ihre Gartenbepflanzung entsprechend ihres Hobbys verändert haben (Gell, JasonOgg? :D )
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von 420 » 22 Januar 2014 22:49

Und bei den Johannisbeeren auf jeden Fall die schwarzen nicht vergessen.

Bei uns im Garten habe ich letztes Jahr zu den Johannisbeeren und Jostabeeren noch Maibeeren, Aroinia und Heldebeeren gepflanzt. Brommbeeren kommen auch noch hinzu, obwohl ich, so wie es aussieht, wieder einige geschenkt bekommen werde.

Am Besten ist doch, wenn Du Dir einen maßstab getreuen Plan machst und daran arbeitest. Gerade dann sieht man doch, wo was am besten stehen könnte. Natürlich die Sonnenrichtung mit beachten. Und beim Spalierobst, geht auch die Quitte.

Grüße
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von KommandeurMumm » 23 Januar 2014 07:04

420 hat geschrieben:Und beim Spalierobst, geht auch die Quitte.
Das wäre natürlich auch was! Äpfel bekommt man in ländlichen Gebieten eigentlich eine Menge, weil viele Leute damit nichts mehr machen und es schade finden, wenn das Obst vergammelt. Quitten sind aber seltener. Wenn ich vor 2 Jahren schon gewusst hätte, wie gut der Wein aus Quitten wird, dann hätte ich 1-2 Bäume ins Spalier gepflanzt, anstatt 5x Apfel.
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von JasonOgg » 23 Januar 2014 08:38

KommandeurMumm hat geschrieben:Ansonsten gibt es hier noch so einige User, die ihre Gartenbepflanzung entsprechend ihres Hobbys verändert haben (Gell, JasonOgg? :D )
:pfeif:

Soooo schlimm ist es doch auch nicht und das Ausgraben der Bambushecke hatte doch andere Gründe. Aber warum soll man nicht die Gunst der Stunde nutzen und Obstgebüsche pflanzen :hmm:
Die haben auch einen Zierwert.

Wenn Du die kräftigen Beerenwein magst, dann kommst Du um schwarze Johannisbeeren nicht herum, ein paar rote zur Geschmacksverbesserung. Josta durfte ich mal bei Josef probieren und habe deshalb einen Sämling von Felidae ;-)
Himbeeren bringen viel Aroma, man braucht nur für puren Wein viele Pflanzen. Die kommen aber von alleine, die wuchern ganz schön. Überlege, ob Herbsthimbeeren (gibst auch mit Waldhimbeergeschmack) nicht pflege- und ertragreicher sind. Sonnenbrand kenne ich bisher nur von Stachelbeeren, die Jobeeren sind nicht so problematisch.

Alle Beerensträucher haben für Dich den Nachteil, dass die Beerenqualität sehr stark mit der Wasserversorgung zur richtigen Zeit zusammenhängt. Vielleicht hilft Dir ja ein Bewässerungssystem.

Die Mauer bringt ja nicht nur Schatten, sondern speichert auch Wärme und schützt vor Wind.

Kern- und Steinobst ohne Spalier wird in der Regel ziemlich hoch und wirft daher auch Schatten. Das kann aber auch gewollt sein, wenn man sich eine geschützte Sitzecke an die Mauer setzen will.

Quitten haben auch einen großen Zierwert. Sie haben mit die schönsten Blüten, die ich kenne, schöne Blätter und wenigstens ein paar Wochen leuchtend gelbe Früchte. Aronias haben eine sehr nette Herbstfärbung, Kulturheidelbeeren eine fantastische Rotfärbung im Herbst. Erstere sind pflegeleicht (wenn sie die Vögel füttern sollen), letztere benötigen sauren Boden, entweder Du kannst einen Wald ausgraben oder du musst neue Rhododendronerde kaufen. Sonst wachsen sie zwar auch, aber das Ergebnis ist unbefriedigend, egal, was die Gartencenter sagen.

Eine Mispel schmückt auch, wächst aber gerne in die Breite.

Kornelkirschen kann man auch in Form schneiden, bringen als erste etwas gelb in den Garten, brauchen aber eine zweite Pflanze als Befruchter, wenn man weintaugliche Mengen ernten will.

Wo wohnst Du? Vielleicht kannst Du Dir ja einfach eine schöne Rebe da entlang ziehen. Ostwand ist nicht optimal, aber da können andere mehr sagen.

Kiwi fällt mir noch ein als Spalier. Die werden aber auch groß und brauchen id.R Befruchter, also zwei Pflanzen, damit habe ich bisher keine Erfahrung ;)

Achja, Walderdbeeren als Bodendecker.
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von blumentopferde » 23 Januar 2014 12:36

Danke für die vielen Vorschäge!
Hier ein Lageplan von der Mauer, damit ihr euch besser vorstellen könnt, worum es geht:
Bild

Der Lageplan ist genordet, die zu befplanzende Zeile Nord-West-orientiert. Bis Mittag hat sie also keine direkte Sonne, ab Mittag ist sie aber trotz der schlechten Orientierung sehr gut besonnt, weil einfach keine schattenspendenden Elemente in der Umgebung sind (Die Bäume im Norden des grundstückes exisiteren nicht mehr).

Die Mauer ist etwa 50m lang und soll nach und nach bepflanzt werden, alles auf einmal wäre einfach zu viel.
Spalierobst und Weinreben würde ich eher am Grundstück selbst, als an der Mauer pflanzen, Platz genug dafür wäre ja! ;)
Der Boden ist ein sehr schwerer, roter Tonboden mit einem pH-Wert von ca. 5,5.
KommandeurMumm hat geschrieben: Bei Beeren denke ich immer zuerst an Johannisbeeren, die geben immer einen guten Wein und kommen von der Höhe auch gut hin. Jostabeeren sind noch ganz nett. Wenn es etwas sein soll, das nicht jeder hat kannst du auch mal im Internet nach Maibeeren schauen. Die haben wir dann aber doch nicht gepflanzt, daher habe ich keine Erfahrungen.
Die Maibeeren sehen ja toll aus, leider kenne ich die überhaupt nicht, muss ich aber mal kosten! Jostabeere sieht auch interessant aus, könnte ich mir gut als Wein vorstellen! An Ribiseln/Johannisbeeren habe ich auch schon gedacht, aber, wie gesagt, noch keine Weinerfahrung damit und als "Naschobst" sind sie mir zu sauer... ?-|
420 hat geschrieben:Und bei den Johannisbeeren auf jeden Fall die schwarzen nicht vergessen.

Bei uns im Garten habe ich letztes Jahr zu den Johannisbeeren und Jostabeeren noch Maibeeren, Aroinia und Heldebeeren gepflanzt. Brommbeeren kommen auch noch hinzu, obwohl ich, so wie es aussieht, wieder einige geschenkt bekommen werde.
Aronia klingt auch interessant, kenne ich allerdings auch überhaupt nicht!
JasonOgg hat geschrieben:

Himbeeren bringen viel Aroma, man braucht nur für puren Wein viele Pflanzen. Die kommen aber von alleine, die wuchern ganz schön. Überlege, ob Herbsthimbeeren (gibst auch mit Waldhimbeergeschmack) nicht pflege- und ertragreicher sind.
Kennst Du eine ertragreichere Himbeersorte, die so wie Waldhimbeeren schmeckt? Auf diesen ganz besonderen, intensiven Geschmack möchte ich nämlich nicht verzichten!
Sonnenbrand kenne ich bisher nur von Stachelbeeren, die Jobeeren sind nicht so problematisch.
gut zu wissen!
Alle Beerensträucher haben für Dich den Nachteil, dass die Beerenqualität sehr stark mit der Wasserversorgung zur richtigen Zeit zusammenhängt.
Ein Bewässerungssystem werde ich mir jedenfalls zulegen. Der letzte Sommer hat einiges zu dieser Entscheidung beigetragen ;). Allerdings habe ich gehofft, nicht auch noch ein zweites zu brauchen...

Ach ja, wann wäre denn "die richtige Zeit" für die Bewässerung?
Quitten haben auch einen großen Zierwert. Sie haben mit die schönsten Blüten, die ich kenne, schöne Blätter und wenigstens ein paar Wochen leuchtend gelbe Früchte. Aronias haben eine sehr nette Herbstfärbung, Kulturheidelbeeren eine fantastische Rotfärbung im Herbst. Erstere sind pflegeleicht (wenn sie die Vögel füttern sollen), letztere benötigen sauren Boden, entweder Du kannst einen Wald ausgraben oder du musst neue Rhododendronerde kaufen. Sonst wachsen sie zwar auch, aber das Ergebnis ist unbefriedigend, egal, was die Gartencenter sagen.
Gut zu wissen! Glaubst Du, dass die Heidelbeeren auf meinem Boden was werden würden? Der ist zwar recht sauer, von der Konsistenz her aber alles andere als ein Waldboden!
Eine Mispel schmückt auch, wächst aber gerne in die Breite.
Mispeln könnte ich mir gut vorstellen, werden aber wohl zu groß.
Kornelkirschen kann man auch in Form schneiden, bringen als erste etwas gelb in den Garten, brauchen aber eine zweite Pflanze als Befruchter, wenn man weintaugliche Mengen ernten will.
Meine Erfahrungen mit Kornellkirschen hingegen schreien nicht nach Wiederholung ;)
Wo wohnst Du? Vielleicht kannst Du Dir ja einfach eine schöne Rebe da entlang ziehen. Ostwand ist nicht optimal, aber da können andere mehr sagen.
Ist ein Weinbaugebiet. Das ganze Grundstück war einst ein Weingarten. Das soll irgendwann wieder so werden ;)
Kiwi fällt mir noch ein als Spalier. Die werden aber auch groß und brauchen id.R Befruchter, also zwei Pflanzen, damit habe ich bisher keine Erfahrung ;)
Kiwiwein klingt mir irgendwie zu suspekt :?
Achja, Walderdbeeren als Bodendecker.
Die sind hingegen schon auf meiner Einkausliste, kommen aber woanders hin.

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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von JasonOgg » 24 Januar 2014 08:50

Wahnsinn, so viel Platz hätte ich auch gerne.

Allerdings sind die 20° Gefälle auch nicht von Pappe, da werfen auch kleinere Pflanzen schon mal Schatten.

Auch stellt sich die Frage nach einem Gesamtkonzept (*Bullshit-Bingo*). Habe ich das richtig gelesen, dass aoll auch mal wieder Weinberg werden?

Gibt es Baugebiete in der Nähe, die freuen sich oft, wenn sie etwas Boden loswerden können, damit könnte man die Mulde auffüllen. Wie dick war die Mauer? Das sollte zu Deinen Lebzeiten keine Stabilitätsprobleme mit sich bringen.

Ich denke an der Mauer entlang kann man problemlos Jobeeren oder Himbeeren pflanzen, bei 40m kannst Du bei großzügiger Bepflanzung (Abstand 1,5 bis 2m) mit ein paar Hektoliter Wein rechnen :D
Halbschattig ist in Ordnung, wenn die aber nur Schatten haben, dann bleiben die etwas saurer.

Bei dem pH-Wert des Bodens darfst Du glaube ich alles vergessen, was ich über Rhododendronerde gesagt habe, dass ist ja fast optimal für Kulturheidelbeeren (pH 5 wären denen noch lieber), auch wenn die gerne viel Sonne haben. Wahrscheinlich musst Du den Boden ordentlich auflockern, mit Torf oder Nadelholzrindenmulch aus dem nächsten Wald. Und jedes Jahr den gehäckselten Tannebaum darunter verteilen. (Siehe auch hier (pdf)).

Jobeeren sind lieber bei leicht saurem bis neutralen Böden, aber da kann man mit Gesteinsmehl etwas nachhelfen und die sind nicht so pingelig. Allerdings mögen die keine Trockenphasen.
BlumentoPferde hat geschrieben: wann wäre denn "die richtige Zeit" für die Bewässerung?
Besonders wenn die Beeren wachsen, also Juni-Juli (je nach Erntezeitpunkt). Austrocknen sollten sie nie, aber auch kein Sumpfgebiet haben. Das hört sich jetzt kompliziert an, aber im Grunde sind Jobeeren unempfindlich, es geht um Optimierung ;-)

Walderdbeeren kaufen kann in die Hose gehen, oft schmecken die nicht. Besser wäre es, wenn du bei euch in der Gegend welche finden würdest, die sind bereits für den Boden optimiert. Wenn Du welche kauft, dann gleich richtige, z.B. Florica, die schmeckt ziemlich gut.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr wie richtige Waldhimbeeren schmecken, dass steht zwar immer bei der Sortenbeschreibung dabei, aber ob es stimmt oder eher Wunschdenken ist ... Die Kulturheidelbeeren halten auch keinen Vergleich mit unseren echten Heidelbeeren stand.

Ich habe Herbsthimbeeren, da kann man im Herbst einfach alles abschneiden, es gibt keine Maden und der Erntezeitpunkt fällt nicht mit dem anderer Beeren zusammen. Gelbe schmecken etwas anders, meist intensiver, sehen aber eigentlich falsch aus. Meine Aroma Queen soll nach Waldhimbeeren schmecken, sie ist etwas herber als die "Goldmarie" und wird langsam von ihr verdrängt.

Zu den Apfelbeeren/Aronia noch der Verweis auf einen anderen Thread.
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von Blackbird » 24 Januar 2014 10:50

Von den Maibeeren (Kamtschatica) kann ich nur Abraten. Da habe ich 2 Büsche wegen der Bestäubung, sind zwar selbstvertil aber die Ausbeute soll größer sein. Gelohnt hat sich das bisher nicht, mal ein bis zwei paar handvoll Beeren mehr nicht....
Die Angaben bei dieser Art liegen auch weit auseinander was man so im Netzt lesen kann. Die einen sagen man sollte nicht schneiden, oder es wäre nicht nötig weil sie eh langsam wachsen, die anderen schreiben man soll schneiden um den Wuchs anzuregen und die Beerenbildung... Na ja, ich habe beides schon probiert, mehr Ertrag hatte ich deswegen auch nicht...

Meiner Meinung nach liegt das mehr an der Befruchterarbeit von Hummel+Co, weil diese Art ja die erste ist die im Jahr Beerchen hat (die auch sehr gut schmecken! So eine art Heidelbeeraroma)

Aronia kann ich nur empfehlen, da läßt sich jede Menge leckeres draus machen.
Was evtl noch in Frage käme wäre natürlich Schlehe ! Oder aber auch was ausländisches wie die Japanische Weinbeere...
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Marco

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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von blumentopferde » 24 Januar 2014 12:05

JasonOgg hat geschrieben:
Allerdings sind die 20° Gefälle auch nicht von Pappe, da werfen auch kleinere Pflanzen schon mal Schatten.
Da das Gefälle Richtung Süd-West ist, ist die Beschattung sogar geringer!
Auch stellt sich die Frage nach einem Gesamtkonzept (*Bullshit-Bingo*). Habe ich das richtig gelesen, dass aoll auch mal wieder Weinberg werden?
Das Gesamtkonzept *g* sieht folgendermaßen aus:
Gebüsch entlang der etwas schattigeren Mauer, evtl. den darauf wachsenden wilden Wein gegen eine andere Kletterpflanze ersetzen.
Weinreben auf der Fläche, wobei ich mir bei der Ausrichtung der Zeilen noch nicht sicher bin:
Bei einer O-W-Ausrichtung der Zeilen (also parallel zu den Höhenschichtenlinien) habe ich eine viel bessere Besonnung, aufgrund der Steigung beschatten sich die Reben untereinander fast gar nicht. Allerdings werden die Trauben nur einseitig besonnt und wahrscheinlich wird die Durchlüftung erschwert.
Eine N-S-Ausrichtung hingegen ist neben der 2-Seitigen Besonnung und der besseren Durchlüftung auch vom Arbeitsablauf besser, da ich das Grundstück vom Hangfuß aus begehe. Jedoch ist die Besonnung deutlich schlechter, da die Zeilen sich gegenseitig stark beschatten.
Ich überlege auch, einen Teil des Hanges mit Spalierobst zu bepflanzen, da halte ich die Nord-Süd auszeilung für sinnvoller, da ja im Gegensatz zu den Reben, die eine relativ kleine "Traubenzone" haben, die Früchte am ganzen Baum verteilt sind, und bei der O-W Auszeilung dann die Hälfte der Früchte beschattet wäre...

Die Böschung im Nord-Osten würde sich auch noch für eine Bepflanzung abieten. Da sollte was Trockenheitstolerantes hin, das nicht hoch wächst, um keine Nachbarschaftsstreitigkeiten auszulösen ;)
Gibt es Baugebiete in der Nähe, die freuen sich oft, wenn sie etwas Boden loswerden können, damit könnte man die Mulde auffüllen. Wie dick war die Mauer? Das sollte zu Deinen Lebzeiten keine Stabilitätsprobleme mit sich bringen.
Würde leider nicht funktionieren, da die Mauer am Fuß der Mulde liegt. Ich würde damit die Mauer regelrecht eingraben, und mit ihren vielleicht 30cm Dicke ist sie wohl kaum als Böschungsmauer geeignet....
Ich denke an der Mauer entlang kann man problemlos Jobeeren oder Himbeeren pflanzen, bei 40m kannst Du bei großzügiger Bepflanzung (Abstand 1,5 bis 2m) mit ein paar Hektoliter Wein rechnen :D
Halbschattig ist in Ordnung, wenn die aber nur Schatten haben, dann bleiben die etwas saurer.
Bei dem pH-Wert des Bodens darfst Du glaube ich alles vergessen, was ich über Rhododendronerde gesagt habe, dass ist ja fast optimal für Kulturheidelbeeren (pH 5 wären denen noch lieber), auch wenn die gerne viel Sonne haben. Wahrscheinlich musst Du den Boden ordentlich auflockern, mit Torf oder Nadelholzrindenmulch aus dem nächsten Wald. Und jedes Jahr den gehäckselten Tannebaum darunter verteilen. (Siehe auch hier (pdf)).
Danke für den sehr aufschlussreichen Link!
Jobeeren sind lieber bei leicht saurem bis neutralen Böden, aber da kann man mit Gesteinsmehl etwas nachhelfen und die sind nicht so pingelig. Allerdings mögen die keine Trockenphasen.
BlumentoPferde hat geschrieben: wann wäre denn "die richtige Zeit" für die Bewässerung?
Besonders wenn die Beeren wachsen, also Juni-Juli (je nach Erntezeitpunkt). Austrocknen sollten sie nie, aber auch kein Sumpfgebiet haben. Das hört sich jetzt kompliziert an, aber im Grunde sind Jobeeren unempfindlich, es geht um Optimierung ;-)
Gut zu wissen, danke!
Walderdbeeren kaufen kann in die Hose gehen, oft schmecken die nicht. Besser wäre es, wenn du bei euch in der Gegend welche finden würdest, die sind bereits für den Boden optimiert. Wenn Du welche kauft, dann gleich richtige, z.B. Florica, die schmeckt ziemlich gut.
Ich hatte eigentlich vor Samen zu bestellen. Andererseits wachsen auf dem Grundstück einige Erdbeeren, ich könnte also eigentlich auch diese vermehren!
Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr wie richtige Waldhimbeeren schmecken, dass steht zwar immer bei der Sortenbeschreibung dabei, aber ob es stimmt oder eher Wunschdenken ist ... Die Kulturheidelbeeren halten auch keinen Vergleich mit unseren echten Heidelbeeren stand.
Ich habe schon darüber nachgedacht, einfach in den Wald zu gehen, und mir dort eine Waldhimbeere auszugraben. Das einzige, was mich daran hindert, ist der sehr ungleichmäßige Ertrag dieser Beeren. Da stehen Sträucher nebeneinander, von denen einer reife Beeren hat, der andere Unreife, einer nur winzige Beeren, der andere etwas größere, gemischt mit kleinen etc....
Ich habe Herbsthimbeeren, da kann man im Herbst einfach alles abschneiden, es gibt keine Maden und der Erntezeitpunkt fällt nicht mit dem anderer Beeren zusammen. Gelbe schmecken etwas anders, meist intensiver, sehen aber eigentlich falsch aus. Meine Aroma Queen soll nach Waldhimbeeren schmecken, sie ist etwas herber als die "Goldmarie" und wird langsam von ihr verdrängt.
Also vielleicht doch eine "Zuchthimbeere". Nur wo kann man sowas "probeessen"? :D
Blackbird hat geschrieben:Von den Maibeeren (Kamtschatica) kann ich nur Abraten. Da habe ich 2 Büsche wegen der Bestäubung, sind zwar selbstvertil aber die Ausbeute soll größer sein. Gelohnt hat sich das bisher nicht, mal ein bis zwei paar handvoll Beeren mehr nicht....
Die Angaben bei dieser Art liegen auch weit auseinander was man so im Netzt lesen kann. Die einen sagen man sollte nicht schneiden, oder es wäre nicht nötig weil sie eh langsam wachsen, die anderen schreiben man soll schneiden um den Wuchs anzuregen und die Beerenbildung... Na ja, ich habe beides schon probiert, mehr Ertrag hatte ich deswegen auch nicht...

Meiner Meinung nach liegt das mehr an der Befruchterarbeit von Hummel+Co, weil diese Art ja die erste ist die im Jahr Beerchen hat (die auch sehr gut schmecken! So eine art Heidelbeeraroma)

Aronia kann ich nur empfehlen, da läßt sich jede Menge leckeres draus machen.
Was evtl noch in Frage käme wäre natürlich Schlehe ! Oder aber auch was ausländisches wie die Japanische Weinbeere...

Ich sehe schon, ich werde eine ganze Menge ausprobieren müssen...

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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von JasonOgg » 24 Januar 2014 16:20

blumentopferde hat geschrieben:Da das Gefälle Richtung Süd-West ist, ist die Beschattung sogar geringer!
Ups, dann habe ich die Beschriftung genau falsch herum gelesen.

Probeessen der Himbeeren wäre im Herbst gegangen. Ansonsten warten, bis sie im Frühjahr austreiben, dann buddel ich Dir ein paar aus und schick sie dir, die sollten mit etwas Glück im Herbst tragen.
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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von blumentopferde » 24 Januar 2014 16:44

JasonOgg hat geschrieben:
blumentopferde hat geschrieben: Probeessen der Himbeeren wäre im Herbst gegangen. Ansonsten warten, bis sie im Frühjahr austreiben, dann buddel ich Dir ein paar aus und schick sie dir, die sollten mit etwas Glück im Herbst tragen.
Danke für das Angebot!

Nach einiger Recherche habe ich mich dazu entschlossen, keine Himbeeren zu kaufen, sondern Waldhimbeeren aus Samen zu ziehen. Aus Samen deswegen, weil die Stecklingsvermehrung laut Gartenakademie Rheinland-Pfalz aufgrund der häufig vorhandenen Virus- und Pilzkrankheiten nicht empfohlen wird:
http://www.gartenakademie.rlp.de/Intern ... enDocument

Dadurch verschiebt sich die ganze Sache in den Sommer - aber ich habe ja mit den Reben ohnehin ím Frühling genug zu tun ;)

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Re: Beerenfrüchte für den Garten - Vorschläge gesucht!

Beitrag von blumentopferde » 27 Januar 2014 00:39

Noch eine Frage: Würdet ihr zum Weinmachen eher Stachelbeeren oder Jostabeeren verwenden? Und welche Sorten eignen sich besonders gut? Hat da jemand Erfahrung?

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