Dosage Sekt

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Beitrag von Kurbelwelle » 16 Januar 2013 18:10

Hallo

Ich habe hier 4 Flaschen Schaumwein aus Apfelmost liegen. Der Schaumwein ist was geworden jetzt müsste ich Aufüllen mit Dosage . Wie stellt man die her ? Muss ich Zucker in Wasser lösen und dann Abkochen ? Das ganze muss ja wieder Steril werden ?

kann mir bitte jemand weiterhelfen ?

Grüße

Kurbelwelle

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Beitrag von 420 » 16 Januar 2013 19:57

Lt. Kitzinger Weinbuch Ausgabe 1985 oder auch 1990 steht auf Seite 204:
" Bei herben Sekten oder Diabetikersekten braucht keine Zuckerlösung nachgefüllt zu werden, hier füllt man einfachen oder gleichartigen Wein nach. Das gilt auch für Flaschen, die durch das Enthefen mehr an Flüssigkeit verloren haben..."

Somit wird also mit einer Zuckerlösung (Tiragelikör) nachgesüsst.

Grüße

[Dieser Beitrag wurde am 16.01.2013 - 19:58 von 420 aktualisiert]
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Beitrag von Professore » 16 Januar 2013 20:04

Ich bin kein Spezialist, aber es sollte reichen, den Zucker in kochendem Wasser aufzulösen, das überlebt
keine Hefe. Aktiv kochen muss es nicht.

Gruß

Jochen
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Beitrag von matzl0505 » 16 Januar 2013 21:56

Da braucht überhaupt nichts steril sein, denn du hast sowieso Hefe in deiner Sektflasche. Den bekommst du ja durch das degorgieren nicht 100% hefefrei.

gruß
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Januar 2013 22:05

That's it. Und wehe, deine Flaschen vertragen die maximal 5 bar Überdruck nicht: Dann gibt es Flaschenbomben.
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Beitrag von Kurbelwelle » 17 Januar 2013 10:34

die halten das. Hab Spezielle zur Flaschenvergährung.Vorher sprengts den Kronkorken

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 17 Januar 2013 13:25

Prima.
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Re: Dosage Sekt

Beitrag von InCider » 13 April 2016 19:31

Hi (wer die Einleitung nicht lesen möchte, springe bitte direkt zu MEIN PROBLEM: ;) )!

Also ich stelle Cider her und lasse ihn, damit er sprudelt, noch etwas in der Flasche gären. Bisher war es immer so, dass ich die Flaschen schnell an Freunde, Verwandte und mich selbst natürlich, los geworden bin. :pfeif:
Jetzt habe ich aber das Volumen erhöht und deshalb muss die Hefe aus den Flaschen. Vorher haben eben alle unten nen Finger breit die Hefe drin stehen lassen. Aber damit ist es nunmal kein fertiges Produkt und das juckt mich eh schon länger. :-D
Ich wende das kopfüber Degorgieren an, denn wenn man den Verlust in nem Gärbottich auffängt, kann man daraus noch nen superleckeren Likör machen, das poste ich aber mal woanders, das geht jetzt zu weit.

MEIN PROBLEM:

Ich habe dafür gerade die falsche Hefe drin. Sie verträgt mehr Alkohol, als ich gerade haben möchte und das ist natürlich jetzt ziemlich blöd, denn wenn ich degorgiere und Dosage rein gebe, fangen die Reste ja wieder zu arbeiten an. Kann ich jetzt der Dosage die passende Menge Kaliumpyrosulfit zugeben, nach Wiederverschluss den Rest Hefe rütteln und nochmal degorgieren? Das wäre zwar etwas aufwendig, aber so wie ich das sehe, irgendwie der einzige Weg... mit Hitze sterilisieren und ähnliches kann ich nicht.

Bin offen für Voschläge... :hmm:
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Re: Dosage Sekt

Beitrag von Bahnwein » 13 April 2016 21:06

Warum willst du zwei mal degorgieren? Wenn die Flaschen druckfest sind, beendet doch der entstehende Druck die Gärung. Da spielt die Alkoholtoleranzgrenze der Hefe auch keine Rolle.
Wenn die Flaschen nicht für Flaschengärung geeignet sind, musst du die Gärung natürlich auf andere Art beenden (Konservierungsstoffe) oder halt einen sehr trockenen Schaumwein akzeptieren.

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Re: Dosage Sekt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 13 April 2016 21:47

Richtig. Schwefelung verhindert zudem eine Nachgärung nicht sicher, Pasteurisierung treibt CO2 aus. Such mal hier im Forum nach "Zwangscarbonisierung".
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Re: Dosage Sekt

Beitrag von InCider » 18 April 2016 10:45

Danke! Ich hatte ein falsches Bild vom Schwefel, daher die Idee mit doppelt degorgieren: Einmal, um die Dosage mit Schwefel in die Flasche zu bringen und so die Gärung zu stoppen. Danach nochmal, um den Rest (abgestorbener) Hefe raus zu bekommen. Aber da hab ich mich ja wohl vertan. Ich hab mal eine Flasche geöffnet, um zu abzuschätzen, wie viel Druck drauf ist.
Ich kenne das Argument mit den dünnwandigen Sektflaschen natürlich, meine sind dick. Ich habe also nicht das Bombenproblem. Ich habe leider das Raketenproblem! Die Flasche leert sich beim Öffnen bis zur Hälfte durch den Druck. Ordentlicher Rückstoß und nicht minutenlanges sprudeln, sondern in unter einer Sekunde. Das hatte ich bis jetzt noch nie. Ich kann wohl davon ausgehen, dass ein Teil der explosiven Reaktion daher kommt, dass die Hefe noch aktiv ist und die Flüssigkeit trübt. Aber ich habe irgendwie die Befürchtung, dass selbst am Ende bei klarem Cider so viel Druck drauf ist, dass das Öffnen einer Flasche einem Totalverlust des Inhalts gleich kommt, denn die Flaschen sind ja dicht, wo soll das Gas hin?
Hat jemand Erfahrung mit sowas? Das sind ca. 30 Liter und wenn die Korken fliegen gehen, wäre das ne ziemliche Sauerei und vor allem schade. Noch könnte ich den Cider wohl wieder in der Bottich bekommen und was anderes versuchen, nen Apfelwein ohne CO2 vielleicht. Aber wenn der Druck weiter steigt, wäre das wohl eher eine Schaumparty.
Bei welchem Druck stirbt denn eine Hefe in der Regel? Bestimmt ne Anfängerfrage, aber damit hab ich mich tatsächlich noch nie beschäftigt... :-D Ist das von Sorte zu Sorte unterschiedlich?
Das mit der Zwangscarbonisierung war mir von industriell hergestellten Ciders, etc. geläufig, ist mir persönlich aber zu aufwändig. Ich dachte, es wäre einfach ne schöne Begleiterscheinung, wenn man das irgendwie in der Griff bekommt. Werd ich wohl später auch, aber bei diesem Versuch bin ich nicht sooo sicher. :-D

Grüße!
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Re: Dosage Sekt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 April 2016 21:53

InCider hat geschrieben: Bei welchem Druck stirbt denn eine Hefe in der Regel? Bestimmt ne Anfängerfrage, aber damit hab ich mich tatsächlich noch nie beschäftigt... :-D Ist das von Sorte zu Sorte unterschiedlich?
Sie stirbt nicht, aber die Gärung stoppt wenn ein gewisser Druck erreicht wird. Wie hoch der nun exakt ist, dazu gibt es unterschiedliche Infos... dürfte so im Bereich 7-9 bar liegen (die Druckfässer vertragen bis zu 10 bar).

Wenn es extrem schäumt enthält der Wein eventuell noch zu viele Trübstoffe. Hefe allein hilft eigentlich eher wenig beim CO2-Ausperlen.
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