wie war das nochmal gleich

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Kuli
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wie war das nochmal gleich

Beitrag von Kuli » 26 Januar 2016 19:36

Vor unserem Kurzurlaub Ende Dezember, habe ich die Rotweinballons ruhig gestellt. Die Gärung war nicht sicher beendet.
Nach 8 Tagen habe ich den Wein von der Hefe abgezogen und muß leider feststellen, dass es zwar sehr verhalten aber doch noch nach Gärung aussieht. :o
Mein Plan ist eigentlich die Ballons bis April/Mai stehen zu lassen und dann zu stabilisieren und abzufüllen.
Frage: produziere ich durch diese minimale Gärung unerwünschte Gärungsnebenprodukte :hmm: :hmm: :hmm:
Irgendwo meine ich dies hier im Forum gelesen zu haben :?
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Latemar
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Latemar » 26 Januar 2016 19:44

Hallo Kuli,
Kuli hat geschrieben:habe ich die Rotweinballons ruhig gestellt.
Kalt gestellt? Schwefel?
Spundvoll gelagert?
Restzucker vorhanden?
Säure stabil?

Fragen über Fragen :pfeif:

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Kuli
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Kuli » 27 Januar 2016 22:05

...in den Keller "kalt" getellt und natürlich geschwefelt :)
Bei der letzten Probe (bevor ich den Wein zur Klärung gestellt habe) stimmte Zucker und Säure jedenfalls auf der Zunge ;)
Frage ist wirklich nur ob die schleichende Gärung problematisch ist.
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Latemar » 30 Januar 2016 22:25

Kuli hat geschrieben: Bei der letzten Probe (bevor ich den Wein zur Klärung gestellt habe) stimmte Zucker und Säure jedenfalls auf der Zunge ;)
Frage ist wirklich nur ob die schleichende Gärung problematisch ist.
Was spricht gegen eine Filterung (grob, fein, steril) und abzufüllen?
Wenn Zucker, Säure und Alkohol OK sind, dann ab in die Flasche.
Wer weis, was sich da noch verändert ;-)

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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Kuli » 31 Januar 2016 17:33

Nö der Wein soll unbedingt noch auf der Feinhefe stehen. :mrgreen:
Es sei denn ich produziere unerwünschte Nebenprodukte :?:
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 Januar 2016 18:21

Solange es keine Grobhefe ist :pfeif:
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Kirschwein » 12 Februar 2016 16:53

Hallo,

hast du denn jetzt noch Zucker in deinem Wein?

Falls kein Zucker mehr drin ist, hast du vielleicht eine Michsäure- bzw. malolaktische Gärung... die findet nämlich oft nach der eigentlichen Gärung statt (ich glaube die betreffenden Milchsäure-Bakterien sind aerob), und ist nicht auf Zucker angewiesen, ihr "Treibstoff" ist vielmehr die Äpfelsäure in deinem Wein, die größtenteils zu Milchsäure und CO2 verstoffwechselt wird.

Ich hatte letztes Jahr bei meinem Quittenwein eine "wilde" Milchsäure-Gärung. Hat dem Wein übrigens nicht geschadet, er ist dadurch merklich milder und weicher geworden ;)
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Februar 2016 23:11

Eine Milchsäuregärung kann man auch "mit Zucker" haben, aber insbesondere in so einem Fall sollte man frühzeitig die Reißleine ziehen.
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Kuli » 16 Februar 2016 19:53

an die Milchsäurgärung habe ich ja noch gar nicht gedacht :oops:
Eigentlich bin ich von einer schleppenden/verhaltene Gärung ausgegangen. Für die letzten 3 Tage wollte ich die Ballons nicht in "Auftrag" geben und habe geschwefelt, nach dem 8tägigen Urlaub habe ich den Wein abgezogen und dann fing er halt wieder an verhalten zu gären.
Inzwischen haben die Hefen ihre Arbeit eingestellt, ich denke das nun alles gut ist :roll:

Habe gerade noch mal über die Milchsäuregärung gelesen wenn ich das richtig verstanden habe, mögen die Milchsäurebakterien keine hohen Alkoholkonzentrationen. :?:
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Re: wie war das nochmal gleich

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Februar 2016 20:43

In der Sippschaft gibt es auch Stämme mit sehr hoher Alkoholtoleranz. Lactobacillus trichods verträgt angeblich 20% (!).
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