Welches waren eure Favoriten, bevor....

Pflaumen-august
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Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Pflaumen-august » 05 November 2015 03:43

Hallöchen,

Als Neuling und neuerdings bekennender Weinliebhaber eigener Herstellung, möchte ich mal eine/mehrere Frage(n) in den Raum werfen.

Was hat euch eigentlich dazu bewegt, selbst Wein für den Eigenbedarf herzustellen?

Bei mir war es so diese Enttäuschung beim Kauf eines Weines, der dann den etikettierten Versprechungen nicht gerecht wurde.
Das andere Argument ist natürlich der Überschuss an Früchten/Beeren aus (Nachbars) Garten :mrgreen: Diese verkommen oder den Vögeln zu überlassen, verbietet sich...


Die besten gekauften Weine trank ich in Holland und England (gekauft in Spezialläden), diese kamen meißt aus Chile oder Argentinien, waren fruchtig, süffig...rein und wenig verschnitten.
Ich vermisse dies bei vielen Weinen, die es bei uns zu kaufen gibt, ich will eine dominante Note im Wein, genau von der Frucht...die den Saft zu Wein werden lässt :)

lg
Pflaumen-August

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openminded
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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von openminded » 05 November 2015 09:54

Servus,

bei mir war der Hauptbeweggrund der Spaß am selber machen. Ein selbst gepflückter Apfel ist was anderes als Supermarktware. Ein selbst gefangener Fisch etwas anderes als gekauftes Filet vom Händler usw. Das macht einfach Spaß.

Außerdem habe ich beim Probieren gekaufter Fruchtweine festgestellt, dass diese gar nicht schlecht sein müssten, nur durch die Bank weg mit einer Überdosis Zucker zu Weinsirup gemacht wurden. Dann mache ich mir halt meine trockenen Weine selber.

Dass meine Eltern einen Kleingarten haben ist natürlich auch sehr praktisch.

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Kuli
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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Kuli » 05 November 2015 18:07

Bei mir war es der Traubenüberschuß.
Dann hatte der Naschgarten keine Abnehmer mehr, die Nachbarn hatten das gleiche Problem und dann lockten die tollen Rezepte des Forums und ganz schnell kamen zu den anfänglichen 5l Ballons Gärbottiche und größere Ballons und noch größere....... :pfeif:
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von 420 » 05 November 2015 18:21

Hier Klick waren meine Beweggründe.

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Onza » 05 November 2015 18:41

Mir ging es im Grunde wie den Anderen:

Freude an der Verarbeitung eigener Ernte
Freude an der "Selbstherstellung"
Überschuss an Früchten im eigenen Garten

Konkret war es in diesem Sommer der Johannisbeerstrauch im eigenen Garten, sowie die überreiche Ernte der Roten Traube.

Früher habe ich gerne Weißwein getrunken (in den 90zigern), später mehr den trockenen Roten. Fruchtweine kannte ich nur vom Hörensagen. Bis heute kann ich berichten, dass mir Fruchtweine deutlich besser schmecken, als viele klassische Weine. Was mich stört ist lediglich der hohe Alkoholgehalt und die Aromenintensität. Wer normale Weine mag wird von der Intensität der Fruchtweine erschlagen. Aber wir haben ja Möglichkeiten.....

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von 420 » 05 November 2015 19:05

Onza hat geschrieben:...Was mich stört ist lediglich der hohe Alkoholgehalt und die Aromenintensität. Wer normale Weine mag wird von der Intensität der Fruchtweine erschlagen. Aber wir haben ja Möglichkeiten.....

Deshalb kam meine Produktion ins stocken. Aber durch das Forum filtere ich nun und meine Weine haben Restsüße mit ca. 11 % Alkohol. Halt so, wie ich es haben möchte.

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Metinchen » 06 November 2015 08:50

Meine Beweggründe waren ähnlich. Zuviel Obst, zuwenig Marmeladen Verbrauch. Marmelade mögen wir nicht wirklich.
Vor vielen Jahren durfte ich mal einen selbstgemachten Met probieren und war angefixt. Auf einem Trödelmarkt habe ich dann einen Ballon erstanden und mit einfachsten Mitteln meinen ersten Met gemacht. Da ich nicht gerade aus einer Weinbaugegend komme war es schon schwierig an Reinzuchthefe zu kommen und nein, Internet hatte ich noch nicht. Es war Herbst also hatte ich eine Flasche Federweißen (mit dem Gedanken, da ist eine Gärung also ist da Hefe drin) aus dem Supermarkt dazugegeben.
Das habe ich ein paar mal so gemacht. Dann war ein paar Jahre Ruhe.
Dann zogen wir in ein Haus mit Garten. Im Herbst war der Schrank voller Marmelde, im Frühjahr war es nur unwesentlich weniger. Zwischenzeitlich hatte ich auch schon mal den ein oder anderen Fruchtwein auf den aufkommenden Mittelaltermärkten probiert und für gut befunden :pfeif: . Naja besser als die meisten Traubenweine. In einer Ecke stand ja auch immer noch der Ballon dekorativ herum. Internet hatte ich mittlerweile auch. Schnell habe ich die Seite des Fruchtweinkellers gefunden und verschlungen, ein paar andere Seiten ebenfalls (aber keine andere hat es bis in meine Favoritenliste geschafft ;) ).
Ein weiterer Grund ist; ich liebe es im Wald Beeren zu sammeln, es gibt nicht viele Tätigkeiten die auf mich ähnlich entspannend wirken.
Auch heute trinke ich gelegentlich gerne ein Glas gekauften Wein. Da bevorzuge ich heute wie damals einen kräftigen roten Spanier (gerne auch aus dem Eichenfass) oder einen guten deutschen Riesling, Sachen mit Geschmack halt.
Allerdings vermeide ich es bis heute, von Nachbarn und Bekannten deren Obstüberschüsse anzunehmen. Meist sage ich dann; mach mal selber, ich zeige Dir auch wie es geht und begleite Dich dabei. Aber nein, meist stellen sie es sich eher so vor; Ich soll das Überschüssige Obst ernten (welches sonst vergammelt), den Wein machen (ihr wißt alle das der Arbeitsaufwand nicht unerheblich ist) und mindestens die Hälfte der Flaschen fertig wieder abgeben 8-! . Nee, so ganz nebenbei muß ich auch noch ein bißchen Arbeiten gehen und ein Hobby darf nicht in Stress ausarten.
Optimisten leiden ohne zu klagen, Pessimisten klagen ohne zu leiden!

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Onza » 06 November 2015 09:51

.... und die Hälfte der Flaschen abgeben. Nett formuliert. Ja, klingt bekannt.

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 November 2015 23:23

Was hat euch eigentlich dazu bewegt, selbst Wein für den Eigenbedarf herzustellen?
Berufliches Interesse an Hefe und privates Interesse an wohlschmeckendem Wein :mrgreen:
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Flowie91 » 07 November 2015 08:09

Angefangen hat es damit, dass es mal bei Bekannten selbstgemachten Met gab. Relativ dünn, vielleicht 7-9% vol. und ungefiltert.

Klingt nicht so toll, oder?

Aber ich war damals so begeistert davon, dass man so etwas selbst machen kann, dass ich mich ca 3 Monate intensivst in das Thema reingelesen hab (ich fand zum Glück recht schnell dieses Forum und die HP) und danach hab ich mir ne Grundausstattung gekauft und einfach mal angefangen.

Das Ergebnis war zwar nicht so gut wie meine heutigen Weine, aber mich hat es überzeugt. Der Pulcino Filter kam nicht mal 4 Monate nach dem Anfang :D

Seit dem bin ich wohl jeden Tag irgendwie damit beschäftigt mich weiter zu bilden, aus Fehlern zu lernen und natürlich auch kleine und größere Erfolge zu feiern.

Und Heute ist es neben meinem kleinen Geschäft rund um Frucht und Honigweine immer noch der Spaß an der Arbeit und das herumexperimentieren, das probieren, auf die Schn$#*e fallen und neu versuchen.

Und das Weintrinken :D
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Tompson » 07 November 2015 16:59

Angfangen hat alles damit, daß wir als 15-jährige auf dem Moped einen 10-Liter-Ballon Hagebutterwein über knapp 80km mit zum Zelten genommen haben und abends nach ordentlicher Wanderung (wir hatten uns verlaufen) vertilgt haben. Nie wieder hatte ich solche Kopfschmerzen und ich kann mich auch nicht erinnern, jemals wieder so ordentlich das Innere nach au ... naja. :-x

13 Jahre später hatte ich ein eigenes Haus, einen riesigen Kirschbaum und Großvaters antiquierte Gerätschaften vom elterlichen Dachboden. Dazu die Internetseite "Weinmachen ganz einfach" (oder so ähnlich). Auch den Fruchtweinkeller - noch ohne Forum - habe ich mir angeschaut und dem Eigner einen ordentlichen Vogel attestiert (sorry Andreas ;-) ). Wollte ja Wein machen und kein Diplom erwerben. Als der Kirschwein die 18% Marke geknackt hatte, bin ich mit dem Inhaber des Vogels ins Gespräch gekommen, habe mir den Inhalt des Forums dann doch mal reingezogen und in meinem 3.Weinjahr kam das Forum dazu und die Weinerei erst richtig in Fahrt. :lol:
(kurz geraffte Version)
Oak ne jechn!

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Re: Welches waren eure Favoriten, bevor....

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 November 2015 22:38

Wo kommt das Piepen her??
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
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