Wein aus dem Steinfass

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Fruchtweinkeller
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Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 Juli 2015 16:31

Ist ja nicht so, dass den Marketingmenschen nicht neues mehr einfällt: Wein aus dem Steinfass muss ins Glas:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... er-Tropfen

Man beachte das Bild: Das Steinfass ruht auf einem hölzernen Podest mit hübscher "Unterbodenbeleuchtung". Mich erinnert das ja ein wenig an ein verunglücktes Autotuning... Ja, so lässt sich der Wein bestimmt für doppelt so teuer verkaufen :mrgreen:

Und jetzt sage ich besser nichts mehr dazu :-x
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Nathea
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Nathea » 19 Juli 2015 16:46

Die mitabgefüllte Hefe trübt dabei zwar die Flüssigkeit, nicht aber das Geschmackserlebnis. Im Gegenteil: Der Wein wird dadurch weicher. Wer trotzdem die klare Variante bevorzugt, kann den Wein trinken, ohne ihn aufzuschütteln, denn die Hefe setzt sich am Boden der Flasche ab.
Na, wer's mag ...

Ich bevorzuge eher klare Weine, die nicht nach Hefe schmecken. Ist aber interessant, welche Gags sich die Herren Winzer einfallen lassen, um ihre ansonsten womöglich "farblosen" Stöffchen an Mann oder Frau zu bringen.

Viele Grüße,
Sylvia

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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Flowie91 » 19 Juli 2015 17:06

Naja ich schätze mal eher dass von den Feinhefen die Rede ist. Und nirgends steht, dass der Wein nach Hefe schmeckt. Eine gut Gewürze Suppe schmeckt ja auch nicht nach Salz obwohl enthalten ;) Viele Rotweine werden nicht gefiltert und enthalten dadurch auch sicherlich noch die ein oder andere Hefe welche sich zusammen mit anderen Trübstoffen als Depot in der Fläche ansetzten. Wobei dieses dann in der Regel nicht mit aufgewirbelt wird wenn ausgeschenkt wird..

Ansonsten zum Stein-Wein:
Sicherlich ist da auch der Marketing Effekt Sinn der Sache, aber vielleicht sollte man erst mal probiert haben bevor man zu vorschnell urteilt. Mich würde er auf jeden Fall interessieren. Kostet aber sicherlich auch etwas ;)
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 Juli 2015 22:25

Na, wenn das wie beschrieben optisch trüb ist, so ist das ein wenig mehr als Feinhefe...

Was mich an dem Marketing stört: Wir haben eine helle Traube, die per Maische vergoren wird, wir haben einen trüben Wein. Natürlich schmeckt das völlig anders als ein "gewohnter" Wein. Und er würde auch anders schmecken, wenn er im Stahlfass vor sich hin blubbern würde. Wie soll ich als Kunde beurteilen können, welchen "Anteil" das Steinfass am Geschmacksbild tatsächlich hat?
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Professore » 20 Juli 2015 20:40

Nun ja, die Süddeutsche war auch schon mal besser.

Mit dem Adjektiv straff kann ich jetzt keinen Geruch verbinden. Vielleicht ist
ja adstringierend gemeint :schlecht:

Interessant finde ich diesen Ansatz:
Süddeutsche hat geschrieben:»Im Gegensatz zum dichten Granit ist Basalt sehr feinporig. Dadurch schmeckt auch der Wein feiner«

Aha, feine Poren, feiner Geschmack. Keine Poren...?

Gerne hätte ich ich mal nach dem Preis gesehen. Leider gibt es unter dem Link
"Bestellung über den Onlineshop" keinen Shop (oder ich war zu blöd ihn zu finden)

Gruß

Jochen
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Metinchen » 21 Juli 2015 09:36

Und was bedeutet das nun für uns Fruchtweinhersteller?
Für einen Holzfassgeschmack arbeiten wir mit Eichenchips....
werden wir nun demnächst Steine zum Wein geben 8-! :lol: ....
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von d3luxee » 21 Juli 2015 13:21

Metinchen hat geschrieben:Und was bedeutet das nun für uns Fruchtweinhersteller?
Für einen Holzfassgeschmack arbeiten wir mit Eichenchips....
werden wir nun demnächst Steine zum Wein geben 8-! :lol: ....
Also ich weiß jetzt womit ich das fehlende Volumen beim spundvollen lagern ausgleiche. :D
Muss demnächst mal wieder an den Rhein da gibt es Steine aller Art, vielleicht finde ich Ytong Steine die bestehen ja fast nur aus Poren :lol:

Aber Spaß bei Seite, ich kann mir nur schwer vorstellen das der Stein groß Geschmack abgibt. Außer vielleicht durch Stoffe eines vorher darin gelagerten Wein... Denn Poren tief rein ist schwer zu erreichen wurde ich behaupten.

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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Juli 2015 20:58

MW ist Basalt nicht unbedingt säurefest....?
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Professore » 21 Juli 2015 22:13

Fruchtweinkeller hat geschrieben:MW ist Basalt nicht unbedingt säurefest....?
Und wie war das mit den Lavaböden...

Dass der Wein anders schmeckt, wenn er längere Zeit mit Stein in Berührung
kommt, kann ich mir schon vorstellen.

Gruß

Jochen
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von 420 » 17 November 2015 10:33

STEINFASS hat geschrieben:... Du wirst den Unterschied schmecken und sicher begeistert sein! Das NATURSTEINFASS ist ein sehr effektives "Werkzeug" im Keller!
VIele Grüße
Josef
Mag sein, mag nicht sein. Für uns Hobbyisten kaum machbar, da so ein Fass viel zu schwer ist. Andere Variante wäre dann Amphorenwein, wobei das Gefäß im Boden eingelassen werden muss. Dies ist auch nicht so einfach machbar (zu kleine Mengen, Platz, keine Gegenfinanzierung - da Hobby...).

Persönlich finde ich es gut, dass man immer wieder etwas Neues und auch Altes testet. Die Frage die bei mir auftritt ist nur, warum wird in der Weinwelt fast ausschließlich von Wein aus Trauben geredet? So kenne ich Fruchtweine, die schlagen Weine, die um die 15 - 20 Euro pro Flasche kosten, um Längen. Es geht häufig nur um ..... Geld.

VG
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von Fruchtweinkeller » 17 November 2015 11:45

Habe einen Beitrag gelöscht wegen Eigenwerbung.

Eigenwerbung ist hier ausdrücklich unerwünscht, bitte die Forenregeln beachten! Danke.
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Re: Wein aus dem Steinfass

Beitrag von STEINFASS » 17 November 2015 14:10

420 hat geschrieben:
STEINFASS hat geschrieben:... Du wirst den Unterschied schmecken und sicher begeistert sein! Das NATURSTEINFASS ist ein sehr effektives "Werkzeug" im Keller!
VIele Grüße
Josef
Mag sein, mag nicht sein. Für uns Hobbyisten kaum machbar, da so ein Fass viel zu schwer ist. Andere Variante wäre dann Amphorenwein, wobei das Gefäß im Boden eingelassen werden muss. Dies ist auch nicht so einfach machbar (zu kleine Mengen, Platz, keine Gegenfinanzierung - da Hobby...).

Persönlich finde ich es gut, dass man immer wieder etwas Neues und auch Altes testet. Die Frage die bei mir auftritt ist nur, warum wird in der Weinwelt fast ausschließlich von Wein aus Trauben geredet? So kenne ich Fruchtweine, die schlagen Weine, die um die 15 - 20 Euro pro Flasche kosten, um Längen. Es geht häufig nur um ..... Geld.

VG
Doch, auch für Hobbyisten machbar! Ich komme gerade von einem Pressetermin mit dem Gartenbauverein Heining-Neustift, Stadt Passau e.V. - die machen Most im 50 Liter NATURSTEINFASS! Für noch kleinere Mengen haben wir auch ein 5 Liter Fass - hier funktioniert's genau so!

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