Orange Wines und Amphorenweine

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Traubenstolz » 02 März 2014 08:51

Nein, die Beeren waren vollreife, ausgesuchte und unbeschädigte Beeren der selben Ernte und wurden gleich der Gärung mit zugegeben und im Wein belassen. In Neustadt habe ich in einem Vortrag auch erfahren, dass die Aromen vor allem in den Beerenhäuten sitzen. Das ist wohl der Grund für diese Vorgangsweise. Bei dieser Gelegenheit kann ich auch noch ergänzen, dass die Aromen im Weinberg in den Beerenhäuten durch Licht gefördert werden, aber durch Hitze eher vermindert werden. D.h. die Traubenzone sollte zwar entblättert werden, aber nur moderat, so dass die Sonne die Trauben nicht zu sehr erwärmt. Eine Maischestandzeit in der Folge bringt diese Aromen dann vermehrt in den Wein.

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 02 März 2014 22:45

Also Maischegärung mit einem gewissen Prozentsatz ganzer Trauben, oder war es eine Saftgärung?

Danke für den Tipp, übrigens!

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Traubenstolz » 03 März 2014 10:29

Bei dem Silvaner dem Amphorenwein aus Veitshöchheim war es, wenn ich mich recht erinnere eine Maischegärung. Man sollte sich doch Notizen bei so einem Event machen, aber wenn es Dich interessiert kann ich mich kundig machen. Bei dem 2. beschriebenen Wein, dem Chardonnay war es eine Saftgärung mit einem gewissen Anteil an unbeschädigten Beeren, nicht Trauben.

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 03 März 2014 12:28

Danke
Traubenstolz hat geschrieben: aber wenn es Dich interessiert kann ich mich kundig machen.
Danke, nicht nötig! Deine Ausführungen reichen mir vollkommen aus!

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 03 März 2014 21:49

Ich bin in einem anderen Forum auf Kohlensäuremaischung gestoßen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlens%C3%A4uremaischung

Dabei werden ganze Trauben unter Luftabschluss vergoren. Es gibt auch ein Mischverfahren, wo ganze Trauben (nicht Beeren) in die Maische geworfen werden. Möglicherweise wollte man mit den unverletzten Beeren genau diesen Effekt erzielen!

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 März 2014 22:19

Du willst Rotweine mit weniger Tannin machen und Weißweine mit mehr Tannin? Du willst Rotweine reduktiv vergären, Weißweine oxidativ? Ja, man kann viel machen, aber
Ich hat geschrieben:Bevor du dich in Abenteuer stürzt solltest du erst einmal "richtige" Erfahrung sammeln, nicht nur mit einem Miniflaschenansatz
Zur Macération carbonique gibt es auch einiges hier im Forum.
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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 03 März 2014 22:32

Im Moment möchte ich einfach nur das Thema "Orange Wines" diskutieren ;)

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 März 2014 22:40

Dann bleib doch beim Thema :pfeif:
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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Traubenstolz » 04 März 2014 13:58

Ist er denn nicht beim Thema?

Ich habe einen Artikel im Netz gefunden, in dem auch der von mir beschriebene Amphorenwein aus Veitshöchheim beschrieben ist. Vielleicht interessiert Dich, Alexander der Artikel und er passt auf jeden Fall zum Thema.

http://www.prowein.de/cgi-bin/md_prowei ... e_number=1

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 04 März 2014 16:22

Danke, ist sehr interessant!
Auch interessant, zu sehen, dass die Amphoren im Keller in Erde eingeschüttet lagern. Was da wohl der Grund dafür ist? Wohl nur die gleichmäßigere Temperatur, was anderes fällt mir nicht dazu ein...

Das reinigen stelle ich mir aber als ein Gräuel vor, insbesondere bei den dünnhalsigen Exemplaren...

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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von Fruchtweinkeller » 04 März 2014 18:23

Traubenstolz hat geschrieben:Ist er denn nicht beim Thema?
Ich weiß nicht wo er war, ich bei dem Thema was er vorgegeben hat: MC. Irgendwie hatte ich nicht den Eindruck dass eine Antwort dazu nicht erwünscht ist, da kann ich mir einen entsprechenden Kommentar nicht verkneifen :mrgreen:

Und nein, das Folgende soll kein blöder Kommentar sein, sondern ein wohlgemeinter Rat: Blumenpferdeerde, mach dir klar was bei jedem Schritt passiert. Dann wird dir beispielsweise klar dass die einen "ganzen" Beeren wenig mit den anderen "ganzen" Beeren zu tun haben können. Überlegung sollte schon vor Aktionismus einsetzten, nicht erst hinterher.
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Re: Orange Wines und Amphorenweine

Beitrag von blumentopferde » 05 März 2014 18:53

@Fruchtweinkeller
1. Ich habe nicht vor, innerhalb der nächsten Jahre eine macération carbonique zu wagen, anschneiden möchte ich das Thema dennoch. Hätte ich dies vorgehabt, hätte ich dazu einen eigenen Thread im passenden Unterforum gestartet

2. Du meinst also, ganze Beeren in den Saft zu werfen, kann nichts mit einer carbonique zu tun haben.
Ganz habe ich den Prozess nicht verstanden. Soweit ich aber verstanden habe, werden bei der "reinen" macération carbonique ganze Trauben (nicht Beeren) unter Sauerstoffabschluss und ohne Zugabe von Hefe vergoren und nach Abschluss dieses Gärungsprozesses mit Hefe weitervergoren. Wobei mir nicht klar ist, warum es ganze Trauben sein müssen.

Und bei einer macération semi-carbonique ganze Trauben in die Maische gegeben, wo durch die Kohlensäureentwicklung ein Sauerstoffabschluss entsteht, und die Kohlensäuremaischung somit innerhalb der normalen Maische (theoretisch also auch innerhalb des Mostes bei einer Saftgärung) stattfinden kann. Im Fall des von Traubenstolz beschriebenen Orange Wine sehe ich als einzigen Hinderungsgrund für eine macération semi-carbonique, dass die Beeren an den Stellen, wo sie von den Stielen abgetrennt wurden, Verletzungen aufweisen, wo Hefe eindringen kann, die dort eine normale Gärung verursachen würde. Wenn aber die Stiele noch dran waren, dann müsste, meinem Verständnis nach, eine macération semi-carbonique möglich gewesen sein.

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