Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von See » 10 September 2010 08:41

Moin zusammen,

habe den ein oder anderen Weinstock, der mehr als einen Haupttrieb hat. Dabei gibt es hier doch auch soetwas wie Konkurrenztriebe und ne Saftwaage oder?

Z.B. hat der größte Stock einen kleineren und einen dickeren Haupttrieb. Der dicke hängt voll bis unters Dach und der kleinere hat keine einzige Frucht. Weinstöcke mit 3 oder mehr Haupttrieben haben komplett garkeine Trauben!
Hat das damit was zu tun?

Würde nächstes Jahr alle derartigen "Verschnitte" entfernen und die Stöcke neu aufbauen mit einem haupttrieb usw... Was meint ihr??

viele Grüße

vom See

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von Dreizehn » 10 September 2010 13:13

Zu Erziehungs- und Schnittfragen gibt es fast alle Antworten im Forum. Bemüh’ doch zunächst mal die Suche und lies Dich schlau; wenn dann noch was unklar sein sollte, wirst Du mit Sicherheit hilfreiche Antworten erhalten.

Grüße, Dreizehn

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von See » 10 September 2010 13:50

hi,
die suche hatte ich schon versucht. ohne erfolg. falls du da einen passenden beitrag hast?

die normalen schnitt-/erziehungsmaßnahmen sind mir geläufig, jedoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich die stämme absägen soll oder nicht...

grüße

see

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von Dreizehn » 10 September 2010 13:57

See hat geschrieben: ... die stämme absägen soll oder nicht ...
Stämme absägen?
Verstehe ich so nicht. Bitte Bilder einstellen und daran erläutern, was Du meinst.

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von See » 13 September 2010 11:08

hi,
anbei ein foto.

so sehen viele der stöcke aus. teilweise kommen auch nur zwei haupttriebe/stämme aus dem boden.. aber ich bin der Meinung, dass da max 1 stehen darf.



grüße

see

[Dieser Beitrag wurde am 13.09.2010 - 11:09 von See aktualisiert]

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von fibroin » 13 September 2010 11:19

Ist der Stock von einem Winzer oder von einem Leien so erzogen worden. Das ist ziemlich ungewöhnlich, Vielleicht war es ein Versuch. Kannst du den Pflanzer ermitteln?
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von matzl0505 » 13 September 2010 11:19

Richtig, da gehören zwei Stämme weg.
Allerdings wird das die Rebe massiv schädigen.
Warte mal ab, was Dreizehn dazu sagt.

gruß
Marius

Edith meint:
Wenn das einer der Weinstöcke ist, die du umpflanzen willst, dann lass es. Mit denen wirst du so schnell nicht mehr froh.

[Dieser Beitrag wurde am 13.09.2010 - 11:20 von matzl0505 aktualisiert]
Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


Es gibt 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen und die, die es nicht verstehen.


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Beitrag von See » 13 September 2010 11:58

moin,
der "meister" war der vorbesitzer und ganz sicher kein winzer.. der hat die einfach wachsen lassen, denke ich!

Die Stöcke die umgepflanzt werden sollen, sehen ähnlich (2 Stämme) aus, aber das ist der schlimmste!

An dem Foto trägt der linke Trieb am meisten, aber auch der Rest hat was dranhängen...

wenn ich schneide, würde ich nur die dünnsten triebe absägen.....

sobald das laub fällt würde ich einfach mal alle stöcke fotografieren und vielleicht kann man dann eine schnittanleitung entwickeln...

grüße

See

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Weinstock mit 3 Haupttrieben?!?!?! Schnittfrage

Beitrag von matzl0505 » 13 September 2010 12:15

Ja ich denke das ist machbar mit der Schnittanleitung.
Ich denke erstes Ziel sollte dann sein, Ordnung in die Stöcke zu bringen.

gruß
Marius
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Beitrag von Dreizehn » 13 September 2010 15:08

Ja, und bis dahin muss klar sein, welche (End)Erziehungsform die Stöcke haben sollen.

Bei der gezeigten mehrstämmigen Rebe scheint es sich um eine wurzelechte Pflanze zu handeln, vielleicht 10–20 Jahre alt. Umsetzen wird schon irgendwie gehen, wenn es gelingen sollte, Wurzeln von etwa 0,5 m Länge zu erhalten. Wenn man dann alles überflüssige Holz wegschneiden würde und dem Rebentorso nach dem Einpflanzen höchstens 3 Augen für den neuen Austrieb lassen würde, käme der wahrscheinlich wieder in die Gänge.

Nur: der Stock wäre nicht viel besser dran als eine neu gesetzte Wurzelrebe; falls er gut angehen sollte, kann man zwar im 2. Jahr schon etwas Ertrag anschneiden. Falls er gut angeht. Dazu kommt die Frage, ob einem die Sorte geschmacklich und gärtnerisch zusagt.

Mein Vorschlag, falls Platz vorhanden ist: das Umsetzen Ende März/Anfang April versuchen. parallel dazu Stecklinge schneiden und einen Bewurzelungsversuch starten. Propfwurzelreben der richtigen Sorte kaufen und pflanzen.


Grüße, Dreizehn



PS. Wir (2 Rebenfreunde und ich) haben erfolgreich etwa 6-jährige Solaris-Stöcke umgesetzt, an unterschiedlichen Standorten. Völlig ohne Ausfälle. Die hatten aber alle einen Stamm mit Kopf, es musste also kein altes Holz abgesägt werden (und sie waren eben nicht so alt).

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