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Beitrag von Dreizehn » 17 September 2006 10:22

Tom hat geschrieben: leider habe ich zu hause nicht die möglichkeit die reben in einen boden zu pflanzen. deshalb die kübel-variante.
Ok, trotzdem würde ich mir eine Alternative zur Keller-Variante überlegen. Deine Topfreben haben noch Laub und assimilieren jetzt noch zur Bildung von Reservestoffen, die zum Austrieb im kommenden Frühjahr dringend gebraucht werden; sie benötigen also noch Licht und angepasste Temperaturen. Keller sind für die Überwinterung fast immer zu warm. Reben treiben aus ab 13°C Boden- und 7,5°C Lufttemperatur, die Werte werden in den meisten Kellern überschritten; Du hättest also irgendwann einen zeitlich völlig daneben liegenden Austrieb, die Pflanzen würden „vergeilen“. Wenn der z.B. im Februar (geschätzte Annahme) losginge, wirst Du die Reben nicht über die Runden bringen. Das ist nur ein Hinweis, selbstverständlich kannst Du es so machen, wie es Dir recht ist.

Grüße, Dreizehn

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Birgit
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Beitrag von Birgit » 17 September 2006 10:37

Muß ich dreizehn beipflichten:

Ich würde die Reben im Kübel draußen überwintern und und wie Kübelrosen behandeln. Es gibt viele Möglichkeiten den Kübel einzupacken und die Pflanzen zu schattieren. Im Keller überwintern sollte man nur wenn dieser sehr niedrige konstante Temperaturen und eine gute Luftfeuchtigkeit hat.

Gruß Birgit
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Tom
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Beitrag von Tom » 17 September 2006 11:20

hallo!

natürlich ist mir das alles bekannt was ihr da schreibt. die reben stehen derzeit in voller südlage und geniesen den rest des spätsommers.
ich habe nun die wahl zw. -17°C im freien unterm balkon der wohnung über mir oder meinem keller mit 0 - +8°C.

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Birgit
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Beitrag von Birgit » 17 September 2006 11:25

Da Reben bei meiner Mutter problemslos solche Minustemperaturen überstehen würde ich den Kübel verpacken und draußen überwintern.

Gruß Birgit
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Beitrag von Tompson » 17 September 2006 13:55

Danke für die Beiträge, ich habe auch so einen Kübel und wollte den in der Garage überwintern lassen. Temperaturen etwas wärmer als draußen aber nicht ganz so frostig eben...
Gedanken wegen der Dunkelheit hatte ich mir gemacht...
Ich werde ihn gründlich mit Laub und Reisig einpacken und schauen, was passiert.

Habe übrigens noch eine Frage dazu, kann aber erst morgen ans Bild heran...
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Beitrag von Birgit » 17 September 2006 15:08

Aber darauf achten das das Laub tocken ist. Ich hab mal mit zu nassem Laub einen Rosenhochstab getötet, war alles total verschimmelt. Seit dem nehme ich Styroporflocken.

Gruß Birgit
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Beitrag von Dreizehn » 17 September 2006 15:12

Tom hat geschrieben: natürlich ist mir das alles bekannt was ihr da schreibt...
Nun, dann werde ich mich zukünftig mal etwas zurückhalten.

@Tompson,
einfach den Kübel in den Boden einbuddeln. So hast Du die Pufferwirkung des Bodens. Oben mit Laub/Reisig abdecken, locker und trocken, wie Birgit schreibt, und gut ist.

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Beitrag von Tom » 17 September 2006 21:15

hallo!

@13, nee nee, halt dich nicht zurück. deine beiträge helfen mir mich immer wieder zu erinnern. schreib bitte weiter frei von der leber weg.


habe gegooglet und eine beschreibung für´s "einschlagen" der kübel gefunden. werde mir das material besorgen und es dann so machen. :shock:

[Dieser Beitrag wurde am 17.09.2006 - 21:16 von Tom aktualisiert]

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Beitrag von novalis » 18 September 2006 02:05

Hallo ihr von der Sonne des Lebens beschienenden :)

Ich bin "ein bißchen" :D neidisch, das ihr soooooooooooo grosse und sooooooo viele Trauben
habt.

Na, gut meine meisten Reben sind ja neu, 1-2 Jahre,
aber auch die paar alten Tafeltraubenreben,die trotz des sehr späten Austriebes Trauben bildeten,
sind fast alle beim ewigen Regen hier (6-7 Wochen!)verrieselt. :( :|
Nur die ganz kleinen Beeren, des "Leon Millot" und des "Triumph aus dem Elsass" sind überhaupt vorhanden. ALLE anderen sind verschwunden! -sofern vorhanden. ?-| :schlecht:

@ Dreizehn (u.a.)
vielen Dank noch mal, das Du uns immer an Deinen
Wissen teilhaben läßt. Die Fotos mit dem "Falschen
Mehltau fand ich sehr interessant.
Glaub d e n kenne ich noch nicht...und das ist gut
so. Nur dafür habe ich immer doppelt soviel "Echten Mehltau" Befall.
Seltamer Weise dieses Jahr eher weniger, als letztes, obwohl es eindeutig mehr
geschüttet (schon nicht mehr geregnet) hat, als die
letzten Jahre.
Hat jemand dafür eine Erklärung?


Aber ein Gutes hat das extrem rauhe Regionalklima hier,....
ich habe bisher 3 Wespen (insg.!) in diesen Jahr
gesehen!. Waren das nicht diese gelbliche Dinger....?? :D :D :) ;) 8-)

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Beitrag von Dreizehn » 18 September 2006 08:09

Echter Mehltau (Oidium) hat’s nicht mit dem Regenwetter.

Tageshitze und taufeuchte Nächte in Verbindung mit dichten,
schlecht durchlüfteten Laubwänden bieten die optimalen
Infektionsbedingungen für diesen Schadpilz.

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Beitrag von Tompson » 18 September 2006 08:37

So, erstmal die ganz alte Frage.
Bislang dachte ich, der Herbst rückt ja nun näher und die Blätter der roten Reben werden halt rot. :?:
Oder haben wir da ebenfalls Mg-Mangel, dem wir nächstes Jahr mit Bittersalz-Sprühen nachhelfen sollten?
Und wo bekomme ich Bittersalz her bzw. wie ist der Handelsname? Muß ich mir ja doch langsam mal einen "Giftschrank" anlegen :schlecht:

Hier wiedermal die Regent:


und hier die Kübelrebe 'a la ALDI:


Weiter zum Kübelproblem...
Der Kübel bzw. die darin befindliche Rebe soll nächstes Jahr ihren endgültigen Platz finden und wird dann eingegraben. Das Einpflanzen in den meines Erachten großzügigen Kübel war so eine Notlösung für ein überraschendes, nicht ablehnbares Geschenk :) Diesen Herbst einpflanzen wird aber nix, da ist noch Schutt und ein Loch für den Kübel wird genauso nix :(
Reicht es nicht, wenn ich ein Gestell um den Kübel herum errichte und mit Stroh und trockenem (danke Birgit!) Laub ausstopfe?

@Novalis
Geduld :)
Mir macht es eigentlich auch schon Spaß, beim Gedeihen "zuzusehen". Erst nächstes Jahr ist es mit den ersten richtigen Trauben soweit und der Frühling ist noch weit ?-|
Oak ne jechn!

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Beitrag von Dreizehn » 18 September 2006 11:28

Bittersatz ist der „Normalname“ (MgSO4 x 7 H2O). Gibt’s aber wirklich in jedem Gartenmarkt. Bei Regent (und auch anderen Sorten) ist in den ersten Jahren nach der Pflanzung die Verfärbung zwischen den Blattadern der älteren Blätter sortentypisch, das hängt mit dem noch nicht komplett ausgebildeten Wurzelwerk zusammen. Der Stock ist doch fast bühnenreif gewachsen!!! Um Dich jetzt richtig zu beunruhigen (ist nicht ganz ernst gemeint): die unteren Blätter zeigen eher etwas Kalimangel, und der kann durch Magnesiumüberschuss induziert sein. Die unteren Blätter leisten aber im Spätsommer für die Assimilation keinen wesentlichen Beitrag mehr. Also, ruhig bleiben, lass’ die Reben doch erst mal ein paar Jahre Boden unter die Füße bekommen. Bevor Du große Maßnahmen ergreifst, wäre eine Bodenanalyse der richtige Schritt. Aber in Anbetracht des Bildes halte ich auch das gegenwärtig für überzogen.

Die Holzreife hängt aber etwas zurück (wg. neu gepflanzt, Ernährung der Traube); bis zu den ersten Nachtfrösten sind es aber sicher noch 4 Wochen. Wenn das nicht reichen sollte, könntest Du die Rebe ja evtl. nachts mit einer Decke abhängen, damit das Laub noch länger erhalten bleibt. Je nach dem, wie Du im nächsten Jahr erziehen willst, kannst Du bei den geringen Nodienabständen vielleicht nur jedes 3. oder 4. Auge nutzen. Aber darüber sollten wir zum passenden Termin sprechen.

Klar kannst Du das auch nach Birgits Vorschlag machen, ist doch gar keine Frage. Für mich wäre Einbuddeln allerdings einfacher als ein Gestell zu basteln, deshalb diese Idee. Außerdem sehe ich einen kleinen Vorteil bei langen Frostperioden, da wird von unten aus dem Boden Wärme nachgeliefert, in Verbindung mit der Mulchabdeckung bleibt der Wurzelballen mit Sicherheit frostfrei.

Grüße, Dreizehn

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