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derapulier
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Beitrag von derapulier » 25 Januar 2006 19:17

Das Jahr ist zwar noch jung,aber das leidige Thema Spritzen kommt spätestens im Juni wieder auf uns zu.Mich würde mal interessieren wie ihr es handhabt,welche Mittel ihr mit welchen Erfolg verwendet,in welchem Abstand,prophyloktisch oder nach Schadensdiagnose und welche Krankheiten bei euch die meisten Probleme machen.


Gruss derapulier
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Tom
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Beitrag von Tom » 25 Januar 2006 19:56

hallo!

also juni ist bei mir schon zu spät. werde je nach witterung schon im april anfangen zu spritzen. sonst fressen uns die frostspanner, apfelwickler, Frühlingseule und ... wieder alle knospen ab und ich sitzte wieder ohne äpfel/trauben da.

als mittel verwende ich "Runner" von Bayer.
die anwendung ist einfach und alles wichtige ist auch auf/in der packung nach zu lesen.

infos: www.bayercropscience.de

wegen den pilz, viren und bakterien muß ich mich erst noch befassen....

die unter dem link zu findenden mittel sind auch in wlz/baywa - märkten in kleineren mengen erhältlich.

[Dieser Beitrag wurde am 25.01.2006 - 20:09 von Tom aktualisiert]

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Beitrag von derapulier » 25 Januar 2006 20:04

Anfang Juni bei mir deshalb, weil ich, ausser dem Dickmaulrüssler, den ich gut mit Neemöl bekämpfen kann,keine Probleme mit Schädlige habe.

gruss derapulier
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Beitrag von Dreizehn » 25 Januar 2006 21:12

Solaris und Regent und no drugs, Dreizehn

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Beitrag von derapulier » 26 Januar 2006 15:51

Wie schön wenns wirklich stimmt was die Züchter sagen,deswegen hab ich dieses Jahr mal zum Versuch einem Schwung Regent´s gepflanzt.Mal sehen was die hinsichtlich des Aromas und der Zuckerleistung bringen.Was bringen die an Grade bei dir @dreizehn?Und wie ist der Geschmack und die Säure im fertigen Wein zu beurteilen? Ich las mal was ;vergleichbar mit Cabernet Sauvignon??

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Beitrag von Dreizehn » 26 Januar 2006 21:12

Regent
2003, 21.09. - 86°Oe/S 8,4 g/l
2004, 09.10. - 80°Oe/S 9,8 g/l
2005, 11.10. - 82°Oe/S 7,5 g/l
Säure im Wein liegt zwischen 5 und 6 g/l, 03 und 04 habe ich etwas entsäuert,
05 5,9 g/l (Laborwert).
CS ist schon was anderes, aber der wird ja oft erst nach 20 Jahren richtig genießbar.
In meiner Lage (schau in die Karte) bin ich mit dem Regent sehr zufrieden:
gut gefärbt, fruchtig, mild.
Besser als ich bei der Pflanzung gedacht hatte.

Gruß, Dreizehn

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Beitrag von felix » 26 Januar 2006 21:48

Hallo,

ich hab letztens gelesen, dass Regent eher mit Merlot vergleichbar wäre. Weiß aber nicht, was da dran ist, hab nämlich bisher noch keinen getrunken (immer wenn ich welchen gesehen habe, hab ich grad was anderes gekauft und nicht das nötige Kleingeld :schlecht: ...)

Gruß,
felix

[Dieser Beitrag wurde am 26.01.2006 - 21:49 von felix aktualisiert]

O Alkohol, o Alkohol,
dass Du mein Feind bist, weiß ich wohl!
Doch in der Bibel steht geschrieben,
auch Deine Feinde sollst Du lieben.

(gelesen auf einem Schild in einem Weinberg zwischen Laudenbach und Heppenheim an der Hessischen Bergstraße - Autor mir unbekannt)



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Beitrag von Dreizehn » 26 Januar 2006 22:43

Ja, Regent hat natürlich einen um Längen niedrigeren Gerbstoffgehalt als Cabernet Sauvignon, schon allein deshalb liegt er näher an Merlot, aber er hat schon einen eigenen typischen Geschmack (na ja, wie eben alle sortenrein ausgebauten Weine). Die tanninreichen Weine wie CS werden natürlich oft kellertechnisch schneller "trinkreif" gemacht. Und wenn man dann bedenkt, dass auch große Unterschiede bestehen zwischen Weinen aus Frankreich, Chile, Südafrika, Neuseeland, Kalifornien usw., dann sind solche Geschmacksvergleiche sowieso müßig.

Grüße, Dreizehn

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Beitrag von derapulier » 27 Januar 2006 19:19

Deine Öchslegrade lassen mich ja positiv in die nächsten Jahre schauen, da ich ja mit weit aus höheren Graden rechnen kann.Leider leidet aber meist dann auch die Säure.


Gruss derapulier
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Beitrag von Dreizehn » 27 Januar 2006 19:46

Willst du den in Süditalien anbauen? Mutig. Nur mal so als Beispiel, Regent reift hier in D rund 2 Wochen vor Pinot Noir. Hast du keine Bedenken, dass dir die Wespen im August die Beeren zu Larvenfutter verarbeiten, falls sie sich nicht schon vorher vom Stielgerüst gelöst haben? Welche Zuckerwerte absolut zu erreichen sind, wie die entsprechende genetische Disposition bei Regent ist, kann ich nicht sagen, die Säure soll aber einigermaßen stabil sein.

Grüße, Dreizehn

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Beitrag von derapulier » 29 Januar 2006 12:49

Grundsätzlich ist die Lese in meiner Gegend überhaupt sehr früh.In guten Jahren Ende August aber spätesten Mitte September ist alles gelesen,weil man ja die Säure nicht ausser Acht lassen darf.Probleme mit Wespen gibts eigentlich gar keine.

gruss derapulier
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Beitrag von Dreizehn » 29 Januar 2006 17:11

Mal ein Beispiel: Riesling gilt hierzulande als "späteste" Rebsorte. Lassen wir mal den Boden außer Betracht, dann kommen die besten Rieslingweine von der Saar, der Mosel, der Nahe oder aus dem Rheingau, alles Gebiete, die kühler sind als z.B. Südbaden. Eigentlich paradox, weil doch der Riesling Wärme liebt, aber wenn wir die Nordhalbkugel betrachten, gibt es einen sinnvollen Rieslinganbau nicht südlicher als in Südtirol.

Die Kreuzungspartner von Regent sind Silvaner, Müller-Thurgau und Chambourcin. Die letztere könnte man als Loire-Rebe bezeichnen, und auch die beiden anderen sind alles andere als Pflanzen südlicher Breiten.

Was ich damit sagen will, ist wohl klar: jede Rebsorte braucht ihre eigenen optimalen Bedingungen, um gute Weine hervorzubringen. Deshalb wird auch keine Pedro Ximenez oder Palomino in Deutschland gepflanzt (bisschen überzogenes Beispiel). Aber auch eine zu heiße Lage kann für eine "nördliche" Sorte problematisch sein.

Regent in Apulien ist aber sicher ein interessantes Experiment, und auf deine Ergebnisse dürften auch die Fachleute in den Weinbauinstituten neugierig sein. Viel Glück!

Dreizehn

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