Vom Steckling bis zur Rebe

Magnus
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Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Magnus »

Hallo zusammen,

ich habe gesten Abend so einen schönen Fred von Chesten gefunden, eine Anleitung zum ersten selbstgemachten Wein. Das hat mich motiviert selbiges mit meinen Reben zu machen. Link http://www.forum.fruchtweinkeller.de/vi ... 33&t=12175

Ich habe also vor einen Beitrag vom Pflanzen bis zum 3. oder 4. Lebensjahr und der damit verbundenen ersten richten Ernte zu machen. Hoffentlich habe ich die Ausdauer dafür.

Kurz zu meiner gärtnerischen Lage. Ich wohne im südlichen NRW in einer Kleinstadt habe einen ca. 100m² großen Garten und möchte Weißwein anpflanzen. Erstmal kein Hinderniss, nun folgt das aber:
Der Grund warum wir uns zum Anbau von Wein entschieden haben, ist nicht, weil wir vom Fruchtwein weg wollen, dieser schmeckt uns sehr gut. Nein es ist unser Nachbar, welcher diesen Sommer einen hässlichen schwarzen Zaun hochgezogen hat. Das Grundstück liegt ca. 1,20 höher als unseres, also haben wir nun eine ca. 3,20m hohe Wand als Gartenzaun. Diese wollen wir mit Wein begrünen.

Leider ist diese Wand nicht in bester Sonnenlage, unsere Terasse ist ab 12 Uhr dauerhaft besonnt, somit ist die Gegenseite das ab mittags (im sommer ab 15 Uhr) leider nicht mehr, aber genau hierhin sollen die Reben stehen. Aktuell siehts es folgendermaßen bei mir im Garten aus
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Da wir nicht direkt an den Zaun dürfen haben wir Rankgitte davor gesetzt. Insgesamt eine Länge von 8,2 m. Hier sollen nun 8 Rebstöcke gepflanzt werden. Wir entschieden uns für Bacchus, da uns dieser sehr gut schmeckt, er frühreif ist, was evtl. die schlechtere Lage etwas ausgleicht. Als Unterlagsrebe entschied ich mich für eine 5 BB, da wir unsere Bodenqualität nicht kennen und diese etwas toleranter ist. Weiterhin hat diese Unterlage einen guten Wuchs, was mir an meinem Standort hoffentlich entgegenkommt.

Heute kam meine Ware auch schon an. Verpackt in Folie und am Pfropfen paraffiniert.
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Eine Kleine Pflanzanleitung lag ebenfalls bei. Heute muss ich die Rebwurzeln nur wässern, maximal 24h, nicht länger, da sonst bereits Nährstoffe ausgespühlt werden. Das sieht bei 8 kleinen Reben so aus:
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Mehr gibts morgen, wenn ich die kleinen Dinger eingepflanzt habe. Der Anfang ist geschafft und ich hoffe ihr unterstützt mich mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen.

Beste Grüße
Magnus
Dortmunder
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Dortmunder »

Das sieht sehr spannend aus. Dein Projekt verfolge ich auf jeden Fall mit Interesse. :)
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JasonOgg
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von JasonOgg »

Nur das gießen nicht vergessen, wenn der Sommer wieder so trocken wird. Das war mein Fehler letztes Jahr.
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Zaller
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Zaller »

Welches Erziehungssystem beabsichtigst Du? 8St. Reben auf acht Meter ist schon sehr wenig Abstand.
Magnus
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Magnus »

Puhh, ich dachte jetzt hagelt es Kritik, weil nicht ausreichend Sonne vorhanden ist. Aber das hört sich nicht negativ an. :P

Ich werde jeweils zwei Reben auf einem 180 cm
Panel haben, diese werden versetzt im Bogen oder waagerecht auf Ertrag geschnitten. D.h. ab dem 2. Jahr bleibt ein ein Zapfen und ein Stecker stehen, der Rest kommt weg. Das erste Jahr und teilweise im zweiten muss ich etwas an Höhe gewinnen. Der Kordon der ersten Rebe des Panels auf ungefähr 1m und der Zweite auf 1.60m. Ich werde gleich einpflanzen und dann heute Abend eine Zeichnung machen und natürlich Bilder des vollbrachten Werkes zeigen.

Wenn jemand bessere Ideen oder Erfahrungen hat, ich werde einwenig Zeit haben, bis zum 1. Schnitt. :D
Zaller
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Zaller »

Wächst dann die untere Laubwand vor der oberen, oder dahinter?
Magnus
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Magnus »

TAG 1

Ich habe heute die kleinen Pfropfreben eingepflanz. Ging doch wesentlich schneller und einfacher als gedacht.
Zuerst aber einmal mein Plan, wie ich denke, dass ich die Reben erziehen möchte. Einfach gesagt, es soll ein horizontal langezogener Fächerschnitt werden mit drei Abgängen.
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Jeweils rechts und links eine Rebe, das dunkel braune ist der Kordon, welche immer älter und ein Stücksschen länger wird. Das dunkelgrüne sind die 2 jähreigen Triebe, welche im Frühjahr zum Zapfen und zum Stecker gezogen werden. Pro Kordon versuche ich anfangs jeweils 3 Zapfen und 3 Stecker zu ziehen, evtl. wird die Anzahl im laufe der Jahre reduziert.
Ich Peile 24 Knospen pro Panel an, damit hätte ich knappe 100 Stück, wenn am ende jede Knospe 2 Trauben mit ca. 150 - 200 gr. erbringt wären das schon 30-40 kg Trauben. Ich hoffe so die Qualität hoch halten zu können. Wenn der Wein dann gut ist, werden vielleicht auch jeweils 4 Zapfen und Stecker pro Rebe gezogen. Das kommt aber erst später.

Soviel zur Theorie, von der wir noch sehr weit entfernt sind.
Ab zur Praxis.

Mein Material für heute:
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Einmal die Pfropfreben, einmal grober Kies und dann feine Erde, fast schon Blumenerde.
Ich habe mir das erklären lassen und konnte nicht glauben, dass in all den Weinbergen ein solcher Aufwand beim Pflanzen betrieben wird, aber am Ende machte es in meinem Kopf Sinn.

So sieht die einzelne Rebe aus:
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Zuerst wird ein Loch ausgehoben in Spatenbreite und so tief, dass der parafinierte Teil auf jedenfall komplett herausschaut. In der Anleitung steht extra drinne, dass es beim Eingraben dieses Teils zu Problemen kommen kann, welche Art von Problemen wird nicht weiter ausgeführt.

Achtung, Spannung, ein Loch sieht so aus:
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Und viele Löcher so:
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Es stellt sich raus, das der schwarze Zaun der Nachbarn schon bei 20°C extreme Wärme abstrahlt. Beim Buddeln konnte ich klare Temperaturunterschiede in der Luft erkennen, je näher ich mit meinem Kopf an den Zaun kam. Geschätzt strahlt der Zaun ca. 50 cm weit ab. Es war erträglich, aber spürbar wärmer.

Anschließend soll eine Hand voll groberes Gestein rein:
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Darauf kommt dann die feine Erde, sodass die groben Steine komplett bedeckt sind. Tatsächlich habe ich das Bild vergessen, dafür habe ich den folgenden Schritt fotografiert. Das Loch mit dem groben Steinen und der feinen Erde wird mit ca. 2 Liter Wasser gefüllt:
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Anbei die Erklärung, welche ich extra bei einer Gärtnerin erfragt habe, die Dame war kein Fachmann für Weinreben und konnte sich das nur folgender Maßen erklären. Die groben Steine mit der feineren Erde sollen dafür sorgen, dass die Wurzeln nicht im dauerhaft Feuchten sitzen, da der Dichteunterschied zwischen Lehm und Erdboden den Wasserübergang erschwerden und falls doch viel Wasser durchtritt, soll dieses durch die gröberen Steine unterhalb der feinen Erde schneller Ablaufen. Ob das so stimmt :?:

Nun folgt noch ein Part der öfter unterschiedlich beschrieben ist, das Abschneiden oder eben nicht Beschneiden der Wurzeln. In meiner Anleitung steht, man soll diese falls nötig auf 5-10 cm kürzen, wobei extra erwähnt wurde, dass das bereits von der Rebschule vor dem Einlagern gemacht wurde. Auf einigen Seiten steht beschrieben, dass grade beim Beschneiden der Wurzel viele Nährstoffe verloren gehen. Es wird auch zusätzlich erwähnt so sauber, schmal und scharf wie möglich zu schneiden, damit keine großen offenen Oberflächen entstehen. Wie ihr sehen könnt, haben meine Wurzeln eine gute Länge, also habe ich davon die Finger gelassen:
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Das anschließende Einsetzen der Reben war dann wieder leichter. Dabei wird in auf einigen Seiten beschrieben, dass man diese leicht schräg zum Rankgitter / Befestigung einpflanzen soll und mit Erde auffüllen. Wobei darauf zu achten ist, dass die Veredlungsstelle 5-10 cm oberhalb des Bodens ist.
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Dann wird mit der ausgehobenen Erde zugeschüttet und mit den Händen verdichtet.
So siehts bei einer Rebe aus:
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Und so bei Vielen:
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Nun zeigt sich auch ein kleiner Denkfehler meinerseits, in der Ecke haben die Reben natürlich automatisch weniger Platz zum wurzeln, dafür muss man dann nur ein etwas größeres Loch ausheben. Das war nicht zuende gedacht, ist aber ofiziell ein Versuch um zu schauen, wie die Reben mit weniger Wurzelfäche wachsen.
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Dann folgt das Wässern:
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Ich hoffe die kleinen Dinger wachsen nun und ich kann euch die kommende Woche ein paar Bilder des ersten natürlichen und nicht parafinierten Grüns zeigen. Hoffentlich habe ich nichts total falsch gemacht, aber einige Seiten und die beiliegende Anleitung stimmen mich da positiv.

Anbei noch ein Link zu einer Seite, die mir sehr viel erklärt hat, bezüglich der Erziehung von Reben.
https://www.fassadengruen.de/weinreben-uebersicht.html
Tompson
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Tompson »

Hallo,

Du hast bis jetzt nix falsch gemacht. Höchstens, daß Du zuviel planst, es handelt sich um Natur :D ;)
Alles gut.

Erster Vorteil: Wie Du selber feststellst, strahlt das Holz (danke also Deinem Nachbarn für die Wand) Wärme ab. Nächste Woche haben wir die Eisheiligen, dieses Jahr interessiert Dich das noch nicht aber ich bibbere heuer wieder mal. Mit einem Wärme speicher im Rücken hilft das vielleicht gegen die Frühlingsnachtfröste. Und: die Ruten, die bei mir in der Rebzeile direkt am Pfosten angebunden werden, wachsen immer schneller und besser als die am Draht. Gleicht also tatsächlich etwas die eingebüßten Sonnenstunden aus. Und im Rheinland stellt das auch kein Problem dar, bei uns in Deutsch-Sibirien müßte man besser darauf achten.

Zweiter Vorteil: Du hast schon was zum Festbinden.

8 Reben auf 8 Meter bedeutet auch nur, daß die Bögen entsprechend kürzer werden, weniger Trauben pro Rebe bedeutet wiederum nichts schlechtes. Und die Gartenerde und das Brimbamborium, was Dir die Anleitung aufbürdete, werden die Reben zunächst nicht in Konkurrenz zueinander treiben und später kümmern die sich schon.
Im Weinberg wird zwar der Boden vor einer totalen Neupflanzung aufbereitet, aber schlußendlich muß ein Loch im Boden reichen und das bei durch Jahrhunderte gezeichneter Monokulturerde, vielleicht sogar Schiefer etc.. Sie haben es also keinesfalls schlechter bei Dir.
Gießen wirklich nur bei Trockenheit! Die Rebenwurzeln sollen in die Tiefe gehen, das tun sie weniger, wenn sie an der Oberfläche versorgt werden.

Momentan mußt Du eigentlich nur zwei Dinge tun: In Geduld üben und EINEN Stamm pflegen. Im Lehrbuch steht, man soll sich von den Austrieben den aussuchen, der als Verlängerung zur Unterlage aus dem Propfkopf ausschlägt - das erscheint schlüssig. Alle anderen ausbrechen (vorsichtig). Rechtzeitig anbinden, damit Wind oder Katzen die Austriebe nicht abbrechen können, aber nur locker. Ich würde noch kleine Bambusstäbe o.ä. anregen, an die man zunächst anbinden kann.

Die von Dir angestrebte Form habe ich für mich vor ~10Jahren auch gefunden, um einen greisen Nachbarn in DDR-Turnhosen (wer weiß, was ich meine? :mrgreen: ) durch eine möglichst dichte Laubwand auszublenden. Der Nachbar ist inzwischen ersetzt, der neue wird immerhin regelmäßig neidisch, auch gut :lol:
Man erhält dadurch ein ungünstiges Verhältnis Traube zu Blatt und die "untere" Rebe hat erhöhten Pflegeaufwand, weil sie ständig während des Sommers Geiztriebe nachschiebt und die "oberen" Trauben zuwuchert und damit beschattet. Die "untere" Rebe hat somit extrem wenig Laub, welches außerdem im laufenden Jahr altert und nicht wirklich ersetzt werden kann, weil man ja die Geizblätter wegschneidet, je nach Internodienabstand an der Rute 4, höchstens 6 Blätter. Kommt auch auf die Größe der Blätter bei Deiner Sorte an. Von der "oberen" Rebe kann man hingegen noch die Ruten oben auf der Pergola waagerecht anbinden und erhält eine grüne "Krone", da muß man dann auch hin und wieder ran, um die Geiztriebe nach 3-4 Blättern einzudämmen. Muß man aber bei anderen Erzieheungsformen ja auch ...
Bei mir funktioniert es, weil ich die sehr frühe Sorte Cabaret Noir habe, mit Bacchus muß man das probieren.
D.h. ab dem 2. Jahr bleibt ein ein Zapfen und ein Stecker stehen, der Rest kommt weg. Das erste Jahr und teilweise im zweiten muss ich etwas an Höhe gewinnen. Der Kordon der ersten Rebe des Panels auf ungefähr 1m und der Zweite auf 1.60m.
Ich möchte es anders formulieren: Zunächst im ersten Jahr der Stamm. Nicht enttäuscht sein, Du kannst dieses Jahr bereits den Stamm auch brauchbar für die "obere" Rebe erhalten, es kann aber auch sein, Du bleibst auf 20cm nutzbare Stammhöhe sitzen. Da kann man nächstes Jhr im Frühjahr noch einmal darüber philosophieren, kommt auch aufs Wetter an. Du hast wurzelnackte Reben gekauft (Beifall), die brauchen zum Anfang etwas länger, entwickeln dafür aber mehr oder besser gesagt, geradliniger ins Tiefe weisendes Wurzelwerk im Untergrund.
Im zweiten Jahr (falls das mit dem Stamm so klappt wie gedacht) wählst Du Dir zwei Austriebe in gewünschter Höhe aus, im Idealfall hast Du mit einem Austrieb fast einen rechten Winkel zwischen Stamm und zukünftigem Kordon, der zweite dient als Reserve und kann für den Stoffwechsel später nicht schaden . Drüber kappen und drunter ausbrechen. Immer noch nicht sehr schön fürs Auge ...
Im dritten Jahr läßt Du die nach oben weisenden Austriebe nach oben wachsen und die nach unten würde man ausbrechen - das ist aber zu früh ... hier kommt jetzt die Natur ins Spiel. Alle 10cm eine Rute wäre zu dicht. Wir sollten das zu gegebenem Zeitpunkt noch einmal anschauen.

Ich werde mich mal um ein Foto bemühen, um Dir Mut zu machen. :engel:
Oak ne jechn!
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Zaller »

Hallo Magnus,
Tompson hat ja schon so einiges zu Deinem Thema geschrieben. Trotzdem noch ein wenig Anschauungsmaterial für Dich.

https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/wei ... ippeln.pdf
https://weinbauring.de/?content=showpag ... 1433156339
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JasonOgg
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von JasonOgg »

Tompson hat geschrieben: 07 Mai 2020 15:21 Gießen wirklich nur bei Trockenheit! Die Rebenwurzeln sollen in die Tiefe gehen, das tun sie weniger, wenn sie an der Oberfläche versorgt werden.
Das hatte ich im Hinterkopf, als ich letztes Jahr sehr sparsam gegossen hatte. Als ich merkte, dass etwas mehr Wasser sinnvoll sein könnte, da war das Jahr bereits zu weit fortgeschritten um noch etwas zu retten. Während die "Schattenrebe" zwar später anfing zu wachsen, aber trotzdem auf fast rund 1,80m kam, blieben die in der Sonne weit zurück, die kleinste bei 60cm, ich überlege immer noch, ob ich die auf einen kräftigen Neutrieb kürze.

Ergänzend zum Gießen, lieber weniger, dafür durchdringend, als täglich. Dann gibt es auch in tieferen ;) Schichten Feuchtigkeit, während die Woche über die Oberfläche wieder austrocknet.
Magnus hat geschrieben: 06 Mai 2020 20:32 in der Ecke haben die Reben natürlich automatisch weniger Platz zum wurzeln
Tompson hat schon geschrieben, Tiefwurzler. Die schaffen es schon, tiefer als Fundamente zu wurzeln, es zählt nicht die Oberfläche. Ich habe eine zwischen Garage und Terrasse eingequetscht, die hat keine Probleme und da ist bestimmt nur oberflächlich "Gartenerde", dafür Pflasterschotter, der Wasser abfließen läßt und Garagenfundament, Bauschutt, Lehm.
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Magnus »

Tag 8

Kurzer Zwischenstadt nach einer Woche warten und ein mal gießen.
Es ist natürlich das eingetreten, womit man nicht mehr gerechnet hat, die Temperaturen sind wieder gefallen, zweimal gab es nun Morgenfrost, den hatten wir im Winter vielleicht 10 mal.
Dennoch ist an einer Rebe eine kleine Knospe sichtbar und an 3 weiteren entwickelt sich etwas. Noch zu klein um schöne Fotos davon zu schießen. Ich denke, dass es nächste Woche richtig los gehen wird, da sind 24°C und mehr angesagt. Da bleibt nur warten und Wein trinken :pfeif:
Magnus
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Re: Vom Steckling bis zur Rebe

Beitrag von Magnus »

Übrigens Danke für die ganzen hilfreichen Tipps von euch allen. :clap: :clap:
Ich bin immer mal wieder fleißig am lesen.

Leider ist unser aller Hobby ein ziemlich geduldiges Hobby, nicht nur beim Wein punschen, sondern auch beim Pflanzen anbauen und gärtnern. Dafür habe ich diese Woche meinen ersten Met mit Honig vom lokalen Imker angesetzt. Da hab ich wenigstens etwas zu tun und ich habe noch eine Fruchtpresse von meiner Schwiegermutter in spe angeboten bekommen, welche ich nur abholen muss. Da bin ich bald komplett autark vom pflücken bis zum trinken :lol:
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