Unterlagsrebe für Erstversuch

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Kirschwein
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Unterlagsrebe für Erstversuch

Beitrag von Kirschwein » 01 April 2019 13:49

Hallo,

wollte mal fragen, ob ihr mir Tipps geben könnt zum (erstmaligen) Aufpfropfen von Weinreben.

Bei unserem Muskattrollinger-Weinstock an der Hauswand hat sich in den letzten Jahren eine neue Rebsorte als Mutation entwickelt, welche schon einen langen ertragreichen Ast gebildet hat. Schätze mal, dass wohl einfach mal ein paar Samen einer herunter gefallenen Weinbeere Wurzeln geschlagen haben und dass dies nun das Resultat ist.

Die mutierte Sorte hat ein nahezu identisches Erscheinungsbild wie der Muskattrollinger, aber die Beerenhäute sind im vollreifen Zustand nicht rot, sondern grün bis gelbgrün. Der Geschmack ist sehr aromatisch und die Pflanze scheint ertragreich zu sein, weswegen ich diese Mutation gern einmal zu neuen Pflänzchen kultivieren würde, wenn der Rebstock jetzt demnächst austreibt.

Leider hab ich mit sowas bislang garkeine Erfahrung. Weiß von euch da jemand mehr, mit ein paar Tipps zu Literatur und so? Die Unterlage sollte mit dem rauhen norddeutschen Klima klarkommen und die hier vielerorts lehmigen Böden tolerieren können.


Für jede Form von Tipps wäre ich dankbar.

-Kirschwein.
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Zaller
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Re: Unterlagsrebe für Erstversuch

Beitrag von Zaller » 01 April 2019 18:39

Und warum veredelst Du die neue Mutation nicht einfach auf einen Zapfen des Muskattrollinger-Rebstocks. Der steht doch sicherlich auch auf einer Unterlage und ist gut eingewachsen.
Reben habe ich noch nicht veredelt, aber interessiert hatte ich mich auch schon dafür.
https://www.dlr-rheinpfalz.rlp.de/inter ... ung_08.pdf
https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/wei ... ung-07.pdf

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Kirschwein
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Re: Unterlagsrebe für Erstversuch

Beitrag von Kirschwein » 02 April 2019 13:07

Nein, ich dachte eigentlich daran, dass ich Klone von dieser Mutation aufziehe mit ihren jeweils eigenen Wurzelstöcken. Aber Unterlagsreben scheint es nirgendwo zu kaufen zu geben... :(
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JasonOgg
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Re: Unterlagsrebe für Erstversuch

Beitrag von JasonOgg » 02 April 2019 14:17

Ist es sinnvoll einmal bei einer Rebschule nachgefragt? Die brauchen das doch quasi ständig. Und wenn man denen das Problem schildert, dann haben die wahrscheinlich auch keine Angst, dass du deren Lizenzreben illegal weitervermehren willst.

Oder schau mal hier:
https://www.rebveredelung-kuehner.de/unterlagsreben/
'And what would humans be without love?' - 'RARE', said Death.
T.Pratchett - Sourcery (1988)

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Zaller
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Re: Unterlagsrebe für Erstversuch

Beitrag von Zaller » 04 April 2019 16:35

Ich hatte seinerzeit bewurzelte Unterlagen der Sorte S04 und 5BB von Hans Wahler bekommen.

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