Rotwein - erster Versuch

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tbillert
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Rotwein - erster Versuch

Beitrag von tbillert » 07 Oktober 2016 12:38

Moinsen zusammen,

ich reihe mich hier mal ein in die vielen Threads zu den ersten Versuchen :-)

Nachdem ich diverse Fruchtweine erträglich hinbekommen habe (Kirsche läuft noch), würde ich gern mal die paar roten Trauben von der Hauswand vergären, da steht ein Weinstock. Für ein paar Liter sollte das reichen.

Sie schmecken schon recht süß, Öchsle hab ich noch nicht gemessen. Da das Wetter mies bleiben soll, wird sich da aber wohl kaum noch was tun. Folgende Fragen drängen sich nun auf:

1. Fahre ich jetzt 10 Tage in Urlaub, meint Ihr es schadet, sie zu ernten und einzufrieren?

2. Maische- oder Saftgärung? Irgendwie geht ja beides, aber was ich zu bevorzugen?

3. Welche Hefe? Kann ich einfach meine Beerenweinhefe nehmen? Die ballert durchaus so an die 15 % Alkohol raus...

Vielen Dank Euch!

Bis denne,

Thomas.
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Chesten
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von Chesten » 07 Oktober 2016 14:17

tbillert hat geschrieben:2. Maische- oder Saftgärung? Irgendwie geht ja beides, aber was ich zu bevorzugen?
Wenn du eine Maischegärung machst wird es ein Rotwein, wenn du eine Saftgärung machst ein Rose´.
Kommt drauf an was du hinter haben willst.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Kuli
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von Kuli » 07 Oktober 2016 16:00

[quote="tbillert"

1. Fahre ich jetzt 10 Tage in Urlaub, meint Ihr es schadet, sie zu ernten und einzufrieren?

2. Maische- oder Saftgärung? Irgendwie geht ja beides, aber was ich zu bevorzugen?

3. Welche Hefe? Kann ich einfach meine Beerenweinhefe nehmen? Die ballert durchaus so an die 15 % Alkohol raus...
[/quote]

Zu 1. Weintrauben sind äußerst empfindlich (verlieren schnell ihre zarte Aromen), die würde ich (möglichst) nicht einfrieren
Zu 2. wie Chesten schon sagte
Zu 3. Wenn Du dich für einen Traubenwein entscheidest, fügst Du ja keinen Zucker hinzu. Mehr als 12% Alk. werden Deine Trauben nicht erreichen, egal mit welcher Hefe

Wenn es nicht friert, könnten die Trauben ruhig noch hängen bleiben :hmm:
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von Tompson » 07 Oktober 2016 20:46

1.) Ich würde mich für das erste Mal generell für eine Maischegärung entscheiden. Leichter zu händeln, aromatischer, nicht so empfindlich.

2.) Bei uns wars heute eigentlich sehr schön. Also würde es sich doch noch lohnen. Längere Regenphasen enden mit Wassereinlagerung. Aber bei Maischegärung auch wieder nebensächlich und fürs erste Mal sowieso. Nicht, weil Du Dir keine Mühe geben sollst, mehr weil man sich ja steigern können muß ;-)

3.) Kühltruhe ... Habe ich schon gemacht, allerdings nicht mit der gesamten Menge. Kommt auf die Sorte an, wenn es eine kräftige Rotweinsorte ist, eine Maischegärung gemacht wird ... ob Du das aber für das erste Mal austesten willst, mh. :hmm:

4.) Für das erste Mal wurscht. Die Nuancen können erst mit etwas Erfahrung herausgeschmeckt werden. Und mit Vergleichsstoff - falls was aus den Jahren vorher übrig bleibt. Erstmal anfangen, würd ich sagen.
Ein bißchen kritisch ist die Behandlung nach der Gärung. Wenn Du einen Restzucker in den Wein bringen willst, dann gärt Dir der Wein mit einer Fruchtweinhefe wieder los - da hilft nur sterilfiltern. Oder Du trinkst Deinen Wein staubtrocken. Nicht mein Ding aber vielleicht siehst Du das anders.
Oak ne jechn!

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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von tbillert » 20 Oktober 2016 00:25

Namd zusammen,

Bin aus dem Urlaub zurück und habe die Trauben - schon aus Zeitgründen - bisher hängen lassen. Ihr habt wohl Recht, die können ruhig noch etwas reifen. Die letzte Woche hat es hier allerdings gut geregnet, so dass einige geplatzt sind. Wenn Maische - ja, ich will nen Rotwein! - dann kommen die einfach mit rein.

Man setzt also anfangs keinen Zucker zu? Ok, gut zu wissen. Nun bleibt die Frage der Hefe... Ganz trocken ist sicher nicht der Hit, also wie mache ich das? Wie bei Fruchtwein die Hefe langsam durch Zuckerzusatz an ihr Limit fahren? Oder doch ne andere Hefe nehmen? Sterilfiltrieren kann ich hier nicht.

Danke Euch für all die Hinweise!

Viele Grüße,

Thomas.
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Oktober 2016 08:53

Beim Traubenwein stellt man die Restsüße ebenso ein wie beim Fruchtwein, sprich: Siehe Kapitel "Zucker" auf der HP ;)
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von tbillert » 20 Oktober 2016 10:32

Okay, danke Andreas - warum sollte das auch anders sein... Ich werde die Fruchweinhefe nehmen, die ich eh schon hier habe.

Viele Grüße,

Thomas.
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von tbillert » 01 November 2016 06:39

Moin zusammen,

Hm, hat sich für dieses Jahr übrigens erledigt. Beim letzten Posting war ich noch guter Dinge - aber: während ich im Urlaub war, hat es zu Hause nur geregnet - mit dem erst bei näherem Hinsehen zu erkennenden Resultat, dass fast alle Trauben schimmelten. Und als ich so die Infos zu Traubenweinen auf der Homepage las, dachte ich, dass es wohl ne gute Idee ist, erstmal noch ein paar Fruchtweine zu machen...

Und vielleicht nächstes Jahr bisschen an der Rebe herumschnippeln, damit die Trauben einheitlicher reif werden und besser trocknen können.

Viele Grüße,

Thomas.
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von Fruchtweinkeller » 01 November 2016 11:15

Schade um die Tauben :(
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Re: Rotwein - erster Versuch

Beitrag von tbillert » 01 November 2016 11:27

Yep, das Leben ist ungerecht. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.
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