Sherry Veredelung

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gerhard
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Sherry Veredelung

Beitrag von gerhard » 21 November 2004 10:07

Habe mir alle in der Literaturempfehlung an Bücher besorgt, bei denen über Sherryveredelung was zu finden war?

Ich mache seit Jahren Fruchtwein - vorallem Zwetschgenwein.
Jetzt möchte ich mich in der Sherryveredelung versuchen - gibt es jemanden, der praktische Erfahrung hat?
Lagert jemand Zwetschgenwein in Holzfässer, wie verändert sich das Aroma?
Hat jemand Erfahrung mit dem sogenannnten "Sherrykahn"?


Birgit
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Sherry Veredelung

Beitrag von Birgit » 21 November 2004 10:36

Hallo,

willkommen im Forum. Da hast Du dir ein schwieriges Thema vorgenommen. Wir wollen als nächstes mal einige Versuche mit der klassischen Methode, mit der Deckenhefe Torulaspora delbrueckii machen. Wir werden das ganze im Weithalsballon beginnen. Die Lagerung in Eichenfäßern haben wir uns bis jetzt erspart, weil das weingrün Machen doch eine ziemlich schwefelige Angelegenheit ist und bei der Sherrysierung gebrauchte Fässer verwendet werden.

Ich nehme an mit dem Hefeschiff meinst Du den Bauvorschlag aus dem Buch "Hausmachers Weinbuch" von Rainer Gölz. Die Idee ist sehr nett, allerdings würde ich von der Verwendung von Kupfer beim Bau absehen, wenn das Kupfer mit dem Wein in Berührung kommt kann das eine ziemlich schädliche Angelegenheit werden. Am Besten auf Kunststoff ausweichen.

Gruß Birgit
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Sherry Veredelung

Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 November 2004 10:57

Grüssle,

wie Birgit schon sagte, sind unsere Weithalsballons leider im Moment blockiert duch einige Essigansätze. Danach wollen wir aber mal eine Sherryveredelung testen. Vermutlich haben wir jetzt alle die gleichen Bücher gelesen sind auf einem Wissenstand ohne praktische Erfahrung :)
Nur noch eine Ergänzung. Die Gelehrten scheinen sich auch nicht einig zu sein, welche Hefen an der Bildung der Hefeschicht (velo de flor) beteiligt sind. Vielleicht gibt es auch Unterschiede von Hersteller zu Hersteller. Aus einer Quelle habe ich die Information, es wären hauptsächlich die Arten Saccheromyces beticus, montuliensis, cheresiensis und rouxii beteiligt, laut einer anderen Quelle ist es die schon von Birgit genannte Hefe Torulaspora delbrueckii. Letztere haben wir uns besorgt aber noch nicht getestet.



[Dieser Beitrag wurde am 21.11.2004 - 10:57 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 November 2004 12:12

Da es noch eine Rückfrage per PM gab: T. delbrueckii kann man bei der Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

www.dsmz.de

Kann man wohl auch irgendwo in den Staaten bestellen, habe die Links aber nicht parat ;)

[Dieser Beitrag wurde am 21.11.2004 - 13:31 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Birgit » 21 November 2004 12:58

@ Gerhard

Einen allerdings etwas schwierig zu findenden Buchtipp habe ich noch:

Es gibt ein Buch von 1939 aus dem Eugen Ulmer Verlag mit Titel "Fruchtweinbereitung nach alten und neuen Verfahren (Sherrysierungsverfahren) für Gewerbe und Hauhalt von H. Schänderl" der Autor behandelt die Sherrysierung aus sechs sehr interessanten Seiten mit Zeichnungen über den Umbau der Fässer. Herr Schänderl scheint auch der Erfinder des Überhefeverfahrens zu sein.

Gruß Birgit

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