"Sake" Reiswein und Rechtsgrundlagen zum Verkauf

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Gothmog
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"Sake" Reiswein und Rechtsgrundlagen zum Verkauf

Beitrag von Gothmog » 26 Juli 2005 22:14

Birgit hat geschrieben: Vielleicht sollten wir einfach mal zum nächsten Japantag durch die Altstadt tigern ?-|

da sollen ja immer die besten Spezialitäten aufgefahren werden.

Gruß Birgit
Macht mal, es lohnt sich 8-)

Aber mal was anderes:

Wenn ich das Sake-verfahren richtig verstanden habe, wird vor der Gärung der Kojin-Pilz auf den Reis losgelassen um aus der Stärke Zucker zu erzeugen.

Was, wenn ich das statt mit Reis mit geschroteter Gerste oder anderem Getreide mache?

Andreas
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Beitrag von Gothmog » 26 Juli 2005 22:26

Ein paar brauchbare Infos über japanische Küche und gebräuchliche japanische Alkoholika gibt es hier:

www.tabibito.de/japan/ryouri.html#sake
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Beitrag von Birgit » 26 Juli 2005 22:29

Wahrscheinlich wird auch diese Stärke aufgespalten ?-|

Aber Garantie in diesem Fall .... :twisted:

Es handelt sich bei dem Schimmelpilz um "Aspergillus Oryza" also "Reis Schimmelpilz" ?-| , aber ich schätze wie alle Schimmelpilze nicht sehr wählerisch ?-|

Gruß Birgit
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Beitrag von Birgit » 26 Juli 2005 22:31

@Gothmog

Nett, dein Link ?-|

Der dort als schlechteste bezeichnete Sake war genau der Sake den wir getrunken haben.

Gruß Birgit
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Beitrag von fibroin » 27 Juli 2005 13:17

@Birgit
ich habe mal in eine chinesischen Restaurant Sake getrunken. War meiner Meinung nichts besonderes. Wahrscheinlich bin ich da genau so reingefallen wie ihr.

Ich werde beim nächsten mal drauf achten! :schlecht:

Dort habe ich mal einen weißen trockenen Wein bestellt. Der hat mir geschmeckt. Als ich fragte was das für ein Wein sei, bekam ich die Antwort: Irgend einen französischen. Es freut mich, wenn er ihnen geschmeckt hat. Kann es sein dass die asiatische Küche hier nicht so große Weinkenntnisse hat? Sake wie anderer Wein :(
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Gothmog » 27 Juli 2005 14:46

fibroin hat geschrieben:
Dort habe ich mal einen weißen trockenen Wein bestellt. Der hat mir geschmeckt. Als ich fragte was das für ein Wein sei, bekam ich die Antwort: Irgend einen französischen. Es freut mich, wenn er ihnen geschmeckt hat. Kann es sein dass die asiatische Küche hier nicht so große Weinkenntnisse hat? Sake wie anderer Wein :(
Die Japaner trinken Rotwein eisgekühlt. Muss ich mehr sagen? :!:

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Beitrag von Metbiene » 05 Oktober 2005 20:01

So hallo zusammen, also erstmal ganz kurz: ich verfolge euer Forum schon recht lange, hab bis jetzt nur noch nichts von mir gegeben. Habe jetzt schon um die 200 Liter Met gebraut. Vor 2 Wochen hatten wir unseren ersten Auftritt mit unserem (mittelalterlich getrimmten) Markstand auf einem Mittelalterfest in der Nähe von Freiburg. Hatten trotz miesem Wetter und sehr schlechten Besucherzahlen einiges verkauft. Leider haben wir jetzt gesehen, daß die Konkurenz bei Met sehr groß ist. Heißt also Sortiment erweitern, was machen was nicht viele anbieten. Deshalb werd ich es jetzt wohl mal mit Sake versuchen. Handelsbeziehungen gabs ja schon im 16.Jahrhundert mit Japan, also mittelaltertauglich (muß ich aber auch noch genauer rausfinden).Ich werde euch auf alle Fälle auf dem laufenden halten.
Habe eine sehr umfangreiche Seite über Sake gefunden!
www.sake-world.com/.
Leider nur in Englisch. Der Typ ist tatsächlich der einzige nicht-japanische Experte! Also, die Herstellung ist wohl im Prinzip schon so wie Birgit geschreiben hat. Nur ist dieser Koji-Pilzansatz anscheinend eine Wisenschaft für sich. Ich werde jetzt mal versuchen über Biohandel, makrobiotik etc. etwas zu bekommen. Man kann auch welchen in Australien(!) bestellen, aber ich versuch erstmal deutsche Quellen ausfindig zu machen.
Möge der Met mit Euch sein!

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Beitrag von Birgit » 05 Oktober 2005 21:19

Hallo Metbiene, willkommen im Forum 8-)

Das bei der Metproduktion mittlerweile starke Konkurrenz herrscht glaube ich dir.

Das Sake allerdings authentisch für das Mittelalter sein soll, liegt mir doch etwas schwer im Magen. Die Handelsbeziehungen zu Japan begannen erst gegen Ende des Mittelalters und das dann Sake eingeführt wurde ist mir nicht bekannt. Welche Quelle hast Du denn?

So nun zur Sakeproduktion: Den Koji Pilz zu bekommen, ist schon möglich, allerdings nicht den Sake - Reis. Da Sake aus speziellen Reissorten hergestellt wird und diese Reissorten nicht gegessen werden, wird auch nichts exportiert. Dann wird dieser Reis auch noch auf eine spezielle Art geschliffen, so daß nur der Kern aus reiner Stärke übrig bleibt. Du wirst also nur ein annäherndes Produkt herstellen können und das finde ich wenn Du das Ganze mit Sake beschriften willst, als schwierig. Wie sieht das in diesem Fall eigentlich mit der Deklerationspflicht nach deutschem Lebensmittelrecht aus?

Gruß Birgit

Ps: Weiß jemand aus dem Forum, ob die Herstellung von Weinen aus Getreide, für den Verkauf in Deutschland immer noch verboten ist?

[Dieser Beitrag wurde am 05.10.2005 - 21:21 von Birgit aktualisiert]
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Beitrag von Tompson » 06 Oktober 2005 06:55

Naja, vom Mittelalteraspekt her..., die hatten wohl andere Handelswaren als ausgerechnet Sake. Fremdländische Küche war seinerzeit wohl noch nicht so populär :schlecht:
Anderenseits scheuen sich die Veranstalter sich ja auch sicher nicht, 50 Cent Klogebühren zu nehmen, das ist ja nun auch nicht gerade originalgetreu ;)

Mit den Verkaufs- und Deklarationsvorschriften würde ich es allerdings genau nehmen, ein Bekannter erzählt mir letztens von seinem Steuermandanten aus Kölln, der wegen eines spendiertem Bierfasses für ein Straßenfest Strafe zahlen sollte. Naja, er hat halt selber ausgeschenkt (kostenlos) und ohne Lizens und Paragraph bla, Absatz blü ... :mrgreen:
Wir leben eben in Deutschland ?-|

Aber ich könnte mir vorstellen, daß gerade im Bereich von Honigwein mit Früchten (Melomel) noch Land zu gewinnen ist. Keine Ahnung, ob man damals sowas gemacht hat aber das wird wohl keinen stören. Ich sehe immer bloß Hanf-Honigwein und vielleicht noch Met mit Nüssen und das ist schon das ausgefallenste, was mir einfällt :|

Ausßerdem bin ich sehr anspruchsvoll und reagiere immer etwas zurückhaltend, wenn Holunderblütenwein (Federweißer wohlgemerkt) im Mai angeboten wird und mir dann (nicht weitersagen *flüster* Geheimtip unter Kollegen) offeriert wird, man arbeite nur mit Sirup, das ist praktischer ?-|

Will Dir das aber nicht unterstellen :-x
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Beitrag von Metbiene » 06 Oktober 2005 12:52

Also, je mehr ich über Sake lese, destomehr denke ich, daß das doch den Profis überlassen werden sollte! Von den 125.000(!) Sorten Reis sind anscheinend nur 46 für die Sakeherstellung geeignet. Die Chancen, hier so einen zu bekommen, sind wohl gleich null. Und dann einfach "irgendetwas; so ähnlich, aber halt doch nicht wie Sake, " das will ich nun wirklich auch nicht. Ich habe mir übrigens nicht vorgestellt, dass Sake an sich gehandlet wurde, sondern der Reis mir sozusagen miT "Geheimrezept für Sake" irgendwie zugekommen wäre. Aber ich such doch besser nach einem Rezept, das sonst keiner hat, aber mit "deutschen, mittelalterlichen" Zutaten. Hab heute morgen noch ein Rezept in der Most-und Weinfibel von Vina gesehen. Hört sich gut an: Apfelwein nach Jägerart. Mit Wacholderbeeren, Waldhonig und Holunderbeerensaft. Hat jemand von Euch das schon mal probiert? Vielleicht hat ja jemand sonst noch eine Idee?! Wäre super!
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Beitrag von Tompson » 06 Oktober 2005 13:24

Eine ausgefallenen Idee, die man sicher auch als mittelalterlich vermarkten kann, ist vielleicht noch Ebereschenwein.
Ein Rezept dafür steht meines Wissens nach im altehrwürdigen Donath-Weinbuch (das geistert auf einer anderen Weinseite als Pdf-File herum).

Aber Du solltest da besser noch gründlicher recherchieren. Meine ich.
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Beitrag von sigi » 06 Oktober 2005 13:27

Metbiene,

Zusätze von Wacholderbeeren und Holundersaft oder auch nur Holundersaft wurden früher im Schwäbischen gemacht, wenn man ganz besonderen Apfelmost z.B. für Feste herstellen wollte. Das hab ich selbst noch erlebt und der Most ist auch was ganz besonderes und schmeckt hervorragend. Wird von wenigen Haushalten auch heute noch hergestellt.

Daran denken, dass der Vina "Jägerart" sich auf den normalen Apfelwein ( Apfelmost ) mit etwa 6 - 7 Vol % Alkohol bezieht.

Könnte mir auch vorstellen, dass diese Mischung bei höher aufgezuckerten Apfelweinen ( Cider ) gut schmeckt. Einfach mal mit 10 Litern ausprobieren :D

Ansonsten geb ich Tompson mit der Deklariererei recht, könnte mir vorstellen, dass auch auf Märkten in der Hinsicht immer mehr kontrolliert werden wird.

Deshalb meines Erachtens sich eher auf Fruchtweine mit Honig verlegen, weniger problematisch mit Mischungsverhältnis und Deklaration und bei richtiger Fruchtauswahl vermutlich weniger Konkurrenz...........

Gruss... Sigi
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