Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Andreas_07
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Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 25 März 2018 14:46

Hallo liebe Leute!

Soeben habe ich meinen ersten Fruchtweinansatz bestehend aus einer Tk-Beerenmischung gestartet.
Zur Verwendung kamen:

- 20 ml Antigel
- 4,5 kg Beerenmischung (Rote- und schwarze Johannesbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren)
- 4g Hefenährsalz
- 1,2 kg Zucker
- Reinzuchttrockenhefe (Portwein) = wurde Vorgestern in einem Gärstarter angesetzt (ich weiß kein Muss...aber auch das war mein "erstes Mal"...und ausprobiert werden muss es ja irgendwann trotzdem einmal), bestehend aus ca. 0,5g Hefe sowie 500 ml Apfelsaft Naturtrüb
- 6 L Wasser


Ursprünglich wollte ich den Ansatz in nur einem Gärfass (12 L) ansetzen. Ich habe mich auf Grund des sich so ergebenen mangelhaften Steigraumes dazu entschieden, den Ansatz auf zwei 10 L Gärballons aufzuteilen.

-> Als erstes habe ich die Beerenmischung "gematscht", spricht immer wieder per Hand (natürlich gesäubert....jedoch habe ich nicht vor Laborbedingungen herzustellen).
Aus der 4,5 kg Beerenmischung wurden eine ca. 4,2 L zähflüssige "Beerenpampe" (Maische?...oder ist die Maische die "Beerenpampe" + Wasser?).

Ich habe versucht sie so aufzuteilen, dass am Ende jeder Gärballon ca. 2,1 L enthält. (siehe Bild)
Bild

-> Nun habe ich für jeden Gärballon ca. 0,6 kg Zucker abgewogen und jeweils in 1 L Wasser gelöst und den Ballons hinzugefügt.
-> Anschließend habe ich jeweils 2 g Hefenährsalz in 1 L Wasser gelöst und ebenfalls hinzugefügt.
-> Der restliche Liter Wasser wurde hinzugefügt, womit ich nun auf eine ungefähre Füllmenge von 5,1 L (+ - einige ml) pro Gärballon gekommen bin.
Anmerkung: Das Wasser war stets lauwarm.

-> Jedem Ballon wurden 10 ml Antigel hinzugefügt.
-> Jeder Ballon hat jetzt ca. 250 ml des Gärstarters erhalten (dieser wurde vorher gut geschüttelt um auch die hefe am Boden mitzubekommen)
-> Das ganze wurde jetzt noch einmal ordentlich geschwenkt. Anschließend wurden die zwei Gärspunde aufgesetzt.

Bild

In ein- bis zwei Wochen möchte ich das ganze dann abpressen sowie einen Säuretest durchführen. Wenn möglich werde ich anschließend die gesamte Flüssigkeit dann in mein 12 l Gärfass verbringen. (Sinnvoll?)

Gibt es Tipps, Anregungen? Werden evtl. weitere Informationen gewünscht? Könnte ich evtl. noch einge Liter Wasser hinzufügen oder sollte ich erst einmal den Gärstart abwarten?

Ich hoffe das war für den Anfang nicht ganz so desaströs ^^. Aber naja...aller Anfang ist schwer :).


Lg,

Andreas

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Chesten
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Chesten » 25 März 2018 15:13

Bisher hört sich alles gut an ;) .
Wenn es jetzt auch noch ordentlich anfängt zu gären ist alles super.
Ich maische immer nach einer Woche ab, manchmal auch nach 10 Tagen.
Zwei Wochen würde ich nicht warten dann kommen zu viele Bitterstoffe in den Wein und es wird mehr Fusel gebildet und für einen vollen Geschmack reicht auch eine Woche völlig aus.

Ich hoffe das dein 12-Liter-Fass auch nach dem verdünnen reicht !
Ich hatte letztes Jahr Johannisbeeren geschenkt bekommen und ich hatte daraus ca. 1 Liter Saft gewonnen und der hatte ganze 23 g/L Säure 8-! !
Solch hohen Werte hast du hoffentlich nicht aber verdünnen muss man in der Regel schon.

Aber warten wir jetzt erstmal ab ! Wichtig ist das die Gärung jetzt schnell einsetzt alles andere ist jetzt erstmal zweitrangig.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 25 März 2018 15:34

Chesten hat geschrieben:
25 März 2018 15:13
Bisher hört sich alles gut an ;) .
Wenn es jetzt auch noch ordentlich anfängt zu gären ist alles super.
Ich maische immer nach einer Woche ab, manchmal auch nach 10 Tagen.
Zwei Wochen würde ich nicht warten dann kommen zu viele Bitterstoffe in den Wein und es wird mehr Fusel gebildet und für einen vollen Geschmack reicht auch eine Woche völlig aus.

Ich hoffe das dein 12-Liter-Fass auch nach dem verdünnen reicht !
Ich hatte letztes Jahr Johannisbeeren geschenkt bekommen und ich hatte daraus ca. 1 Liter Saft gewonnen und der hatte ganze 23 g/L Säure 8-! !
Solch hohen Werte hast du hoffentlich nicht aber verdünnen muss man in der Regel schon.

Aber warten wir jetzt erstmal ab ! Wichtig ist das die Gärung jetzt schnell einsetzt alles andere ist jetzt erstmal zweitrangig.
Bis wann soltle man den eine Gärungsreaktion erkennen können? Bisher ist alles so wie auf dem Bild (Anklicken ums größer abgezeigt zu bekommen).

PS: Der erste Satz kann gestrichen werden ^^...eben hat der Blubbmarathon im ersten Behälter begonnen (nach etwas über einer Stunde...so schnell ^^??).

Also würdest du JETZT erstmal keine weitere Flüssigkeit hinzufügen (siehe Bild Füllstand). Kann bei starker Gärung wirklich so viel PLatz wie derzeit vorhanden gebraucht werden?

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 25 März 2018 16:50

PS: Wie oft in der ersten Zeit schwenken?

Sry das ich deswegen ein neuen Kommentar hinzugefügt habe...aber scheinbar kann man einen Beitrag nur einmal editieren.

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Chesten » 25 März 2018 19:05

Das editieren ist nur eine bestimmte für normale Nutzer möglich um z.B. nicht nachträglich Werbung in den Post einzubetten.

Ja ist doch super :D !
Wenn nach ca. einer Stunde die Gärung einsetzt hast du alles richtig gemacht !
Ich würde es jetzt erstmal gären lassen und nix weiter machen.
Wenn du ca. in einer Woche abmaischt ist ein guter Zeitpunkt die Säure zu messen und ggf. zu verdünnen.

Also keinen Stress wenn der andere Ballon jetzt glich auch blubbert ist alles super !

Da deine Ballon ja nur halbvoll sind ist es kein Problem diese auch zu schütteln aber das reicht einmal pro Tag völlig aus.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 März 2018 19:10

Es gibt ein Zeitfenster innerhalb dessen du deinen eben erstellten Beitrag editieren kannst. Leider ist das wegen einiger Idioten notwendig, die das Forum anderenfalls vollspammen.

Je öfter du schwenkst, desto besser. 24/7 wäre ideal :mrgreen:

Wie stark die Schaumbildung ausfällt ist nicht wirklich vorhersagbar. In selten Fällen reichen trotz Antigel selbst 2/3 Steigraum nicht. So wird's schon in Ordnung sein.

edit: Zweiter
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 25 März 2018 19:41

Alles klar ^^. Danke euch für eure Unterstützung.

Eine Frage, da Ostern naht, habe ich dann heute aber doch noch. Entschuldigt ^^...aber irgednwie kommt einem das immer dann, wenn man es nicht braucht und umgekehrt.
Zu meiner Frage: Wie lang hält eurer Erfahrung nach das Wasser in einem Gärröhrchen vor? Denn am Donnerstag (da werde ich auch die Röhrchen noch einmal füllen) werde ich mich in Richtung Heimat (komme aus Potsdam, studiere im Norden MVs) aufmachen und erst am Sonntag Abend wiederkommen. Reicht das so lang?


Ich werde hier dann in einer Woche fortfahren. Fragen die nicht direkt etwas mit meinem Tagebuchprojekt zutun haben werde ich der Ordnung halber an anderer Stelle stellen.


Lg,

Andreas

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Chesten » 25 März 2018 20:23

Um deine Frage mal so zu beantworten:

Ich habe das Gärröhrchen meines Himmbeerwein am Tag des Ansetzens befüllt und das war am 28.01. diesen Jahres und das ist noch nicht trocken gelaufen ;) .
Also wenn du keine 45°C in deiner Bude hast sollte das die zwei Tage "grade eben so" schaffen ;) .
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Josef » 25 März 2018 20:27

Keine Sorge, das Wasser hält Wochen oder sogar Monate.

Andreas_07
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 25 März 2018 21:55

Ein kleines Update (das musste noch sein) nach sechs Stunden Gärung :). Schon eindrucksvoll wie ich finde.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=5m00wW0 ... e=youtu.be


Lg

Andreas

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Josef » 25 März 2018 22:38

Optimal. :engel:
Die Gärröhrchen sind ja ordentlich mit Wasser gefüllt. Da wird dir in den nächsten Tagen, wenn sich die Gärung noch etwas entwickelt, einiges rausblasen. Aber passieren kann da nix.

Igzorn
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Igzorn » 25 März 2018 23:30

Du hast alles! richtig gemacht. So soll es aussehen. Viel Erfolg! Wenn das Blubbern nachlässt, braucht er Zucker.

Vielen Dank für Bilder und sogar Video! :clap:

Für Deine Frage, wie viel Zucker: am Anfang mehr, am Ende weniger. Nachzuckermethode
In einer Woche würde ich damit rechnen.

Besorge Dir noch ein Präzisionsvinometer. Muss nicht sein, macht das Leben aber einfacher.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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