Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Andreas_07
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 11 April 2018 17:38

Paket ist endlich angekommen ^^. Jedoch habe ich noch keinen Zugriff.

Kleine Zwischenfragen (zwei):

1. Könnte ich reinTheoretisch obwohl noch eindeutig Gärung zu erkennen ist (Alkoholtoleranzgrenze noch nicht ganz erreicht) die Hefe im Wein sich dennoch schon absetzen lassen (Gärung unterbrechen) ? Derzeit hat es hier Nachts um die 5 Grad...das sollte eigentlich jeder Hefe den Gar aus machen oder? Ginge das auch bei Weinen mit nur ca. 10 % vol?

2. Wenn der Wein nach einer Probe säuerlich-trocken schmeckt und die Gärung scheinbar beendet ist....wieviel Zucker auf einen L Wein gibt man hinzu um eine leichte Süße zu erreichen? Im Guide steht zwar das man leicht nachzuckern solle jedoch nicht wie viel......(oder hab ich mich verguckt ?) man will den Wein ja nicht überzuckern. Sicher muss man immer wieder etwas hinzugeben und abschmecken dennoch....eine "Richtung" wäre schon nicht verkehrt so das man da nicht stundenlang sitzt und sich den Kopf zuknallt ^^.

Igzorn
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Igzorn » 11 April 2018 18:59

Die Antwort ist nein. Schwefeln, einfrieren und so weiter können die Gärung nicht sicher beenden.

Es geht nur:
Kochen - geschmacklich abzulehnen
Steril Filtrieren - kostet Zeit und Geld (wird empfohlen)
Druckfass - 8 Bar lassen die Gärung stocken
Nachzuckermethode - starke Weine, wenig Aufwand, dauert aber.

Alles andere ist Wunschdenken.

Pulcino Oil ist die aktuelle Empfehlung, aber der Simplex funktioniert auch. Preise siehe Internet. :mrgreen:


Zur Nachsüssung des fertigen Weines, gibt es keine klaren Regeln. Ich habe Samstag eine Hagebutte in die Flasche gebracht, da reichten 5g/l Zucker. Laut Ebu hat er 17%.

Die Verfahrensempfehlung sieht so aus:
500ml Wein anzapfen.
Auf 5 Gläser verteilen.
Glas 1 bekommt 0,5g Zucker was 5g/l entspricht
Glas 2 bekommt 1g Zucker was 10g/l entspricht
usw.

Den Zucker musst Du perfekt verrühren. Das nervt wie Hülle, ich hab mir nen Hand-Milchaufschäumer besorgt, aber es nervt trotzdem.

Wenn Du sowieso süsse Weine trinkst, fang gleich mit 10 an.

Wenn Du deinen Bereich gefunden hast, z.B zwischen 15g/l und 20g/l wiederholst Du den Versuch und machst ein Glas mit 15g/l, eins mit 16g/l usw.
Damit solltest Du a) gut betrunken sein und b) den Bereich für Dich gefunden haben.

Ich liege regelmäßig über 15 und unter 25. Hatte aber schon Ausrutscher nach unten 5g/l mit der Hagebutte und nach oben ... 50g/l

Es hängt stark davon ab, wieviel von dem bereits zugegebenen Zucker noch übrig ist.

Achso ... Es gibt natürlich noch Alternativen dazu:
Probieren, Zuckern, probieren, Zuckern, usw.
Das führt aber schnell zu einem Überschuss, der nicht mehr entfernt werden kann.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 April 2018 22:55

Kleine Ergänzung zum Beitrag von Igzorn, dem ich nur zustimmen kann: Wenn du den Wein dauerhaft und permanent bei sehr niedriger Temperatur lagern kannst sollte auch keine Nachgärung ablaufen. Anders herum gesagt: Sobald sich die Lagertemperatur erhöht kann wieder eine Gärung einsetzten.

Solche Fälle hat es hier im Forum schon gegeben: Ein Mitglied hatte einen schön kühlen Keller, hatte nie Nachgärungen und hat die Filterfraktion für verrückt erklärt. Er hat mir eine Flasche geschickt, die lag ein paar Wochen bei Raumtemperatur herum, und schon hatte ich eine schöne Nachgärung.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 11 April 2018 22:59

Danke für eure Hinweise :). Werde das so machen wie vom Igzorn beschrieben.

Dennoch eine Anschlussfrage: Wenn der Wein von der Hefe (bspw. nach dem der Wein für eine Woche im Kühlschrank gelagert worden ist) abgezogen worden ist, müsste eine Nachgärung dann nicht sehr unwahrscheinlich sein? Denn wenn die Hefe weg bzw. tot ist (durch zu niedrige Temperaturen) dürfte ja eigentlich nichts mehr da sein was eine Gärung veranlassen könnte.

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 April 2018 23:08

Es werden aber noch Hefereste vorhanden sein, und diese Reste sind eben nicht tot.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 12 April 2018 10:31

Also müsste man den Wein quasi Schockfrosten oder wie XD (ist für mich die konsequenz)? OK das käme nat. nicht in Frage.

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Metinchen » 12 April 2018 10:54

Hilfreich kann es bein probieren auch sein, die Probe die einem am meisten zusagt, plus die davor und danach, noch für einen einen weiteren Abend aufzubewahren und zu probieren. Manchmal wundert man sich über sich selber :lol: , was man vorher lecker fand.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Igzorn » 12 April 2018 17:26

:mrgreen: haha den kenn ich. Verschenken hilft. :lol:
Man sollte das ganze wirklich nüchtern starten und verlassen. Dann wird es schon.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 April 2018 21:47

Wie ist das mit dem Schockfrosten gemeint?

Selbst ein Einfrieren killt nicht alle Resthefen zuverlässig.
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Moneysac » 13 April 2018 15:25

Also meine Hefe ist seit 6 Monaten eingefroren, natürlich hat sie etwas nachgelassen aber gärt immer noch ausgezeichnet.

In der Praxis funktionieren nur die von Igzorn bereits genannten Methoden.

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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Chesten » 13 April 2018 16:36

Ich mache mal etwas Werbung ;) !
Der Chef hat einen Simplexfilter mit Filterschichten abzugeben da ihm der Platz ausgeht, vielleicht hilft das euch beiden was :hmm: ?
Der eine wird sein Filter los und du kannst deinen Wein filtern.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Andreas_07
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Re: Erster Wein: Tagebuch (Ansatz: Tk-Beerenmischung)

Beitrag von Andreas_07 » 17 April 2018 12:47

Danke für eure Zeilen ^^.

Amüsanter Weise bin ich jetzt in Besitz meines Säure-Sets jedoch nicht in meiner Unistadt. Ich habe letzte Woche meine Weine das letzte mal gezuckert. Der Alkohol bei denen lagen zwsichen 12-14,** % vol.

Sollte die Gärung bei dem ein oder anderen jetzt bereits beendet sein ist es nicht wild wenn die Hefe noch bis Sonntag im Behälter steht, oder? Selbst wenn bei einem der Zucker evtl. jetzt wieder fertig vergoren wurde? Man die Sache mit der Hefe nervt mich XD. Hab städnig Ansgt das die "schlecht" werden könnte. Wie gesagt letzten Donenrstag waren alle Weine noch in Gärung nach Nachzuckerung.

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