Schlehenwein 2004

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Birgit
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Schlehenwein 2004

Beitrag von Birgit » 07 November 2004 17:39

Hab gerade den Schlehenwein, den ich letzte Woche angesetzt habe, abgepresst. Die Gerbsäure hält sich, trotz des wenigen Frostes relativ in Grenzen. Allerdings liegt der Säuregehalt bei dem aufgefüllten 10l Ansatz bei über 9 g/l und muß dieses Jahr auch über Gebühr verdünnt werden.

Durch den extrem feuchten Herbst fingen die Schlehen allerdings schon zu faulen an, wer also noch sammeln will, sollte es bald tun.

Gruß Birgit
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Tompson
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Schlehenwein 2004

Beitrag von Tompson » 08 November 2004 07:02

Oje. :mrgreen:
Dann wird das wohl nichts bei mir, obwohl ich Schlehenwein fest im Programm hatte.
Aber dann bleibt halt was neues für nächstes Jahr über... :|
Oak ne jechn!

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volk73
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Schlehenwein 2004

Beitrag von volk73 » 08 November 2004 16:19

hui, danke für den hinweis, dann werd ich dieses WE wohl die schlehen sammeln ...

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Schlehenwein 2004

Beitrag von badrabbit » 26 November 2004 13:19


Ich hab am 14.11.04 einen Schlehenwein aus frisch geernteten Früchten angesetzt. Dazu bin ich wie folgt vorgegangen:

- 5kg Schlehen zu Maische verarbeitet
- 15 ml Antigel zugesetzt und 12h wirken lassen
- 1kg Zucker in 2l Wasser aufgekocht und Maische damit überbrüht
- abkühlen lassen, in 10l Ballon gefüllt
- Burgunder-Hefe und 4g Hefenährsalz zugesetzt

Nach 2 Tagen hat das Gärröhrchen angefangen zu blubbern. Nach 10 Tagen habe ich die Maische abgepresst (ergab 7l Saft). Den Saft habe ich wieder in den Ballon gegeben und auf 9l aufgefüllt.
Eine Säuremessung ergab 8g/l. Zucker scheint auch noch genug drin zu sein, schmeckte jedenfalls nicht übermäßig sauer.
Aber der Saft scheint ziemlich viel Gerbsäure zu enthalten. Nach dem Verkosten hatte ich ein ziemlich pelziges Gefühl im Mund. Lässt das mit der Zeit noch nach oder bleibt das so?



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Pauli
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Schlehenwein 2004

Beitrag von Pauli » 26 November 2004 14:15

hi,

seid ihr nicht etwas früh dran? bei uns war gestern zum ersten mal "richtiger" frost (zarte eishaut am gartenteich). ich habe vor bis mindestens mitte dezember zu warten.

der ausfall durh vergammelte früchte ist bei mir so wie jedes jahr


pauli

[Dieser Beitrag wurde am 26.11.2004 - 14:16 von Pauli aktualisiert]

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Schlehenwein 2004

Beitrag von Max » 26 November 2004 15:16

Hallo,

in diesem Jahr wollte ich auch mal Schlehenwein ansetzen (jetz da ich wieder einen 10 l Ballon frei habe.) :D

Bei mir in der Umgebung sind die meissten Schlehen eingetrocknet. Die sehen aus, wie Trockenobst und haben keinen sichtbaren Schimmel.

Kann man solche Schlehen auch noch für Wein nehmen oder kann das ein Pilz sein (Monilia ?-| oder so)?
Wieviel sollte man da auf 10 l nehmen?

Gruß
Max

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Schlehenwein 2004

Beitrag von badrabbit » 26 November 2004 15:26

Wir hatten Anfang November etwa eine Woche lang Nachtfrost. Danach habe ich die Schlehen geerntet. Es waren nur wenige verschrumpelt, schimmlige oder verfaulte hatte ich gar keine.

Kriegt man die Gerbsäure wieder raus aus dem Wein? Hat da jemand Erfahrung?

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Beitrag von Birgit » 26 November 2004 15:37

Hallo,

@badrabbit
Wir sind eigentlich immer froh wenn wir Gerbsäuren im Wein haben ?-|

Hier im Forum hatte ich bereits mal etwas von Jens Priewe zu diesem Thema gepostet:

www.foren.de/system/thread-tannin-fruch ... 38800.html

Im Allgemeinen kann man sagen, das Beste bei Tannin ist die Lagerung, alternativ kann man auch eine Eiweißfällung versuchen, die aber sicher zu Lasten das Geschmacks geht.

@max
Eingetrocknete nicht schimmelige Früchte kannst Du verwenden. Diesen Maischansatz würde ich dann schwefel.

Erst die Maische konzentriert ansetzen, dann nach dem Abpressen auf einen Säuregehalt von 7,5 - 8 g/l verdünnen


Gruß Birgit

[Dieser Beitrag wurde am 26.11.2004 - 15:57 von Birgit aktualisiert]
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Schlehenwein 2004

Beitrag von Max » 26 November 2004 16:17

@Birgit
Danke, dann werde ich mal einen Schlehen-Ansatz versuchen, falls ich am Wochenende zum Sammeln komme. :D

Gruß
Max

[Dieser Beitrag wurde am 26.11.2004 - 16:17 von max aktualisiert]

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Beitrag von volk73 » 27 November 2004 12:01

hab eben meinen heurigen schlehenwein von der maische abgepresst. und 13% alk sowie 7,3 g/l säure gemessen. welchen säurewert strebt man denn bei schlehe an, auch 7,5 - 8 wie bei pflaume? ach ja ich verwende hier eine portwein trockenhefe.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 November 2004 14:18

7 bis 7,5 ist im Zeifelsfall für einen gut ausgebauten Wein immer richtig. Ich würde es so lassen wie es ist.
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(Too much coffee man)

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Beitrag von volk73 » 27 November 2004 14:39

vielen dank, dann werd ich mal den hefen freien lauf lassen, bis sie den alkohol-tod sterben :shock: :D

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