Schlehenmaische zu dickflüssig?

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Buzzer
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Buzzer » 30 Oktober 2011 21:55

Hallo Ihr,

ich habe gerade meinen ersten Schlehenwein nach dem FWK-Rezept angesetzt. Bin ja noch recht neu unter den Hobbywinzern, daher bin ich gerade etwas verunsichert, dass die Maische eine relativ homogene "Pampe" ist. Es ist keine Schichtung zwischen Fruchtfleisch und zugegebenen Wasser zu erkennen, wie z.B. bei meinem Pflaumenweinversuch. Es wirkt alles noch sehr dickflüssig. (Die Schlehen waren aber auch sehr dick, vermutlich irgendeine Kreuzung).
Ist die Konsistenz so in Ordnung oder muss das noch verdünnt werden?



Gruß Marcus

[Dieser Beitrag wurde am 30.10.2011 - 22:00 von Buzzer aktualisiert]

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fibroin
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von fibroin » 30 Oktober 2011 22:12

Immer mit der Ruhe, die Trennung von Flüssigkeit und Maische kommt noch.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Gartengemuese » 30 Oktober 2011 22:21

Buzzer hat geschrieben:
Ist die Konsistenz so in Ordnung oder muss das noch verdünnt werden?

Gruß Marcus

Ich würde erstmal, wenn überhaupt, nur ganz wenig Wasser dazu geben.
Wir haben gestern unsere Schlehenmaische nach sechs Tagen abgepresst (mein pes. Rezept, einfach ca. die doppelte Menge an Schehen im Maischeeimer mit Wasser aufgefüllt, in diesem Fall 8 kg Schlehen auf 15 l aufgefüllt). Sah fast genauso aus, etwa 5 cm Füssigkeit unter der Maische. Bei uns kamen nach viel fluchen und zwei absolut dichten Pressbeuteln gerade mal 8,5 l Flussigkeit heraus, die wir auf 10 l verdünnt haben, um mit der Säure hinzukommen.
Heuer ist alles irgendwie anders...
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 Oktober 2011 22:46

Antigel ist drin?
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Buzzer » 30 Oktober 2011 22:53

Danke schonmal für die Antworten. Mal sehen wie sich der Ansatz in den ersten 24 Stunden entwickelt.

Jepp, 15ml Antigel sind drin.

Habe zwischen 3-4 Litern Wasser für den 10er Ansatz zugesetzt.

[Dieser Beitrag wurde am 30.10.2011 - 22:55 von Buzzer aktualisiert]

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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 Oktober 2011 23:03

Ich denke auch dass sich das noch geben wird.
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Ehli » 31 Oktober 2011 00:26

Macht Euch keine allzugroßen Sorgen 8-) Meine abgepressten und verdünnten 22 Liter haben heute den Deckel des 40 Liter Fasses erreicht :twisted:
Da ist so viel Fruchtfleisch drin, das nun natürlich oben auf schwimmt, dass der normale Schaum keine Chance hat durchzudrücken und zusammen zu sacken.
Schlehe ist einfach was besonderes und wird von mir auch so behandelt. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit schadet da nie :D
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von JasonOgg » 31 Oktober 2011 08:47

Ehli hat geschrieben:Meine abgepressten und verdünnten 22 Liter haben heute den Deckel des 40 Liter Fasses erreicht
Antigel drin? 8-)

Hattest Du einen groben Pressack verwendet? Ansonsten unterscheidet sich Schlehe nicht sehr von (Kirsch-)Pflaume.
Gartengemuese hat geschrieben:Bei uns kamen nach viel fluchen und zwei absolut dichten Pressbeuteln gerade mal 8,5 l
Von den 8kg Schlehen waren wahrscheinlich 4kg Kerne ?-|
Das ist halt so.

Auf dem Bild sieht es so aus, dass die Gärung noch nicht läuft, alles ganz frisch. Die Kohlensäure, Antigel und Zeit wird das noch richten. Verdünnen würde ich auch erst später. Dieses Jahr gibt es (hier) so viele Schlehen, dass man ruhig großzügig sein kann.
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Ehli » 31 Oktober 2011 19:08

Na klar war da genug antigel drin :P
JasonOgg hat geschrieben: Antigel drin? 8-)

Hattest Du einen groben Pressack verwendet? Ansonsten unterscheidet sich Schlehe nicht sehr von (Kirsch-)Pflaume.
Die Presstücher und die Steine in den "kleinen Biestern" sind das Problem. Tücher recht grob (eigentlich für Kernobst) lassen viel Matsch durch. Bei entsteinten Kirschen und Pflaumen hab ich hinterher viel Muß im Saft, welcher sich aber recht schnell und kompakt absetzt. Was im Tuch verbleibt ist quasi trocken und kann mit der Hand leicht zerbröselt werden. Die Schlehen mit Stein sind meines erachtens von der Konsistenz her schon ein wenig "mehliger" und lassen sich durch die Steine bedingt nicht so trocken abpressen. So bleibt die feuchte Schlonze massiv im Tuch hängen. Reinigen geht dann nur noch durch Trocknen und Ausreiben. Erst wenn die ganzen Fruchtreste rausgerubbelt sind kann's in die Waschmaschine gehen.
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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Buzzer » 06 November 2011 20:16

So, mal ein kleines Statusupdate :)

Das Antigel hat gute Arbeit geleistet, der homogene Brei hatte sich getrennt. 5 Tage später hab ich das ganze abgepresst. Vom 10 Liter ansatz sind jetzt noch 9 Liter übrig.
Heute hab ich die Säure gemessen und war etwas erschrocken: ca. 13,5 g/L
(Hab gestern die Säure unverdünnt gemessen, dem Ergebnis nicht ganz getraut und gerade eben noch mal eine Vergleichsmessung 1:1 verdünnt gemacht, damit ich den Farbumschlag besser beobachten kann.)
Wenn ich so in Richtung 7,5 g/L kommen will müsste ich ja auf 14,4 Liter auffüllen.
Bin mir jetzt nicht sicher was ich machen soll, daher hoffe ich auf eure Hilfe ;)
Verträgt die Schlehe so eine hohe Verdünnung oder hab ich dannach nur noch Schlehenschorle?

Grüße

[Dieser Beitrag wurde am 06.11.2011 - 20:17 von Buzzer aktualisiert]

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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von matzl0505 » 06 November 2011 21:56

Ich denke die Verdünnung kannst du so durchführen.

gruß
Marius
Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


Es gibt 10 Arten von Menschen. Die, die das Binärsystem verstehen und die, die es nicht verstehen.


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Schlehenmaische zu dickflüssig?

Beitrag von Buzzer » 06 November 2011 22:28

Danke Marius, ich hatte jedoch einen Fehler in der Rechnung:
Buzzer hat geschrieben: Vom 10 Liter ansatz sind jetzt noch 9 Liter übrig.
Sorry, hab mich vorhin verschrieben, meinte vom 10 Liter Ansatz waren nach dem abpressen noch 8 Liter übrig. :schlecht:

Einen Liter Wasser hab ich vorhin schon zugegeben. Werd dann wohl schrittweise auf 14,4 verdünnen, wenn keiner mehr Bedenken anmeldet ;)
So ganz wohl ist mir bei dem Gedanken, dass ich 8 Liter Wein mit 6,4 Liter Wasser verdünnen muss jedoch noch nicht.

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