Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

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xpleuel
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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von xpleuel » 09 Oktober 2005 20:51

Hallo
Jetzt aber mal schnell geantwortet.... ?-|
Da habe ich mal wieder ohnne Sinn und Verstand gearbeitet.
Habe am Samstag 30kg Pflaumen bekommen (war `ne echte Überraschung) und nach dem entsteinen noch 29,5kg übrigbehalten.
Doch jetzt kommt das Problem:
Da ich mit Glasballons arbeite fehlt mir die richtige Größe.
Deshalb die Frage Wieviel Liter Ansatz passen in einen 25L Ballon,wieviel in einen 30L Ballon wieviel in einen 15l Ballon usw.

ich denke mal,es wird sicherlich jemand vor dem Rechner sitzen,der sich damit auskennt ?-|
Das Rezept ist das normale von Kitzinger,das leicht abgewandelt überall wieder zufinden ist: 4,5L Waser auf 6kg Pflaumen.Da ich ja in mehreren Ballons ansetzen werde bieten sich auch verschiedene Ausführungen bzw.Zusätze an.Hat da irgendeiner Vorschläge?

Danke schon mal ;ich fange jetzt an die Pflaumen zu vierteln.

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fibroin
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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von fibroin » 09 Oktober 2005 22:39

xpleul, mit den 30 kg Pflaumen kannst du so 50 l Maische ansetzten. (6 kg für 10 l Wein)

Die sind in die Behälter zu verteilen.
30 l Ballon 22 l
25 l Ballon 18 l
15 l Ballon 10 l

So etwa könnte es gehen.

Und jetzt gebe ich dir einen Tipp: Gib nur 1 kg Zucker auf 10 l Wein für den Gärbeginn. Dann gärt der auch nicht drüber. Bitte nicht die Mengen vom Kitzinger nehmen. Das Ausrechnen der Zuckermengen lasse ich dir aus Hausaufgabe. 8-)

Besser ist das Rezept aus der Fruchtweinkeller-HP. :schlecht:
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von xpleuel » 10 Oktober 2005 01:16

Danke für den Tipp mit dem Zucker,kam leider zu spät für den 1. Ansatz.Habe jetzt auf 12kg 4kg Zucker zugegebeben.
Aber eine Frage interessiert mich jetzt ganz doll:
Warum muß man die Pflaumen vierteln?
Das dauert ja länger als das entsteinen....

gute Nacht,an alle die noch auf sind

Klaus

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Beitrag von fibroin » 10 Oktober 2005 13:17

Ich denke, wir haben 2 verschiedene Meßangaben. Ich rede von Maischevolumen, du von Fruchtgewichten. Aus 12 kg Pflaumen würde ich 20 l Maische herstellen mit 2 kg Zucker zum Gärbeginn. Du hast jetzt die doppelte Menge drin. Pflaumen haben nicht so einen Drang zu schäumen, vielleicht klappts. :schlecht:

Das Vierteln der Früchte hilft den Hefen, mehr Angriffsfläche zu finden. Das Aroma kann besser in den Wein gelangen. Die kannst alles in der Küchenmaschine matschen. Dann gärts garantiert hoch!
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von xpleuel » 10 Oktober 2005 16:32

Hallo
Ich habe am 01.09. meinen ersten Pflaumenwein angesetzt.Die Früchte habe ich durch den Mixer gejagt.
Abends mußte ich dann weg und bin erst am 4. abends wiedergekommen.
Und siehe da,der Ansatz blubberte nicht :| .Er blubberte erst am 7. als ich die Hoffnung schon verloren hatte. - Nur zur Erklärung :mein Aprikosenansatz war mir 2 Wochen vorher weggeschimmelt anstatt zu gären. :( - Der Pflaumenwein blubberte sehr langsam vor sich hin,und ich wußte und weiß nicht,was ich davon zu halten habe/hatte.
Obenauf schwimmt eine geschlossene Schicht,die ich für Schimmel hielt.Wie ich sie mir letzte Woche mal nnäher angesehen habe bin ich zu dem Schluß gekommen,daß es kein Schimmel ist,sondern Fruchtfleisch........Ob das stimmt weiß ich allerdings nicht,aber diese Schicht sieht halt aus - von der Korngröße - wie Geschreddertes Fruchtfleisch und nicht wie Schimmel (solch Großen Schimmel habe ich jedenfalls noch nie gesehen)
Natürlich hat er einen Bodensatz und in der Mitte funkelt es vor sich hin.
Aufmerksam bin ich wieder auf den Ballon geworden,weil er ab und zu noch immer blubbert.
Was mache ich denn jetzt mit diesem Ansatz?Lohnt es sich noch den abzuziehen?Es heißt ja immer nach 2 Wochen und nun sind bereits 5 Wochen um?

Eigentlich habe ich das nur geschildert,um meine Erfahrung mit geschredderten Pflaumen kundzutun.Es gab keinerlei Schaum in dem Ansatz,obwohl ich auch hier "die doppelte Menge" Zucker verwendet habe.
Mein Ansatz von gestern Abend/heute Morgen blubbert schon :D ,aber bis jetzt auch ohne Schaum.
Zum zerkleinern der Pflaumen muß ich sagen ,daß jetzt zuhause dicke Luft herrscht :!: .Ich habe nämlich so alles ausprobiert,was die Küche zu bieten hat.Das ging vom Wiegemesser über den Zwiebelhacker bis zum Fleischmesser,bzw.Brotsäge.Und dann nicht aufgeräumt,sondern nur weggeäumt.(schaut mal auf die Uhrzeit der letzten Nachricht).Außerdem war das nur die Hälfte gestern und gleich muß ich den Rest noch verarbeiten.
Aber ich denke,ich werde mal etwas investieren und mir einen Stabmixer zulegen.

bis denne
Klaus

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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von Birgit » 10 Oktober 2005 17:31

Hallo Klaus,

als erstes rate ich dir dringend zu Gärstartern bei deinen Ansätzen. Denn ein verschimmelter Ansatz und einer der nicht richtig gärt, sagen eigentlich schon genug. Wenn Du auf dem Ansatz der nicht richtig gärt eine geschlossene Schicht hast, halte ich die für Kahmhefe. Ist leicht weißlich, fast immer geschlossen. Dann heißt es den Ansatz pobieren, wenn er noch einwandfrei schmeckt, unter der Schicht abziehen, schwefeln, Alkohol messen, nach dieser Zeit sollte er deutlich über 10% haben. Wenn nicht, neue Hefe hinzu und das Beste hoffen. Wenn der Ansatz bereits muffig schmeckt, alles vernichten und den Ballon desinfizieren.


Außerdem sehr darauf achten das alle Utensilien, mit denen die Früchte und die Weine in Berührung kommen, desinfiziert sind.

Gruß Birgit

PS: Bei Plaumenweinen die solche Anwandlungen haben, immer die Säure messen und einstellen, immer, immer, immer ....

[Dieser Beitrag wurde am 10.10.2005 - 17:34 von Birgit aktualisiert]
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Beitrag von fibroin » 10 Oktober 2005 20:38

Juch, xpleul, was müssen denn meine trüben Augen da lesen?

Du hast Schwierigkeiten mit der Angärung? Dankenswerterweise hat Birgit schon alles geschrieben, was nötig ist. Eins wiederhole ich trotzdem: Pflege deine Hefen und mach eine Gärstarter! 8-)

So weisst du auch, ob die Hefen in Ordnung sind! Wie macht man den? Das ist auf der HP gut erklärt.
www.fruchtwein.de

Dann nicht den ganzen Zucker sofort beigeben und siehe, die Weine gären über Nacht an. :D
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Beitrag von xpleuel » 10 Oktober 2005 22:38

Ja ja ist doch gut.
Ich mache ja jetzt auch immer wieder einen Gärstarter.
Und zur Not nehme ich auch Backhefe,die startet innerhalb einer Stunde.
Auch wenn Birgit die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wird,weil doch Backhefe zum backen da ist....
Aber wenn ich meinen Gärstarter aus der Heizug hole und Schimmel darin entdecke,dann nehme ich das,was am schnellsten geht.
Habe jetzt meinen 2. Ansatz im Ballon und festgestellt Ballon zu klein.Aber da der erste Ansatz nicht schäumt bin ich guten Mutes.
Werde aber vorsitzhalber noch ein Badetuch um den Ballon legen,falls es doch schäumt.Der steht nämlich im -ungeheizten- Wohnzimmer,und da will ich doch keine Sauerei riskieren.

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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 Oktober 2005 22:48

Ganz ehrlich: Wenn Du Wein machen willst mach es richtig. Einen verschimmelten Wein per Backhefe retten zu wollen halte ich im besten Falle für fraglich. Mein Ratschlag: Besorg Dir Trockenhefe. Erstens ist die problemlos haltbar und zickt weniger herum, zweitens kannst Du Dir damit oft den Gärstarter ersparen und drittens kann man davon ein, zwei Tütchen auf Vorrat lagern, damit einem gar nicht in so eine Backhefen-Bredouille kommt
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Beitrag von xpleuel » 11 Oktober 2005 06:48

Der Wein war doch nicht schimmelig,sondern der Gärstarter.
Es war wohl mein Fehler ,daß ich beim reinigen der Flaschen -1L Glasmilchflaschen- nicht ordentlich gearbeitet habe,da sich an der Glaswand Schimmelpilze gebildet hatten.
Birgit schrieb was von Sterilisation der Gerätschaften.Was war damit gemeint ßChemie oder einfach nur auskochen?
Einen schimmelnden Wein würde ich auch nicht retten wollen,sondern wegschütten.Soll ja gesünder sein,wie ich mal gelesen habe.

Klaus

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Beitrag von Birgit » 11 Oktober 2005 07:12

Hallo Klaus,

es geht um deinen schlecht gärenden Pflaumenansatz.
xpleuel hat geschrieben:Und siehe da,der Ansatz blubberte nicht.Er blubberte erst am 7. als ich die Hoffnung schon verloren hatte. - Nur zur Erklärung :mein Aprikosenansatz war mir 2 Wochen vorher weggeschimmelt anstatt zu gären. - Der Pflaumenwein blubberte sehr langsam vor sich hin,und ich wußte und weiß nicht,was ich davon zu halten habe/hatte.
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Ich glaube das Du in diesem Ansatz Kahmhefe hast. Diese ist hell, bildet große, geschlossene Schichten und ist in schlecht und langsam gärenden, säurearemen Weinen zu finden.

Weitere Informationen findest Du hier:

Weinfehler
xpleuel hat geschrieben:Was mache ich denn jetzt mit diesem Ansatz?Lohnt es sich noch den abzuziehen?Es heißt ja immer nach 2 Wochen und nun sind bereits 5 Wochen um?
1. Eine Probe herausziehen und den Geschmack testen
2. Den Alkoholgehalt testen
3. Den Säuregehalt testen (bei Plaumenweinen häufig zu niedrig, deshalb auch Kahmhefen)
4. Wenn der Geschmack noch in Ordnung ist, unter der verdächtigen Schicht abstechen in einen neuen zuvor sterilisierten Ballon
5. Entsprechend der Messwerte behandeln
6. Den benutzten Ballon sterilisieren.
7. Alle Küchengeräte die mit Wein in Berührung kommen sterilisieren, sonst überträgt man die Kahmhefen von einem Ansatz zum nächsten.

Gruß Birgit

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Pflaumenwein :Wieviel Ansatz in welchen Ballon

Beitrag von Tompson » 11 Oktober 2005 07:17

Wenn Du Gerätschaften, Ballons oder auch Flaschen benutzt, in denen irgendeine Art von Äks schonmal aktiv war (völlig wurscht, ob es sich nun um Schimmel, Kahmhefe oder sonstwas handelt):

:twisted: Chemiekeule auspacken :twisted:

Bei normalen Verunreinigungen im Ballon nach der Gärung nutze ich nur die Dusche mit viel heißem Wasser und eine Ballonbürste.
Gerätschaften zum Zubereiten der Ansätze wandern mit in die Emma.

Weitere erschöpfend informative Threads:

Ballon-Reinigung mit Unterlink

mächtig kleiner Link zum sterilisieren

Reinigen von Ballons

über Chemiekeulen

müßte erstmal zum Lesen genügen ?-|

Nochmal einen Nachtrag zur allgemeinen Pflaumenansetzerei Deinerseits.
Jetzt ist es wohl zu spät.
Aber beim nächsten Mal gehe doch mal der Tippeltappeltour nach der Fruchweinkellerseite vor. Dann eröffnet sich auch die eine oder andere Erkenntnis, wie man sich eine ganze Menge Ärger und Wegschütt-Verluste vermeidet :mrgreen:
Oak ne jechn!

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