Mein erster Kirschwein

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swansong
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Beitrag von swansong » 16 Juli 2011 20:01

So, ich hab mich heute auch mal an einem Kirschwein versucht. Dazu war ich heute auf einer Plantage selber pflücken. Angesetzt habe ich den Wein wie folgt:

  • 5,3kg frische Sauerkirschen
  • 4kg Tiefkühlsauerkirschen
  • 3l Sauerkirschnektar (50%)
  • 6g Hefenährsalz
  • 2g Hefezellextrakt
  • 300g Zucker (mehr war nicht da)
  • 20ml Antigel
  • Portwein Trockenhefe
  • mit Wasser auf ca 13l aufgefüllt

Was meint ihr? Ist das so okay? Sollte es vielleicht etwas mehr Antigel sein?

P.S.: Das Entseteinen war echt nervig. Wenn es nur frische Kirschen gewesen wären, hätte ich sicher irgendwann entnervt aufgegeben.



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fibroin
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Beitrag von fibroin » 16 Juli 2011 20:13

Das wird schon was geben. Ich hätte allerdings nur frische Kirschen gebraucht. Die Arbeit des Entsteinens, die muss irgendwie gemacht werden. Ob der Nektar sein muss, ist Geschmacksache.
Ich denke mir, du weisst, dass die Gärung wegen Zuckermangel nicht lange dauern wird. Das ist aber leicht zu ändern.
Antigel sollte reichen. Nach dem Abpressen die Säure kontrollieren.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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swansong
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Beitrag von swansong » 17 Juli 2011 10:14

Na ja, nur frische Kirschen wäre schön gewesen. Da ich aber allein pflücken war, war das leider nicht drin :(
Hm, der nektar besteht nur aus Wasser Kirschsaft und Zucker, also keine Aroma- oder Konservierungsstoffe. Ich dachte dadurch nochmal geschmacklich intensiver zu werden als mit Wasser.
Ja, der Zucker ist definitiv zu gering. Aber ich ahtte wieder einmal nicht genug da. Irgendwie passiert mir das öfter :|


Edit: Es gärt heute schon munter :D

[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2011 - 11:06 von swansong aktualisiert]

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Beitrag von fibroin » 17 Juli 2011 20:09

Zucker kaufe ich in 10 kg Gebinden. Der wird nicht schlecht, man hat immer was da. Bisher hat noch keine Kassiererin irgend eine Bemerkung gmacht. :D
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von Josef » 17 Juli 2011 22:22

Du meinst 10x1 Kg, oder gibt es wirklich irgendwo 10Kg Säcke?

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swansong
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Beitrag von swansong » 18 Juli 2011 19:52

Die Gärung war heut früh noch sehr intensiv, heut abend schon wieder etwas abgekühlt. Hab 600g Zucker zugegeben und schon ist wieder kein halten mehr. Von daher sieht erstmal alles gut aus :D

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Beitrag von Metdruidenlehrling » 18 Juli 2011 20:15

Kleine Frage am Rande, es spart einen weiteren "mein erster Kirschwein" - Thread.

Meine Gärung war am Höhepunkt bei einem Blubb alle 3 Sekunden der Gärglocke.(Nicht gerade überragend wie ich es zu einem Gärstart gewohnt bin..) Nun hat es aber stark nachgelassen nach dem Abpressen. Erst alle 6 Sek, dann jede Minute obwohl ich vor kurzem erst für 1 % nachgezuckert habe. Viel mehr hat sich aber nicht geregt. Ist das die normale Abnormalität eines Weinlings oder stimmt da was nicht?

Rezept:

10 Kg frische Sauerkirschen (das Entsteinen war die HÖLLE) 7,5kg Gewicht
0,5 Liter Portweingärstarter schäumend
30 ml Antigel
6,4g Hefesalz
2Kg Zucker
40g Milchsäure, 10g Zitronensäure (gemessen 7,5 g/l Säure, juhu!)
5l Destilliertes Wasser

Ansatz wurde am 29.6 angesetzt, nach 11 Tagen abgepresst. Laut Messung sind ca. 12 % Alk drin. Der Wein ist ziemlich Trüb, nur ist die Frage ob das reicht wegen der Trübstoffe.

Das alles ergab dann rund 15 Liter, hat gegärt wie oben beschrieben, aber nach dem Abpressen war erstmal Schicht im Schacht... Nun gurgelt der vooorsichtig vor sich hin... Beim Schwenken schäumt es moderat. Es bildet sich eine Schaumschicht und Co2 entweicht etwas schneller, klingt aber sofort wieder ab. Problem? :(

[Dieser Beitrag wurde am 18.07.2011 - 20:26 von Metdruidenlehrling aktualisiert]
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Beitrag von Zecke » 18 Juli 2011 20:29

Hi,
Metdruidenlehrling hat geschrieben: ... (das Entsteinen war die HÖLLE)
Warum schreibst du sowas? Am Wochenende warten 12kg Sauerkirschen auf mich und ich wollte das nicht vorher wissen :schlecht:

Im Normalfall sollte eine Maischengärung sehr aktiv sein. Hast du hier ein Maische-Eimer verwendet, der vielleicht nicht ganz Dicht war?
Nach dem Pressen dauert es immer ein bissl bis sich wieder Gäraktivität zeigt. Durch das Pressen hast du größtenteils den CO2 aus den Wein geholt und somit muss sich erst wieder ein Überschuss aufbauen. Und in den oberen Regionen dauert dies auch bekanntlich immer ein bisschen länger.

Gruß
Zecke

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Beitrag von Metdruidenlehrling » 18 Juli 2011 23:19

Oh Zecke... ich beneide dich, wenn du einen anständigen Entkerner hast... ich hatte nur meine Hände und ca. 6h vor dem Fernseher mit einem riiiesen Korb Kirschen. (Und ich hab mich noch beeilt)

Naja das Abpressen ist nun schon über eine Woche her. Kann das so lange dauern, dass sich das Co2 wieder einlagert? Beim Schütteln passiert ja acuh nicht viel.. :|
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 18 Juli 2011 23:24

So heftig wie zu Beginn wird die Gärung später nicht mehr. Futterchen haben die kleinen Freunde noch?
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Beitrag von Ehli » 19 Juli 2011 00:00

Stellt sich auch die Frage in was für einem Gefäß mit was für einer Gärglocke Du das ganze zu stehen hast.
Bei mir sind's 33 Liter im 54er Glaskolben mit dem größten Gärspund den es für unser Hobby gibt. Da ist ein Blupp/2Min. bei guten 20°C schon eher normal als mehr. Aufgrund der großen Oberfläche natürlich auch kaum Schaum.
Sobald der Druck merklich nachlässt werd ich in 2 15er spundvoll umziehen.
Andy
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Beitrag von Metdruidenlehrling » 19 Juli 2011 00:56

Nachgezuckert wurde das letzte mal für 1% alk bei 11 Litern Weinling am... Sch***... da hat mein Tagebuch eine Lücke. Auf jeden fall keine Woche her, maximal 3-4 Tage. Und dabei lagert es in einem 30 Liter Glasballon mit der Standardgröße in Sachen Gärglocke.
Nach dem Edit ist vor dem Edit!

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