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Pflaumen - Qualität des Ernteguts

Verfasst: 13 September 2015 22:01
von Gupbee
Hallochen,
neben dem handwerklichen Können entscheiden der Reifegrad der Früchte und sicher auch die Sorte über die Qualität des Weins. Säuregehalt, Zuckermenge und die Zusammensetzung der Aromen usw. sind halt je nach Erntezeitpunkt unterschiedlich. Das ist nicht neu und eher unproblematisch da man die Parameter - z.B. die Säure - einfach bestimmen und das Rezept dann anpassen kann. So weit - so Gut.

Aber
Sind die voll reifen Pflaumen aus denen der Sauft beim Reinbeißen rausläuft besser geeignet oder geben früher geerntete den schöneren Wein? Das grasgrüne Pflaumen eher weniger munden ist wohl unbestritten. Wo liegt aber der optimale Erntezeitpunkt? Ist es sinnvoll die Früchte nach Reifegrad zu sortieren? Was sind eure Erfahrungen.

Wer hat Erfahrungen mit unterschiedlichen Pflaumensorten bei der Weinherstellung? Welche Sorten geben den besten Wein? Habt ihr gute Erfahrungen mit der Faustregel "Blaue Früchte mit viel Schale, wenig Fruchtfleisch und nicht mehlig" gemacht? So habe ich es vor vielen Jahren von meinem Großvater gelernt und bin damit auch gut gefahren. Aber vielleicht gehts ja noch besser?

Welche Pflaumensorten sind die besten für die Weinherstellung? Einerlei ist die Sorte mit Sicherheit nicht. Wer hat hier Erfahrungen?

Fragen über Fragen. Und das wo doch aktuell schon wieder gut 50 kg Pflaumen bei mir blubbern.

Re: Pflaumen - Qualität des Ernteguts

Verfasst: 14 September 2015 11:23
von JasonOgg
Huch, Pflaumensorten gibt es wie Sand am Meer. Ich vermute mal, du beziehst dich auf Zwetschgen und Konsorten.

Ich habe sie mal so reif wie möglich werden lassen. Das hatte den Effekt, dass ich ein Trockenpflaumen-Aroma hatte. Mein Verdacht ist, dass die Oxidation bereits am Baum eingesetzt hat, es gab einen deutlichen Sherry-Geschmack. Kann man mögen, muss man nicht haben.