Litschiwein

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Vine
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Re: Litschiwein

Beitrag von Vine » 18 Januar 2015 19:04

Hallo Kuli!

Nun, man könnte sagen, dass nach dem Abschmecken vor dem Abschmecken ist ;) Aber nein, ich trinke ja praktisch kaum Alkohol. Also sagen wir "statt dem Abschmecken" :mrgreen:

ergebenst
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Re: Litschiwein

Beitrag von Blackbird » 19 Januar 2015 09:37

Ok ok, ich gebs zu,
ich bin da weniger empfindlich und habe da etwas robustere "Pratzen" (Hände). Aber auch ich verwende da zu solchen Arbeiten einfach Handschuhe...
Gerade die Stacheln von Kaktusfeigen sind ziemlich fein und mies :D

Wenn du so zart besaitet bist was deine Hände angeht, dann nimm eben 2 paar Handschuhe, dann kann deinen "Goldfingerchen" nix mehr passieren und du kommst auch in den Genuss :pfeif: :mrgreen:

Weiterhin gutes Gelingen ! :clap:
Mit fränkischen Grüssen
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Re: Litschiwein

Beitrag von Kuli » 19 Januar 2015 18:03

Hm, vielleicht muß sich Vine fragen ob sich der Aufwand überhaupt lohnt denn schließlich trinkt er ja keinen Alkohol :o :-x :lol:
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: Litschiwein

Beitrag von Blackbird » 19 Januar 2015 22:52

Wenn nicht er selbst, dann eben die anderen verwöhnen. Evtl die alte Dame mit dem Nässebeutel und dem Rolli :mrgreen:

Und unser lieber Vine trinkt doch, aber eben massvoll :shock:
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Re: Litschiwein

Beitrag von Vine » 20 Januar 2015 20:28

So Leute ... der Müffelwein wurde am Sonntag von der Maische getrennt.
Hier seht ihr mal ein Bild aus der anfänglichen Müffelphase:

Bild

Leider hat der Moderator hier immer noch nicht den olfaktorischen Upload ins Forum intergriert, sodass ich euch dieses Erleben leider vorenthalten muss.
Wie auch immer ... das Aroma hat sich etwas gemildert. Ich erhalte sogar wieder sporadischen Besuch von einzelnen Familienmitgliedern, nämlich jenen, die derzeit an Rhinitis leiden.
Der Wein selbst sieht heruntergerissen aus wie Spe***. Ich überlege schon, ob ich ihn so "naturtrüb" belasse und ihm einen treffenden Namen gebe ("Dixiheimer Ebersaft", "Trautholder Grüngesicht", "Blowjob Revenge", ... )
Alkohol lag erst bei 9%, die Säure bei 4,2 g/l. Ich habe mal 400 g Zucker nachgelegt, dass er wieder richtig in Wallung kommt Bild Die Säure werde ich wohl auf 6 g/l einstellen ... wenn ich dieses verflixte Mixacid finde Bild
Tatsächlich ist der Geschmack des Weines gar nicht so übel, wie der Geruch es vermuten lassen würde. Schmeckt einfach platt nach Litschi. Den werde ich wohl mit Tannin oder Eiche ein bisschen aufpeppen müssen.

Ansonsten: Kaktusfeigen würde ich nur gepanzert anfassen. Der Nachbarin geht es gut!

LG
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Re: Litschiwein

Beitrag von Josef » 20 Januar 2015 21:39

Vine hat geschrieben:Den werde ich wohl mit Tannin oder Eiche ein bisschen aufpeppen müssen.
Lass ihn erst mal zu Ende gären, dann kannst du immer noch entscheiden ob da was nötig ist. :pfeif:

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Re: Litschiwein

Beitrag von Blackbird » 20 Januar 2015 23:34

"Blowjob Revenge", und das hier in den heilige Hallen des Litchis! :o

Bevor ich da nun am Geschmack drehe, würde ich das auch erstmal Pur versuchen
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Re: Litschiwein

Beitrag von Vine » 19 März 2015 11:42

Nachdem ich zahlreiche PMs von verschiedenen Damen (und auch Herren - o tempora o mores!) bekommen habe, ob ich denn jetzt wieder frei wäre und meine Trautholdste nun endgültig vergrault habe, hier ein kleines Update zum Litschiweinfiasko :) Vorab: Ja, ich bin immer noch verheiratet! Es ist mir sogar wieder erlaubt das Schlafzimmer zu betreten! Auch das familiäre Leben im Wohnzimmer hat sich wieder normalisiert, seitdem sich die geruchliche Belästigung gegeben hat.
Der Litschiwein selbst ruhet geschwefelt und nicht ganz spundvoll in einem 10-l-Ballon im Keller mit etwa 12,5 Vol%, ganz ohne herumzustinken. Geschmacklich, wie schon oben beschrieben, ganz in Ordnung, tatsächlich nach Litschi. Die Selbstklärung gestaltet sich eher mangelhaft, obwohl ich den Ballon zeitweise richtig kalt gestellt habe. Der Wein ist immer noch weißlich-trüb.

So long!
Vine

Weitere Anfragen per PM aus gegebenem Anlass bitte nur wegen gelegentlicher, heimlicher Treffs! Ich bin altmodisch, also rein heterosexuell veranlagt!! Bitte nur devote Damen ... auf die Mütze krieg ich daheim schon genug!
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Re: Litschiwein

Beitrag von Josef » 21 März 2015 12:36

Dann wirds wohl ein Filterfresser werden.
Hatte ich neulich noch bei der Mirabelle, 6-7 Liter und der Filter war wieder zu. Aber der Wein anschließend absolut klar und geschmacklich einfach gut.

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Re: Litschiwein

Beitrag von Vine » 23 Juni 2015 19:53

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, was denn nun wohl aus dem Litschiwein geworden ist. Hier also ein Bericht zu selbigem. Sicherlich erinnert ihr euch an die Plagen, die dieser Wein in unserem Hause verbreitet hat. So hat eben jeder Wein seine eigene Geschichte. Nun lagert er seit geraumer Zeit im Keller, gut durch Argongas vor Sauerstoff bzw. wir vor seiner geruchlichen Verpestung geschützt. Also Generalgeschmacksprobe!

Der Wein will trotz ordentlicher Kühlung und Lagerung einfach nicht wirklich klären. Immer noch ist er etwas trüb, aber den einstigen Assoziationen wird er optisch zum Glück nicht mehr gerecht, ja er gefällt mir sogar so ein bisschen trüb ganz gut. Meine Allerwerteste darf mit der Verkostung beginnen und ich reiche ihr zitternd das Glas, nicht ohne heimlich davor schon beim Abzapfen daran gerochen zu haben, um mich zu vergewissern, dass das Gemüffel auch wirklich ein Ende hat. Immerhin hat mich dieser Wein fast Kopf und Kragen gekostet. Man denke allein an die Unterhaltskosten bei der ganzen Kinderschar!

„Das ist also dieser Litschiwein?“, durchschneidet ihre Stimme meine Gedanken und ich nehme spontan eine etwas geduckte Haltung ein. Streng beäugt sie das Glas und steckt dann ihre in jeder Hinsicht erstaunliche Nase in dasselbe. „Mmmmh!“, klingt es plötzlich aus ihrem Mund und ich sehe, wie sich ihre Augenbrauen erstaunt nach oben ziehen, „Der riecht ja unglaublich fein jetzt! Und richtig nach Litschi!“ Sogleich nehme ich eine entspannte, ja weltmännische Haltung ein und will gerade ein paar souveräne Sätze von mir geben, doch sie gebietet mir mit einer Handbewegung Einhalt. Langsam setzt sie das Glas an und kostet von dem etwas milchig aussehenden Stoff ... „Ui .. der schmeckt ja köstlich! ... Probier doch selbst mal!“ Gerne komme ich der Aufforderung nach. Klarer, fruchtiger, ja kräftiger Geschmack nach Litschi, prima Säure, sehr harmonisch, auch im Abgang ohne Fehler oder Geschmacksstörungen, ja, lecker. Kein komplexer Wein mit vielen Nuancen aber als Fruchtwein sehr süffig. Ich bin auch erstaunt ... und sehr erfreut. „Du machst richtig gute Weine! ... Aber von dem schickst du nix dem Cheffe da!“ – „Aber nein, mein Schatz ... der kriegt nur von der Altmaische..“, so frötzeln wir noch ein bisschen hin und her und haben einen schönen Abend.

Von der ursprünglichen Idee hier mit Fasschips auszubauen bin ich abgekommen. Der Wein ist so wie er ist eine sehr fruchtig-leckere Angelegenheit, wenn man den Geschmack von Litschi gerne mag.
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Re: Litschiwein

Beitrag von Josef » 23 Juni 2015 20:10

Was soll man da noch sagen? Glückwunsch! :clap:

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Re: Litschiwein

Beitrag von wotan » 23 Juni 2015 23:36

Respekt Vine! das war ja das klassische Schaf im Wolfspelz....Glückwunsch zum gelungenen Werk :clap: und auch Glückwunsch zum geradehalten des Haussegens ;)
Wahnsinn, der Wein sah ja nach "Käse in der Flasche" aus :shock: Ich hätte das Zeug unter ständigem rühren in den Ausguß geschüttet!
Von Dir kann man in punkto Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen noch was lernen.
Ich schließe mich meinen Vorrednern an...mit den Beiträgen dieses Huttragenden "Lichtschwein"-Herstellers macht man sich den Feinripp nass :lol:
Meine Bong ist das Gärrohr :pfeif:

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