Apfelmost

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Veet
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Beitrag von Veet » 26 Oktober 2004 14:55

Sieht cool aus oder ??



Grins ;) )

Grüssle
Veet

P.S.: Oh, ich sehe gerqde es sind doch mehr (ca. 630 Liter)



[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2004 - 15:00 von Veet aktualisiert]
Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jene, aus denen man trinkt.

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fibroin
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Beitrag von fibroin » 26 Oktober 2004 17:57

Doch wirklich Klasse. Für so was wohne ich halt in der falschen Gegend. Die paar Äpfel, die bei uns gewachsen sind, reichen ja nicht einmal für eine Schale Kompott. :schlecht:

Interessant finde ich, dass jeder Moster so sein eigenes Geheimrezept hat. Das scheint typisch menschlich zu sein. Doch es ist gut, dass es hier im Forum viele ehrliche Antworten gibt, die anderen Weinbereitern helfen. Auch Veet's Bericht hilft!
:D
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Zip
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Beitrag von Zip » 27 Oktober 2004 08:14

@ Veet
Hast du diese Apfelmenge in einer Mosterei entsaften lassen oder dich damit selbst beschäftigt ? Wenn letzteres, dann wie ??????
Das sind natürlich Mengen, da geht es mir wie fibroin. Mit den paar Äpfeln auf alten Bäumen sind wir froh, wenn da ein paar Apfelkuchen und meine 5 Liter Saft herausspringen.

Aber Danke für die Most-Infos und das tolle Bild aus deinem Keller oder Lagerraum.

Gruß Zip

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Tompson
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Beitrag von Tompson » 27 Oktober 2004 09:58

Stolze Leistung...
Darf ich fragen, was Du mit dem ganzen Most machst? Der hält sich doch nicht sooo wahnsinnig lange, oder?
Nimmst Du für die Sache extra Urlaub?

(Ich habe ca 7 Zentner in die Mosterei geschafft, um Saft für den Winter zu haben und das hat mich und Frau schon ein paar Nachmittage in Schwung gehalten)
Oak ne jechn!

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Veet
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Beitrag von Veet » 27 Oktober 2004 14:27

Hallo,

@Zip
Ich habe zwar selbst eine handbetriebene Kelter, aber mit fehlt noch eine Mühle. Außerdem wäre das bei dieser Menge wirklich zu zeitaufwendig.
Deshalb lasse ich den Saft in der Lohnmosterei pressen. Da kostet mich der Liter zwischen 9 und 12 Cent. Allerdings lege ich hier Wert darauf, dass ich auch den Saft aus den Äpfeln bekomme, die ich bringe. Es gibt auch Mostereien, die einfach das gemessene Gewicht umrechnen und in irgendwelchem Saft zurückgeben. Denn wie schon gesagt: Saft ist eben nicht gleich Saft.

@Tompson
Nun der Most wird in erster Linie selbst verköstigt. Da bei uns drei Generationen unter einem Dach leben ist das auch zu schaffen. Bei uns wird statt 2 Flaschn Bier eher ein Krug Most getrunken. Auch bekommen wir oft besuch von Freunden, die dann gerne 1-3 Gläser trinken. Mein direkter Nachbar (Luftlinie 300m) hat übrigens in diesem Jahr wieder 1200 l gebunkert.
(Ich hoffe Ihr haltet uns jetzt nicht für die vollen Alkoholiker :wacky :) .

Zum Auflesen des Obstes brauchen wir 2-3 Abende nach Feierabend bis Einbruch der Dunkelheit. Gemostet wird bei dieser Menge aber 2 Mal (mein Anhänger macht da bei dem Gewicht nicht mit und mit dem Traktor brauche ich zu lange zur Mosterei). Dieses Jahr einmal am Samstag, da brauchte ich keinen Urlaub, und einmal an einem Dienstag (1/2 Tag Urlaub). Aber ich finde es rechnet sich - außerdem macht es Spass. :shock:

Noch ein Tip: Safthersteller wie die Firma Stingel in Balingen verkaufen saisonal auch frisch gepressten Saft von den Obstwiesen der Region. Auch alle Mostereien die ich kenne tun dies. Wenn man also an keine eigenen Äpfel kommt...

Grüssle
Veet
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 Oktober 2004 14:33

Wie sieht es denn bei der Menge mit der rechtlichen Seite aus? Darf man, solange man nicht verkauft? Habe nämlich selbst mit dem Gedanken gespielt, meine Überschüsse zu verkaufen, aber ich will ja nicht mit einem Bein im Knast stehen ?-|
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(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Beitrag von Veet » 27 Oktober 2004 14:47

@Fruchtweinkeller

Hallo,

ich mich habe vor 2 Monaten entschlossen ein Nebengewerbe anzumelden. Das es bei Schnapps und Bier ein großer Verwaltungsakt mit Zoll und Fiskus ist, ist ja bekannt.
Aber mit 'Herstellung und Verkauf von Fruchtweinen, sowie Handel mit Kellereibedarf' hatte ich bis jetzt noch keine Probleme.

Ich betreibe das Ganze ja nur in kleinem Stil und habe eigentlich nur angemeldet, weil der Verkauf mittlerweile über den Freundeskreis hinausgeht und ich sicher irgendwann eine Anzeige kassiert hätte.
Also bin ich auf der sicheren Seite.

Bis jetzt mußte ich noch keine Steuererklärung abgeben (kommt ja erst im nächsten Jahr), aber ein Bekannter hat mir versichert, dass das auch kein Hexenwerk ist.

Ich selbst bin zwar umsatzsteuerpflichtig, hatte aber auch überlegt ob ich die Klausel für "Kleingewerbetreibende" nutzen soll. Da ist man bis zu einem gewissen Jahresumsatz nicht Umsatzsteuerpflichtig, kann aber dann natürlich weder Vorsteuer abziehen noch Umsatzsteuer (MWST) auf seine Rechnungen schreiben. Mehr Infos gibts bei jedem Finanzamt - fragt einfach, mich haben sie auch nicht gebissen.

Grüssle
Veet

P.S.: Trotzdem ist das Meiste für den Eigenbedarf. Nur etwas Honigwein produziere ich mittlerweile nur zum Verkauf.

[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2004 - 14:50 von Veet aktualisiert]
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Beitrag von Tompson » 28 Oktober 2004 09:05

Sehr eindrucksvoll.

Bei uns läuft das mit den Mostereien so, das man Äpfel oder auch Beeren, Birnen und was weiß ich noch anliefert, man bekommt dann so einen kleinen Pappausweis und kann sich entweder alles mit einem Schwung mitnehmen oder dann kleckerweise übern Winter bis zum aufbrauchen der Vorräte holen (mit alles meine ich jeden beliebeige Saft, der da hergestellt wird - es herrscht dann das Prinzip Wer zuerst kommt hat nicht das Nachsehen).
Man zahlt je nach Sorte von 20Cebt (Apfelsaft) bis zu 60Cent(Vielfruchtkram oder exotisches) pro Flasche und das ist immer noch viel weniger als in meinem Stammgetränkelade, wo selbe Mosterei auch vertreibt...

Ob man seinen eigenen Saft in Großbehälter gemostet bekommen kann habe ich noch nicht angefragt...
Oak ne jechn!

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Beitrag von Neugierer » 31 Oktober 2004 14:32

Hallo !

Also ich fahre meine Äpfel jedes Jahr in eine Kelterei ca. 15 km entfernt. Dort kann man den Apfelrohmost (nennt sich dort so) direkt in Fässer abgefüllt bekommen - das ist meines Wissens nach in fast jeder Kelterei so, leider gibt es nirgends auch nur den Most aus den eigenen Äpfel wieder.
Kosten bei Anlieferung der eigenen Äpfel ca. 20ct pro Liter, ohne eigene Äpfel ca. 40ct

Für Most aus den eigenen Äpfeln gibt es seit dem letzten Jahr einen Gemeindeeigene Kelter in unserem Nachbarort - dort kann man sich selbst seine eigenen Äpfel keltern, Erfahrungen habe ich damit aber keine da ich keine geeigneten Termine bekommen habe (die guten Termine werden nur an ansässige Dorfbewohner vergeben).

Da man bei uns in der gegend eigentlich nie weiter als 15-20 km fahren muß würde ich den Rohmost dem ALDI Apfelsaft auf alle Fälle vorziehen.

PS: Bei uns kann man sich auch die Ernte der Gemeindeeigenen Apfelbäume im Herbst ersteigen. Da haben dieses Jahr 4-5 Bäume immer so zwischen 6 und 10 Euro gekostet.

Gruß, Neugierer ...

Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein !

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Beitrag von Antiquark » 31 Oktober 2004 18:06

ja, so ne lohnmosterei ist schon was tolles.....
man bringt seine äpfel hin und bekommt dafür eine gewisse menge most.....35l auf 50kg ist meist das verhältnis.....und eben noch die mostereigebühr.
haben für 160l glaub ich 24 euro mostereigebühr bezahlt......
Den Tag lob abends,
die Frau im Tode,
das Schwert, wenns versucht ist,
die Braut nach der Hochzeit,
eh es bricht, das Eis,
das Äl, wenns getrunken ist.


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Beitrag von Zip » 02 November 2004 16:18

Frage an alle Apfelmoster !!!
Wir sind am Wochenende im Raum Aschaffenburg gewesen, wo frischer Apfelmost ausgeschenkt wurde. Dieser stellte sich als natursüßer Apfelsaft in einer recht dunklen grau/braun Tönung dar. Der Geschmack war ok, ich hatte mir den Apfelmost jedoch etwas wie einen Federweißen mit geschmacklichem Alkohol vorgestellt und bin aus diesem Grund dann zum dunklen Weizenbier gewechselt.
Es muss ja nicht immer Wein sein.

Gruß Zip

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 November 2004 16:26

Ich glaube, das kann geschmacklich von sehr süß bis sehr sauer variieren, je nachdem, wie weit der Stoff vergoren ist. War mal im Süden Deutschlands und habe innerhalb kürzester Zeit einige probiert, von vieren war nur einer wirklich lecker. Na, ist ja alles Geschmackssache
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