Quitten Sortenunterschiede

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Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von Gupbee » 13 September 2015 21:25

Hallochen,

Demnächst steht der Quittenwein Jahrgang 2015 an. Bisher war die Beschaffung vollreifer Quitten die noch nicht braun sind immer ein wenig wie ein Lottereispiel.

Mit anderen Worten - da Quitten hier nicht so häufig sind und wir daher Quitten pflanzen werden, wäre ich an Erfahrungen mit unterschiedlichen Quittensorten bei der Weinherstellung interessiert. Welche Quitten Sorte gibt den besten vollmundigen, aromatischen Wein mit bezauberndem Abgang und welche Sorte ist einfach Mist oder weniger zu empfehlen?
Möglicherweise ist es bei den Quitten irgendwo wie beim Traubenwein wo es schon einen Unterschied macht ob man einen Riesling oder einen Chardonnay pflanzt.

Also was würdet ihr bei der Quittenbaumschule bestellen und wovon würdet ihr besser die Finger lassen?

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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von Fruchtweinkeller » 13 September 2015 21:50

Hi Gupbee, willkommen hier bei uns.

Schau mal hier:

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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von Tompson » 18 September 2015 08:25

Das ist eine schwierige Frage. Wir haben mal auf der ersten FWT Quittenweinwein verkostet und sind irgendwie zur Erkenntnis gekommen, daß Apfelquitten mehr Aroma haben müssen. Demzufolge habe ich eine Konstantinobler Apfelquitte gepflanzt:

Bild
Ich glaube - habe da ein bißchen den Überblick verloren, die steht da im 6. Standjahr. Schief auch, hat sogar den Pflanzpfahl schief gezogen, kann man nix machen. Wenn meine Gattin nicht dieses Jahr wieder Gelee machen will, reicht es allemal für den ersten eigenen Wein ;-)

Da meine Gattin immer Gelee gemacht hat, mußte ich mich nach Alternativen umschauen und die fanden sich gleich beim Nachbarn. Er hat in einem total finsteren Loch eine Birnenquitte. Ja, und wir haben festgestellt, die ist eindeutig aromatischer :?: :?: :?:

Es ist also hin wie her. :pfeif: Vielleicht am besten den Rat einer einheimischen Baumschule einholen, am Ende ist es wichtiger, daß der Baum in Deiner Umgebung gedeiht.

Und noch mein unermüdlicher Rat: Quitten MUSS mann vollreif abnehmen und noch etwas einlagern. Letztes Jahr habe ich (mehr aus Zeitgründen zugegeben) Anfang November die Dinger teils aufgelesen und erst 4 Wochen später aus der Garage geholt. Soweit braucht man es nicht zu treiben aber das Fünftel Verlust konnte ich von der Menge locker ab. Und sie waren braun - was tut das dem Wein? Der ist trotzdem klar gelblich, wie sein sollte. Bei Kirschwein sieht man doch auch nicht die Made vom Sommer ;-)
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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von JasonOgg » 18 September 2015 10:53

Tompson hat geschrieben:Und noch mein unermüdlicher Rat: Quitten MUSS mann vollreif abnehmen und noch etwas einlagern. Letztes Jahr habe ich (mehr aus Zeitgründen zugegeben) Anfang November die Dinger teils aufgelesen und erst 4 Wochen später aus der Garage geholt. Soweit braucht man es nicht zu treiben aber das Fünftel Verlust konnte ich von der Menge locker ab. Und sie waren braun - was tut das dem Wein? Der ist trotzdem klar gelblich, wie sein sollte. Bei Kirschwein sieht man doch auch nicht die Made vom Sommer ;-)
Was meinst Du mit "braun", das matschig weiche Fruchtfleisch? Bei Mispeln würde ich "Edelfäule" sagen.
Hast Du das wirklich genommen?

Ansonsten hast Du recht, so lange wie möglich am Baum bzw. im Keller/Garage lassen. Das scheint auf jedenFall Einfluss auf die Gerbstoffe zu haben, die mehr oder weniger gerne nach ein zwei Jahren ausfallen.

Ich habe eine Cydora Robusta, die zwar nur einen Bruchteil der Blüten zu Früchten entwickelt hat, diese dafür aber immer dicker und größer werden. Es sind um die 30 im 5.Standjahr, dass könnte vielleicht 10kg geben.
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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von Tompson » 18 September 2015 13:09

Nee. Matschig-in Fäule übergehende Teile habe ich natürlich herausgeschnitten oder die Quitte gleich verworfen. Habe ja das Beschaffungsproblem nicht ...

Aber wenn die Quitte von reif in vollreif übergeht (wie soll ich das jetzt besser ausdrücken??), ändert sich ihr Fruchtfleisch (schon wieder weiß ich nicht, wie besser, halt das Innere) von hell in bräunlich. Also nicht erst unter Sauerstoffeinfluß verfärbt sondern schon fertig beim Zerteilen. Ohne matschig ohne faulig ...
Besser verständlich?

Wenn es Deinen Baum 5 Jahre gibt, gibt es meinen 7 Jahre. So war das wohl, glaube ich. Man erhält also relativ schnell viel Obst. Die im selben Jahr gepflanzte "rote Sternrinette" hat heuer immer noch nicht gefruchtet ...
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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von JasonOgg » 18 September 2015 14:43

Tompson hat geschrieben:Wenn es Deinen Baum 5 Jahre gibt, gibt es meinen 7 Jahre. So war das wohl, glaube ich.
:schlecht: wenn es deinen 7 Jahre gibt, dann gibt es meinen 6 Jahre :hmm:
So bin ich auf meine 5 Jahre gekommen ?-|
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Re: Quitten Sortenunterschiede

Beitrag von Tompson » 19 September 2015 14:04

Obwohl ... erwähntes erstes FWT liegt ja schon 10 Jahre zurück ... Dich gibts aber hier noch nicht so lange ... :D

Rätselhaftes Deutschland ... :hmm:

Ist doch wurscht. Haupsache dem Baum gehts gut. :clap:


... wir waren eben auf der Plantage 40 kg Lageräpfel für etwas über 30 Euro pflücken. Die muß ich jetzt irgendwie lagerfähig unterbringen 8-!
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