Bananenwein, Säure

Andreas_07
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Andreas_07 » 27 April 2018 17:44

Mal eine Zwischenfrage: Benötigt man nun bei Trockenhefe vorher einen Gärstarter oder reicht es am Ansatztag die Hefe zu rehydrieren und in den Ballon zu geben? Irgendwie verwirren mich einige Aussagen im Internet...mal so mal so und alle sagen ihre Meinung ist Gesetz. Verwirrt ^^.

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420
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von 420 » 27 April 2018 20:51

So rehydriere ich die Trockenhefe ca. 20 Minuten, bevor sie verwendet wird. Bis jetzt hat jede Trockenhefe, auch wenn sie schon 3 Jahre alt war, funktioniert.

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Josef
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Josef » 27 April 2018 21:45

Im Prinzip hat 420 recht, eine Trockenhefe wird nur kurz vor Zugabe rehydriert. Gegen einen Gärstarter spricht natürlich nichts, aber bei der Trockenhefe sieht man schon nach kurzer Zeit, ob sie aktiv ist oder nicht. :engel:
Ich habe zur Zeit eine Trockenhefe, die verhält sich etwas anders. Sie kommt erst nach 24Stunden in Fahrt. Und vorher tut sich rein gar nichts, wirklich nichts. Aber das ist bei Trockenhefen eine große Ausnahme. :hmm:

Andreas_07 könntest du auch in schwarz schreiben wie alle anderen auch, das lässt sich wesentlich besser lesen als blau oder pink. :pfeif:

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 April 2018 23:32

Moneysac hat geschrieben:
27 April 2018 15:13
Bringen Rosinen nicht auch Tanine in den Wein?
Ja das natürlich auch. Vermute aber das es nicht so viel ist. Jedenfalls fiel das bei meinem Bananenwein nicht negativ auf.
Das will ich doch hoffen, Tannin soll schließlich auch den Geschmack verbessern :mrgreen: Rosinen sind gut, aber zu viele Rosinen können einen oxidativen Touch einbringen, das ist nicht mein Ding.

Wenn man beim Bananenwein auf Rosinen verzichtet sollte man also ruhig ein Schippchen Tannin und etwas Säure zum Gärstart zugeben. Da die Banane von eher matschiger Konsistenz ist und kaum Säure freisetzt vermute ich mal, dass man den Säuregehalt der angesetzten Suppe auch direkt beim Gärstart bestimmen und die Säure einstellen kann. Getestet habe ich das freilich noch nicht.
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Andreas_07 » 28 April 2018 00:31

@Fruchtweinkeller: Wieviel Säure (Milchsäure) kann (sollte) man denn bei einer vermutich fast säurelosen Flüssigkeit/Ansatz auf einen Liter geben? Ich werde einen 5-6 Liter Ansatz machen.

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Fruchtweinkeller » 28 April 2018 00:34

Kannst du den Säuregehalt bestimmen?
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Andreas_07 » 28 April 2018 12:01

Kann ich ja. Jedoch stelle ich mir das unnötig vor wenn man weiß, wie viel KG Bananen man einsetzen möchte (3 kg) sowie wieviel Flüssigkeit (3-4L) und das Bananen kaum Säure bringen. Daher ja meine Eingangsfrage nach dem "Startsäuregehalt". Bei Beeren hätte ich überhaupt nicht erst gefragt.

Auch bringt es nichts meiner Meinung nach, direkt am Anfang zu testen. Denn Bananen und Wasser müssen ja erst einmal richtig "zueinanderfinden" sowie die Hefe ins Laufen kommen. Wenn ich direkt am Ansatztag testen würde so würde ich nur etwas Wasser + ein wenig Banananquetsch analysieren können (Banane hat nicht so viel Flüssigkeit in Relation zu anderen Früchten). Das bringt denke ich nichts. Ein Paar Tage würde es sicher anders aussehen. Jedoch will ich es der Hefe direkt zu Beginn angenehm machen.

Kann natürlich auch sein, dass man nicht unbedingt aufsäuern muss. Auf FB haben einige geschrieben, dass sie ihren Met bspw. überhaupt nicht aufsäuern (irgendwas wegen der Reinheit, "echter Met" etc...kp) und die Hefe trotzdem in Laufen kommt. Ich kann mich halt bisher nur auf das verlassen was ich dazu gelesen habe.

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Moneysac » 28 April 2018 13:15

Naja auf Facebook wird viel Blödsinn geschrieben.

Fakt ist du weist nicht wie viel Säure die Bananen und die Rosinen in den Ansatz bringen. Mein Bannenwein hatte damals ca. 5g Säure pro Liter nach dem abpressen. Mein Rat ist deswegen maximal mit 2g/l aufzusäuern. Ansonsten musst du später wieder verdünnen, was wohl nicht dein Ziel ist.

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Andreas_07 » 28 April 2018 13:21

@Moneysac: Rosinen werde ich nicht mit reinbringen...wirklich wirklich nicht mein Fall ^^.

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Chesten » 28 April 2018 14:26

Wenn man einen Met machen will den man verkaufen will muss man sich an einige Gesetze und Richtlinen halten.
Eine unsinnige ist unteranderen das man maximal 3 g/L Zitronensäure nur hinzugeben darf damit man das noch als Met bezeichen darf.

Ich war mal so frei und habe den Link von der Homepage genommen wo es drin steht:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Download ... aenke.html
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Fruchtweinkeller » 28 April 2018 14:59

Sogenannte "soziale Medien" sind keine Manifestation einer Schwarmintelligenz. Ebenso wenig hat ein hoher Säuregehalt etwas mit einem schnellen Gärstart zu tun. Insofern ist es nicht wirklich verwunderlich dass ein kastrierter Met ohne Säurezugabe hübsch angären kann. Also

Ansonsten verstehe ich das Problem ehrlich gesagt nicht. Wenn du (zu Recht) davon ausgehst dass Banane pur wenig Säure mitbringt und du andererseits einen bestimmten Säuregehalt anpeilst kannst du dir doch recht einfach überlegen wie viel Säure man initial zugeben könnte, oder? Dann schmeiße halt zwei, drei Gramm Säure pro Liter hinein, wird schon irgendwie passen bis zur Messung.
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Re: Bananenwein, Säure

Beitrag von Andreas_07 » 28 April 2018 16:52

Ok ja gut hast recht....ansich muss man dann nur die "Standartmenge" an Säure je L eintragen korrekt? Ich glaube das hatte ich mal irgendwann gefragt...wieviel Säure man je L nutzen sollte zum aufsäuern...oder gings um Zucker? Sry...

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