Mein erster Himbeerwein

Mo von Wimate
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Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Mo von Wimate » 01 Juni 2017 23:52

Hallo,

und schon wieder hat alles länger gedauert als geplant, aber nun steht er da - und ich darf voller Stolz präsentieren - in voller Pracht in meinem Badezimmer, meine ersten 10 (bzw 9) liter Himbeerwein. Ich habe das Rezept vom Fruchtweinkeller verwendet und alles halbiert. Zum Gärstart habe ich erst mal nur 1 Kilo Zucker verwendet und nutze eine Portwein Trockenhefe von Arauner.
Die 3,5 Kilo TK-Beeren (ohne Konservierungsstoffe) sind gut zermanscht mit nur 9 litern Wasser in einem 15l Glasballon. Mehr Wasser ging leider nicht, sonst wäre der Ballon zu voll geworden. Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass er zu voll ist.

Der Himbeerwein scheint relativ einfach, geht wohl relativ schnell und ist auch im frühen Stadium gut trinkbar.

Gruß
Mo

Igzorn
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Igzorn » 02 Juni 2017 10:44

Klingt alles gut. Säure hast Du gemessen und gärt es schon?
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

Mo von Wimate
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Mo von Wimate » 02 Juni 2017 19:34

Grrrrr, irgendwas ist furchtbar schief gelaufen. Da blubbert nichts. Ich bin meine Unterlagen noch mal durchgeganen. Ich habe auf jeden Fall zu viel Hefenährsalz genommen. Habe ich vergesen durch zwei zu teilen. :oops:

Da ich leider keinerlei Thermometer habe - weder Raum, Außen, Speisen oder Fieber - kann ich die Temperatur nur schätzen. Es sollten über 20° C sein.
Gesetzt den Fall, dass ich mich beim Rehydrieren der Hefe auch etwas verschätzt habe und es etwas wärmer war, als auf der Anleitung angegeben, werde ich die Hefe sichlerlich unbrauchbar gemacht haben. Wäre es möglich, eine andere Hefe eher etwas zu kalt zu rehydrieren und dazu zu kippen oder ist der Drops für diesen Ansatz gelutscht? Habe leider keine Portweinhefe mehr.

Ich hatte den Himbeerwein gewählt, weil im Rezept steht: "Die Säure braucht meist nicht eingestellt zu werden" ich habe mich jetzt aber mal hingesetzt und mich das erste mal mit meinem Acidometer beschäftigt. Wenn ich keinen Messfehler begangen habe, hat der Wein 3,4g Säure (dunkles grün) bei 3,8g schon tiefes blau.

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Chesten
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Chesten » 02 Juni 2017 21:24

Zu kalt hydieren geht gar nicht nur wenn die Hefe zu heiß wird nimmt sie schaden.
Wenn du mehrere Hefestämme in einem Weinansatz hast behindern sie sich gegenseit wodurch die meist "zicken".

Ist alles dicht ?

Wie lange gärt es schon nicht ?
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Mo von Wimate
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Mo von Wimate » 02 Juni 2017 21:30

Ja, es ist alles dicht. Ich habe auch die Befürchtung, dass es etwas zu heiß gewsen sein könnte.

Ansatz steht seit 23 Stunden.

Bahnwein
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Bahnwein » 02 Juni 2017 22:52

Wie hast du denn rehydriert? Hat es dabei schon kleine Bläschen / ein bisschen Schaum gegeben?

Mo von Wimate
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Mo von Wimate » 02 Juni 2017 23:27

Ich sollte ein Tütchen der Hefe in 1/8 liter Wasser bei 30 grad für zwei - drei stunden einweichen. Bläschen gab es keine, war ja auch kein Zucker drin.

Ich habe einen großen Topf mit Wasser (mit etwas mehr Wasser als gefordert zur hälfte auf eine Herdplatte gestellt, den Herd auf Stufe 1 gestellt. Es hat nicht gedampft und ich konnte den Topf, auch am Boden, noch anfassen. Ich habe mich für knappe zwei Stunden entschieden und dann den Sud erst kalt werden lassen (Stichwort: Temperaturschock) und dann als er annähernd Raumtemperatur hatte in den Ballon gegeben gut geschüttelt und dann den Geärstopfen, die Gärkappe und den Gärspund (mit gefiltertem Wasser) drauf und ab in die Badewanne (falls es mangels Antigel überläuft).

Igzorn
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Igzorn » 03 Juni 2017 02:02

Klingt als hättest Du die Hefe gekocht. Das ist Mist.
Sollte sich nicht innerhalb von einem bis 1,5 Tagen was tun, dann musst Du neue Hefe hinzutun. Lies das Thema Gärstarter auf der Homepage. Kannst in jedem Fall ansetzen, wenn der Wein doch noch startet, dann Kauf noch 5 Liter Apfelsaft und mach Apfelwein mit dem Starter.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Igzorn » 03 Juni 2017 02:03

Klingt als hättest Du die Hefe gekocht. Das ist Mist.
Sollte sich nicht innerhalb von einem bis 1,5 Tagen was tun, dann musst Du neue Hefe hinzutun. Lies das Thema Gärstarter auf der Homepage. Kannst in jedem Fall ansetzen, wenn der Wein doch noch startet, dann Kauf noch 5 Liter Apfelsaft und mach Apfelwein mit dem Starter.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Latemar » 03 Juni 2017 08:55

Wobei nach 23h und etwas niedriger Raumtemperatur noch was gehen kann.
Nur nicht die Geduld verlieren.
Ein Thermometer wäre natürlich schön mal ne "Investitionen" wert. Dann könnte man mit einem "warmen" Bad dem Start auf die Sprünge helfen. Steht ja schon in der Wanne :-)
Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren; Joh.2,10

Mo von Wimate
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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Mo von Wimate » 03 Juni 2017 10:48

Ja, die Hefe war wohl gekocht, obwohl mir das gar nicht so warm vorkam. Habe jetzt einen Starter mit Bordeaux-Hefe angesetzt. Ca. 200 ml Wasser, mit 15 Gramm Zucker und einem kleinen Schuß Honig. Nährsalz hatte ich leider nicht mehr. Ich war nur kurz Duschen, als ich wiedergekommen bin, fing der Starter schon nach 10 - 15 Minuten an zu blubbern. So alle 30 - 40 Sekunden ein Blub. Jetzt nach einer halben Stunde gibt es heftig Schaum und alle 3 - 4 Sekunden ein Blub. So habe ich mir das vorgestellt. :)

Ich kippe den Starter dann im laufe des Tages einfach in den Ansatz und drücke die Daumen, dass die Port-Hefe die Bordeaux-Hefe nicht beeinträchtigt. Aber da bis jetzt nichts im Ansatz passiert, glaube ich da eh nicht dran.

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Re: Mein erster Himbeerwein

Beitrag von Igzorn » 03 Juni 2017 13:54

Nimm wenn möglich etwas von dem Ansatz und gib es in den Starter. Das ist ein wenig wie Fische in ein anderes Aquarium zu setzen. Je besser die Hefen an das neue Umfeld gewöhnt werden, desto stärker ist die Gärung am Ziel. Ist das nicht möglich, behalte was (1/4) vom Starter übrig, und fütter ihn mit etwas Zucker. Falls die Hauptgärung nicht in Schwung kommt.

Oder einfach zusammen schützen und das Beste hoffen - so mach ich das meistens... :mrgreen:
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