Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

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Chesten
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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von Chesten » 11 April 2019 10:38

derHonigmann hat geschrieben: Met machen ist echt komplex ---
Das kommt dir nur so vor weil der Themenbereich für dich neu und du jetzt viele Infos bekommst.
Leider hast du dir recht spät Hilfe geholt und jetzt können wir dir nicht viel helfen.
Ein Phänomen sehe ich bei fast allen Neuwinzern : Sie verfallen in Aktionismus !
Sie Messen viel zu viel, süßen alle 2 Tage nach, schütteln 5 mal täglich ihre Ansätze.


Keinen Stress beim Hobbywinzern hast du Zeit !
Nur beim Start der Gärung muss es schnell gehen!

Antigel kann bei der der Selbstklärung helfen und Vitamin C reaktiviert die Schweflung so das der Oxidationsschutz länger hält.
Beides kannst du hinzugeben musst du aber nicht. Beides löst dein Problem nicht!

Wie Chef und ich dir schon geschrieben habe liegt dein säuerlicher Geschmack wohl an zu wenig Restsüße.
Dein Problem dabei ist das dui schon den Met von der Hefe abgezogen hast und so wahrscheinlich eine Nachgärung bekommst wenn du jetzt die Restüße einstellst und abfüllst !
Du kannst jetzt eine Probe ziehen mit einem Löffel die Kohlensäure raus rühren und stückweise Zucker hinzugeben.
Dann sollte eigentlich dein Met irgendwann dir gut schmecken.
Stichpunkt Harmoniedreieck schaust du hier im ersten Absatz :
https://fruchtweinkeller.de/Wine/analytik.html

Wenn du jetzt deinen Wein mit Restsüße in Flaschen abfüllen willst, wäre die beste Methode eine Nachgärung zu verhindern filtern mit eine richtigen professionellen Weinfilter. Andere Möglichkeiten findest du hier :
https://fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html
Lösung 3 fällt für dich leider aus weil du schon deine Mets von der Hefe abgezogen hast.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von derHonigmann » 14 April 2019 09:35

Besteht nicht die Möglcihkeit noch mal eine Hefeansatz zu erstellen und die offensichtlich noch nicht fertige Gärum nochmal zu starten?

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Chesten
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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von Chesten » 14 April 2019 12:47

derHonigmann hat geschrieben:Besteht nicht die Möglcihkeit noch mal eine Hefeansatz zu erstellen und die offensichtlich noch nicht fertige Gärum nochmal zu starten?
Ich sage es kurz : nein.

Das löst das Problem nicht und macht nur andere neue Probleme.
Du musst bedenken Hefe ist ein Lebewesen und keine Maschine !
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von derHonigmann » 14 April 2019 14:48

wenn ich den nachgesüßten Met noch ein Jahr stehen lasse. Verliert er dann die Säure die eine Flaschenabfüllung schwierig macht?
Anders gefragt... endet irgend wann die Nachgärung ?

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Chesten
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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von Chesten » 14 April 2019 15:31

Hefe ist zäh...
Also eher wird dein Wein verderben oder oxidieren als die Hefe sicher "ops" gegangen ist.

Zwar ist es theoretisch möglich das die Hefe aufgrund hohen Druck die Gärung einstellt aber durch eine Nachgärung wirst du diesen Drück nie erreichen und dann hast du schon CO2 im Wein und somit Sekt und das gerade willst du ja nicht.
derHonigmann hat geschrieben:Verliert er dann die Säure die eine Flaschenabfüllung schwierig macht?
Welche Säure meinst du ? Fruchtsäuren verschwinden nicht so einfach klar können diese sich mit der Zeit ein kleier Teil zersetzen aber damit kannst du nicht rechnen !

Wenn du die Kohlensäure meinst die sucht sich ihren Weg in die Freiheit von ganz alleine und das ist ja das Problem ;) !
Die Hefe wird stur weiter Akohol und CO2 produzieren solange sie Nahrung hat oder bis sie dran gehindert wird.
Was veranlasst die Hefe ihre Arbeit aufzugeben ?

Ersten es ist nicht mehr genug Hefe da für eine Gärung. Sprich du trennst die Hefe sicher ab mittels Sterilfilterung das setzt eine saubere und sichere Arbeitsweise vorraus und manchmal hat man Pech. Ich habe jetzt 10 Flaschen Quittenwein mit einerNachgärung hier stehen !

Die Hefe stellt ihre Arbeit aufgrund hohen Stresses ein. In der Regel beim ereichen ihrer Alkoholtoleranzgrenze oder durch Chemikalien z.B. Konserzeirungsmitteln.

Oder sie wird abgetötet. Und nein da draus warten das sie an Altersschwäche stirbt kannst du vergessen eher holt dich der Sensenmann als die Hefe geht. Wie gesagt Hefe ist zäh. Du kannst aber die Hefe wie jeden Mikroorganismus mittels Hitze abtöten. Stichwort : pasteurisieren.

Die Möglichkeiten die dir bleiben sind nochmals auf der Homepage beschrieben:
https://fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html

Bis auf das sterilfiltern haben die alle Nachteile besonders beim Geschmack wobei das filtern auch keine 100%tige Sicherheit gibt und teuer in der Anschaffung ist.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von derHonigmann » 14 April 2019 16:03

DAnke!

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Re: Met nach Gärung zuviel Säure und sauer

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 April 2019 16:21

Hätte, hätte, Fahrradkette. Ja, irgendwie könnte die eine oder andere Methode zu einem Erfolg führen... oder auch nicht. Das wäre eben nicht unbedingt eine zielgerichtete Vorgehensweise die, sorgfältig umgesetzt, auch halbwegs sicher zu einem Erfolg führt. Die "Erfolgsmethoden" sind die, die auf der HP dargestellt sind.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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