Der richtige verkorker; Konglomierte korken

Thor
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Der richtige verkorker; Konglomierte korken

Beitrag von Thor » 17 Oktober 2006 12:00

was ist den aufreiben? also möglichkeit hätt ich bestimmt ein bekannter von mir arbeitet beim institut für werkstoff technik da gibts alles.
Und jetzt noch ne frage:warum kann man den wein nicht einfach in cola flaschen füllen, jaja ich weiß jetzt werd ich erstma von den wein und flaschenfetischisten ausgebuuht, okk ich würde auch nicht freiwillig jemanden wein aus einer colaflasche servieren, aber wäre es eine möglichkeit?
mfg Thor
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Birgit
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Beitrag von Birgit » 17 Oktober 2006 13:29

Bei Kunststoffflaschen kommt es zur Permeation und damit wur Oxidation des Weines.

Gruß Birgit
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
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steve
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Der richtige verkorker; Konglomierte korken

Beitrag von steve » 18 Oktober 2006 17:15

Hi,
also Plastikpullen, besonders Colaflaschen, ist denk ich echt die stilloseste Methode. Da würd ich glaube ich eher noch beim örtlichen Fleischer fragen, ob er meinen Wein in Dosen abfüllt. Die haben ja oft so ne Maschine für Dosenwurst :schlecht:

Aber wie wärs mit Kronkorken? Im Keller habe ich noch Banane und Maracuja in Bierpullen mit Kronkorken. Die sind jetzt fast nen Jahr alt, und bisher noch tadellos.
Natürlich stehend gelagert.
Der Kronenverkorker "Emely" oder so ähnlich kostet nicht viel, und mit dem kannst du 26 und 29mm Kronkorken nutzen. Und dann kannst du auch Sekt- oder Cidreflaschen verwenden.
Wenn ich Wein abfülle, nehme ich meist ein oder zwei Bügelverschlußflaschen, weil ich eh weiß, dass nach zwei/drei Wochen die erste Verköstigung statt findet. ?-|

steve

Thor
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Beitrag von Thor » 18 Oktober 2006 17:31

na so ein zufall das ich fleischer azubi bin^^
:shock: :shock: :shock:
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Tom
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Beitrag von Tom » 18 Oktober 2006 19:43

hallo!

mit "aufreiben" bezeichnet man eine tätigkeit mit der man gebohrte löcher, die nie anständig rund sind und manchmal auch 1/10 - 2/10mm größer sind, zimlich genau und gleichmäsig rund bekommt. ebenfalls werden die durchmesser bis auf wenige 1/100mm genau. natürlich wird dem reibmaß entsprechend mit einem normalen bohrer "vorgebohrt". vorbohren auf 2/10 - 5/10 kleiner wie der reibungsdurchmesser.
das reiben kann man sowohl manuell wie auch maschinell ausführen, wo bei die maschinelle variante natürlich schneller und exakter ist.

meine presskorken sind 23x38er. und die mündung meines verkorkers habe ich mit einer 17,5H7mm reibahle aufgerieben.
der flaschenhalsinnendurchmesser liegt bei 18,3 - 18,5mm.
somit werden meine korken von 23 auf 17,5mm zusammengepresst bevor sie im flaschenhals verschwinden.

17,5H7:

17,5 = Nenndurchmesser in mm.
H = lage des toleranzfeldes zur null-lienie.
H=Einheitsbohrung; (h=Einheitswelle)
7 = größe des tolerantfeldes. (7=0/1000 - +18/1000)

dem zu folge kann also eine 17,5H7mm reibung die maße von 17,5mm bis 17,518mm haben. darunter gilt sie als ausschuß, der aber nacharbeitbar ist. darüber gilt sie als ausschuß, der nicht mehr nacharbeitbar ist. dies sind natürlich rein theoretische maße. in der praxis werden auch reibungen noch akzeptiert, wenn sie 17,52mm haben.

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Beitrag von SoongJr » 04 Januar 2008 13:02

servus

mal interessehalber, welche Verbesserung hast du nach dem Reiben festgestellt? geht der Korken aufgrund der höheren Oberflächengüte besser rein, oder gehts dir um die bessere Annäherung an einen Kreisdurchschnitt? Oder um die geringe Vergrößerung des Durchmessers? Wahrscheinlich spielt alles drei eine Rolle und man kriegt den Korken einfach besser rein... Oder hat das noch nen andern Aspekt, den ich (als Korknewb) nicht sehe?

Bis dann
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Beitrag von Tom » 04 Januar 2008 19:23

hallo!

mein ziel war es einfach nur den durchmesser des handverkorkers größer zu bekommen. das wäre auch mit einem entsprechendem bohrer gegangen. doch leiter hatte ich keinen solchen bohrer zur verfühgung. deshalb habe ich zum nächst möglichsten werkzeug gegriffen und das war eben eine solche reibahle.
der vorteil dabei war natürlich auch, daß die reibahle exaktere löcher macht und, in einem schon vorhandenem loch, ruhiger arbeitet als ein bohrer.

der kraftaufwand den ich aufbringen muß um ein korken einzudrücken hat sich erheblich verringert.

wenn ich aber platz hätte um einen standverkorker unter zu bringen, würde ich mir einen solchen anschaffen.

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Beitrag von Mephisto » 26 August 2009 22:15

moinmoin,
Ich hatte in einem anderen Thread etwas über das Modifizieren des Zweihebelkorkenvernichters gelesen - Ist der Trick hier oben gemeint gewesen oder gibt es noch einen anderen Trick?


Verzeiht mir das Leichenbuddeln

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Beitrag von Josef » 26 August 2009 22:28

Es gab schon des öfteren Versuche den Vernichter Salonfähig zu machen. Es soll auch Leute geben die damit zurecht kommen. Ich gehöre nicht dazu.
Aber was hast du denn vor, oder von welchem Trick wurde gesprochen?

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Beitrag von Mephisto » 26 August 2009 23:20

Es ging darum, dass man den Verkorker modifizieren könne und er dadurch besser funktioniere, aber mir kam das spanisch vor (vorallem, weil ich nichts gefunden habe, ausser diese Qualitätsminderung zwecks Kraftersparnis)


Ich persönlich komme einigermaßen damit klar, aber wenn sich das Hobby noch ein Jahr hält kommt mir ein guter Verkorker ins Haus :D

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Beitrag von JasonOgg » 27 August 2009 07:55

Ich bin einer derjenigen, die mit dem Zweihebelverkorker ganz gut zurechtkommen. Allerdings habe ich jetzt einen Standverkorker, der ein deutlich angenehmeres Arbeiten ermöglicht.

Der ZHKV ist für sein Prinzip eigentlich schon optimal, er erfordert einige Voraussetzungen um optimal zu funktionieren und das läßt sich durch Veränderungen am Gerät meiner Meinung nach nicht erreichen:

1. Der Korken wird während des Eindrückens schlank gemacht.
Der Korken wird durch eine Art Trichter gepresst, in dem der Korken nach und nach schlank wird, unten zuerst. Dadurch kann sich der Druckbolzen in den noch breiten oberen Teil des weichen Korkens bohren und den bekannten Abdruck hinterlassen, im Vernichtungsfall reißt die Oberfläche und der Korken bröselt dort. Dieses Prinzip läßt sich nicht ändern.

2. Es ist schwierig den ZHKV gerade zu bedienen.
Drückt man die Hebel nach unten, so klammern sich unten zwei Zangen an die Flasche und sollen ein Abrutschen des Gerätes verhindern. Bei normalen Flaschen ist dort eine Wulst, die dabei hilft. Hat man z.B. Kerzenständer-Flaschen, mit einer Art Teller um die Öffnung, dann fehlt diese Sicherung und man bekommt den Korken, wenn man nicht aufpasst, nicht ganz hinein. Da der Verkorker relativ lose auf der Flasche aufsitzt, man mit einem gewissen Schwung den Korken reindrückt, besteht die Gefahr des Verwackelns und einer daraus resultierenden Schieflage. Dann wird der Korken mehr gegen als in den Flaschenhals gedrückt. Dadurch braucht man mehr Kraft und landet bei Problem 1. Hier wäre eine mechanische Erweiterung denkbar, die dieses Risiko abmildert.

3. Lange Korken gehen schneller kaputt.
Für lange Korken braucht man mehr Kraft um sie durch den Trichter zu pressen, siehe Punkt 1.

4. Auswahl der Korken
Es sollten nur Korken verwendet werden, die a) sich leicht durch den Trichter schieben lassen, also weich sind, und b) fest genug sind um bei dem punktuellen Druck nicht zu reißen. Damit fallen Plastikkorken aus (zu weich), Press- und Twinkorken (zu hart) und lange Korken (zu weich für notwendigen Druck). Die verbleibenden 38mm Korken benötigen eine sehr gute Qualität um das Rissrisiko (s. 1) zu verringern und müssen passend eingeweicht sein, nicht zu viel da sonst zu weich undnicht zu kurz, da sonst zu hart.

Zusammengefaßt kann man mit dem ZHKV gut zurechtkommen, wenn die Voraussetzungen stimmen und man konzentriert arbeitet, dann hat man schlimmstenfalls Abdrücke und den einen oder anderen Riss in den Korken der Flaschen, die man sowieso als erstes trinkt. Möchte man den Wein länger lagern und entsprechend längere Korken verwenden, dann sollte man die 30€ mehr für einen Standverkorker investieren.

Zum Standverkorker noch eine Anmerkung, der presst die Korken erst zusammen, bevor der Stempel den Korken in die Flasche stößt, dass schont die Oberfläche deutlich.
'And what would humans be without love?' - 'RARE', said Death.
T.Pratchett - Sourcery (1988)

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Beitrag von Mephisto » 27 August 2009 22:43

Dacht ich mir doch, dass da keine sinnvolle Modifikation möglich ist, es funktioniert ja, also besser nichts kaputt reparieren

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