Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

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Flowie91
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Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 12:58

Moin Moin,
vielleicht gerade auch an die (Klein)gewerbetreibenden,

ich hab mir in den letzten Wochen und Monaten schon reichlich Gedanken gemacht welche Art von Etiketten ich in Zukunft verwenden kann
hab aber irgendwie bei verschiedenen Arten auch verschiedene Probleme.

Ich hatte mal ein günstiges 100er Paket (100 á 8 Etiketten Blatt) für 9,98,- gekauft und diese bedruckt.
Fazit: Ganz ok, allerdings nicht Wasserfest und auch eher mittelschwere Qualität mit 70g/m²
Außerdem (mit meinem jetzigen Drucker) bleibt ein weißer Rand von 2-3mm, vorrausgesetzt ich will ganzfarbig bedrucken.
Hier Kostet mich ein Etikett ca 0,01,-

Dann habe ich Herma Flaschenetiketten im Netz angeschaut.
80g/qm und Hochglanz, schützt das vor Wasser oder hängt das nur von den Druckerpatronen/Druckerart ab?
Fazit: Nicht gekauft, aber sehen ganz gut aus, kosten allerdings 13,90,- für 40 Etiketten also ein Etikett knapp 0,35,-


Etwas dazwischen wäre klasse, habt ihr da Erfahrungen? Wie machen die Leute das die mehr Flaschen im Monat/Quartal produzieren?
Hatte auch schon über eine Online Druckerei nachgedacht, allerdings fällt pro Charge in der Regel ja ein anderer Alkoholgehalt und eine
andere Chargennummer an die ja auch auf das Etikett muss, gibt es da evtl eine günstige bzw, lohnenswerte Methode?
Ich wollte eigentliche meine Etiketten selbst bedrucken, deshalt dachte ich vorerst an A4 Blätter mit Abzieh-Etiketten (Stichwort: Randloses Drucken....)

Hoffe auf eure , auch praktischen, Erfahrungen und Tipps :roll:
Wie handhabt ihr das? Soll ja auch den Preisrahmen nicht sprengen, wenn ich das ganze mal an den Mann bringen will.

Freundliche Grüße, Flo
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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fibroin
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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von fibroin » 23 Oktober 2014 13:15

Selbstdrucken ist immer besser, dann sind auch kleine Mengen möglich. Allerdings habe ich mich schon lange vom Tntenstrahler getrennt, der ist nie richtig wasserfest. Die Investition eines Laserdrucker ist für gutes Aussehen einfach nötig.
Ich mache es mir einfach, drucke auf 80 g-Papier, schneide die Etiketten mit einer Papierhebelschere aus und klebe mit Tapetenkleister.
Einmal in die Geräte investieren und dann bestehen die laufende Kosten für die Etiketten aus Druckpapier, Kleister und Toner.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Fruchtwasser
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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Fruchtwasser » 23 Oktober 2014 13:32

Ich benutze einen Farblaserdrucker. Da gibt es keine Probleme mit nachträglicher Feuchtigkeit. Empfehlen kann ich da einen Bürodrucker, der nicht mehr das aktuellste Modell ist. Der Drucker und auch der Toner ist dann günstiger. Bei einem gebrauchten Drucker macht es auch nichts, wenn er schon 10.000 Seiten auf dem Buckel hat.

An Papier benutze ich HP mit 100 oder 120 gr. mit leicht glänzender Oberfläche.
Ausgeschnitten wird auf einer Hebelschere.

Zum Aufkleben benutze ich den Hade Handetikettierer. Das macht richtig Spaß. Den Kleber anrühren lohnt sich allerdings erst ab ca. 30 Etiketten.

Mit der Ausstattung bin ich sehr zufrieden.

Liebe Grüße

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 13:38

Hey fibroin,

danke für die Tipps!

Also das ich wohl zu einem Laserdrucker wechseln muss, das hatte ich mir fast gedacht, noch ist es ja aber nicht soweit dass ich größere mengen Drucken muss.
Mit welchem dpi-Wert druckst du denn, und ist der Rand bei dir auch bedruckt? Vielleicht hast du ja mal ein Bild zur Hand?

Mal ne blöde Frage, wieso denn selbst bekleistern und zuschneiden, wieso nicht vorgestanzte selbstklebe Etiketten benutzen?


Viele grüße
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 13:42

Fruchtwasser hat geschrieben:Ich benutze einen Farblaserdrucker. Da gibt es keine Probleme mit nachträglicher Feuchtigkeit. Empfehlen kann ich da einen Bürodrucker, der nicht mehr das aktuellste Modell ist. Der Drucker und auch der Toner ist dann günstiger. Bei einem gebrauchten Drucker macht es auch nichts, wenn er schon 10.000 Seiten auf dem Buckel hat.

An Papier benutze ich HP mit 100 oder 120 gr. mit leicht glänzender Oberfläche.
Ausgeschnitten wird auf einer Hebelschere.

Zum Aufkleben benutze ich den Hade Handetikettierer. Das macht richtig Spaß. Den Kleber anrühren lohnt sich allerdings erst ab ca. 30 Etiketten.

Mit der Ausstattung bin ich sehr zufrieden.

Liebe Grüße

Das sind auch klasse Tipps, aber mal ne wahrscheinlich dumme Frage, was genau ist ein Toner?
Und welchen Kleber verwendet man dann?

Also ich hätte , grob geschätzt, pro Etikettiervorgang so ca 50-70 Flaschen doppelseitig zu bekleben. Würde dahingehen ja lohnen.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Fruchtwasser » 23 Oktober 2014 14:43

Toner ist die Farbe bei einem Laserdrucker.

An Kleber gibt es Trockenleimkonzentrat z.B. HTK-40-S oder Etikettenleim Pera K4.

Liebe Grüße

P.S.: Ich versuche immer Fachbegriffe zu verwenden, mit denen Du dann auch weiter suchen kannst.

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 14:53

Danke!

Also das System erscheint mir sehr passend für meine vorraussichtliche Produktionsmenge.

Ich kann Individuell bedrucken, kann Daten jederzeit ändern (Alkohol, Chargennummer etc)
Ich kann vordrucken und vorab ausschneiden und dann bei Bedarf den Kleber anrühren und die
vorher befüllten Flaschen bekleben.

Außerdem halten sich die Kosten relativ gering, bei gleichzeig guter Etikettqualität!

Mit welcher dpi auflösung druckst du denn? Bzw was lohnt sich?
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Nathea » 23 Oktober 2014 16:02

Flowie91 hat geschrieben:...
Mal ne blöde Frage, wieso denn selbst bekleistern und zuschneiden, wieso nicht vorgestanzte selbstklebe Etiketten benutzen?
Weil es preiswerter ist als die Selbstklebeetiketten und, da wir zumeist für Eigenbedarf produzieren, auch die Flaschen am Ende schneller und unkomplizierter sauber zu machen sind, als dem üblicherweise fest haftenden, zähen Kleber mit Mittelchen zu Leibe rücken zu müssen.

Empfehlenswert ist u.a. auch das "Spuckie-Papier", das hier im Forum bereits von mehreren Weinfreunden benutzt wird. Man kann es behandeln wie jedes andere Laserdruckpapier, man kann es sogar beidseitig bedrucken, zum Kleben muss es lediglich mit Wasser benetzt werden und ebenso leicht mit Wasser ist es wieder ablösbar. Das Druckbild bei Laserdruck ist wirklich ansehnlich.

Gruß,
Sylvia

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 19:34

Ok das Spuckiepapier hört sich auch interessant an, aber welche Nach bzw Vorteile hat es denn gegenüber 120g/qm Laser-Druckerpapier?
Abesehen davon, dass ein zusätzlicher Kleber entfällt.

Meine Anforderungen an das Etikettenpapier sind eben permanenter Halt und Wasserunlöslichkeit, bzw schutz vor verwischen.
Die Flaschen auf denen die Etiketten sind, sind für in Umlauf-bringugn gedacht, es muss sich also kein Etikett leicht ablösen lassen, im Gegenteil,
es soll sehr gut halten.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Minoangelo » 23 Oktober 2014 19:45

Flowie91 hat geschrieben:Mit welcher dpi auflösung druckst du denn? Bzw was lohnt sich?
Gedruckt wird IMMER in 300 dpi, egal was du in deiner Druckdatei hinterlegt hast.
Warum? Weil ein üblicher Drucker (kein Industriedrucker) nur mit 300 dpi drucken kann.

Was das bedeutet: legst du die Datei in unter 300 dpi an, kommt Pixelgulasch raus, denn die Drucker-Software skaliert die Datei automatisch auf 300 dpi. Ist die Datei über 300 dpi, dann passiert nicht wirklich was - hier wird runterskaliert und das macht nicht wirklich was aus.
Hier könnte ich jetzt detaillierter werden, was der Zusammenhang von dpi, Qualität und Größe der Druckdatei angeht, aber das wird Fachgulasch ;)

Leg die Datei einfach mit 300 dpi an.

Ich selbst benutze übrigens Herma-Etiketten (keine speziellen Flaschenetiketten) und unseren Betriebsdrucker (Oki-Laserdrucker).
Die sind zwar nicht komplett wasserresistent, verwischen aber nicht und müssten im Wasser eingelegt werden, um sich zu lösen ;)


Liebe Grüße,
Mino.
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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Flowie91 » 23 Oktober 2014 20:23

Minoangelo hat geschrieben:
Flowie91 hat geschrieben:Mit welcher dpi auflösung druckst du denn? Bzw was lohnt sich?
Gedruckt wird IMMER in 300 dpi, egal was du in deiner Druckdatei hinterlegt hast.
Warum? Weil ein üblicher Drucker (kein Industriedrucker) nur mit 300 dpi drucken kann.
Interessant, aber wieso steht dann zb bei diesem Drucker 600x600dpi. Oder bei anderen 1200x2400 oder was weiß ich.

Ich selbst benutze übrigens Herma-Etiketten (keine speziellen Flaschenetiketten) und unseren Betriebsdrucker (Oki-Laserdrucker).
Die sind zwar nicht komplett wasserresistent, verwischen aber nicht und müssten im Wasser eingelegt werden, um sich zu lösen ;)
Also Hermaetiketten in 120x90 sind recht teuer und laufen auf ca 70cent Etikettkosten pro Flasche hinaus und 105x74er liegen ganz am Blattrand an und
da kommt das Problem mit dem Randlosen bedrucken wieder auf, oder kann ein Drucker das wirklich ganz ohne Rand drucken?


Lieben Gruß
Flo
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Re: Welche Etiketten für regelmäßiges bekleben?

Beitrag von Fruchtwasser » 24 Oktober 2014 07:20

Was ich vielleicht noch erwähnen sollte:
Bei dem von mir vorgeschlagenem Hade Handetikettierer bleibt immer ein bischen Kleber in der Schale, der weggeschüttet wird (ca. 50ml).
Das Gerät muß nach jeder Benutzung gereinigt werden (ca. 10 min).

Am Günstigsten ist der übrigens bei der Reinbecker Hobbymosterei (keine Verwandschaft oder Provision).

Noch was zum Druckerpapier: Je nach dem wie das Papier gestrichen ist, wellt es sich in Längs- oder Querrichtung wenn es feucht wird. Dadurch passen manchmal nur zwei oder drei Etiketten auf ein Blatt. Was ich auch nicht weiter schlimm finde.

Liebe Grüße

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