Richtig verkorken

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Re: Richtig verkorken

Beitrag von 420 » 26 Dezember 2019 23:00

Ergott hat geschrieben:
23 Dezember 2019 22:52
ich plane meinen nächsten Weinen auch alles in Flaschen mit Schraubverschluss und abzufüllen gibt es da eine Regel wie viel Freiraum man lassen sollte? Flüssigkeiten können sich ja nicht komprimieren deswegen denke ich mal das sollte ca 1 cm Freiraum sein um Temperaturschwankungen auszugleichen ist das richtig?...
Frage wurde ja schon beantwortet. Nur nehme bitte die originalen Drehverschlüssse. Die schießen sicher. Neue sind häufiger mal undicht, da die Wandung der Flasche oft nicht mit den gekauften Drehverschlüssen übereinstimmen.
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wickie
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von wickie » 08 Januar 2020 09:17

Das mit dem lange lagern ist ja auch so eine Sache. Bei meinen Twinnkorken steht ja was von 5 Jahren drauf, jetzt liegen die aber schon 1 Jahr bei mir. :lol:

Gibt es da eigentlich auch bei Drehferschlüssen eine Haltbarkeit Angabe? Oder beruht da alles nur auf Erfahrung? Ich kann mir schon vorstellen, das billige Verschlüsse nicht so lange halten werden.

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JasonOgg
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von JasonOgg » 08 Januar 2020 10:07

Ich hatte jetzt eine Kaufflasche mit Drehverschluß. Dann hatte ich aber doch keinen Appetit auf Riesling von 2016 und zerbrach die Flasche, nicht wegen des fehlenden Appetits sondern aus Unachtsamkeit. Danach hatte ich einen ausgeprägten Sherry-Duft im Keller und die Brühe sah auch recht dunkel aus. Aber das kann natürlich ein Einzelfall sein.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Chesten » 08 Januar 2020 12:36

Ich hatte in meiner Anfangszeit noch Drehverschlüsse verwendet und vor 3 ? 4 ? Jahren hatte ich eine Orangenblüttenmet der ca. 5 Jahre alt war.

Ich will jetzt nicht wieder die alte Leier abspielen...

ich glaube das man da keine pauschalen Aussagen treffen kann wie viel Jahre man, mit egal welchen Verschluss, lagern kann.

Ich persönlich lager stehen z.B. warum ? Wegen meinen Gegebenheiten. Jetzt könnten wir lange und breit da drüber diskutieren was wann besser ist. Korken, Kapsel, Drehverschluss, stehend, liegent usw.

Aber wenn es bei Jemanden von uns gut funktioniert heißt nicht das es bei jemanden anderes auch gut klappt.
Ich hatte erst Schrauverschlüsse, dann den "2-Hebel-Korkenvernichter" und jetzt "den Roten" und ein Kapselverschließer.
Vielleicht kommt auch irgendwann bag-in-Box dazu :pfeif: . und zur jeder Zeit habe ich "mein System" für fast perfekt gehalten.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von wickie » 08 Januar 2020 13:48

Also beruht die Haltbarkeit rein auf Erfahrung. Gut zu wissen.👍

Was ich meinte ist eher das bei meinen Twinnkorken vom Hersteller 5 Jahre Haltbarkeit angegeben ist. Ich habe bisher ca. die Hälfte verbraucht und dabei sind mir nur 2 Korken kaputt gegangen. Ich finde, dass das so ein ganz guter Wert ist. Persönlich weiß ich aber jetzt noch nicht ob ich bei diesem bleibe oder den Verschluss wechsle.

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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 Januar 2020 19:44

wickie hat geschrieben:
08 Januar 2020 09:17
Gibt es da eigentlich auch bei Drehferschlüssen eine Haltbarkeit Angabe? Oder beruht da alles nur auf Erfahrung? Ich kann mir schon vorstellen, das billige Verschlüsse nicht so lange halten werden.
Gute Frage. Eigentlich sollte der Drehverschluss sogar besser sein als ein Korken, zumindest wenn die Maschine gut eingestellt ist und das Material stimmt.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von 420 » 08 Januar 2020 20:42

Bei mir halten die Weine mit Drehverschluß länger als 4 Jahre in der Flasche. Bis jetzt nur mal bei Korken bei Einzelflaschen Probleme gehabt.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Methorn » 25 April 2020 08:37

Ich habe mir den roten Standverkorker zugelegt.
Bei der Auswahl der Korken bin ich mir nicht sicher,welche ich nehmen soll.Es soll Metflaschen verkorkt werden.
Wer hat mal einen Tipp für mich.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 April 2020 10:52

Es ist die Frage was du anstrebst. Wenn du davon ausgehst dass die Flaschen nicht lange "überleben", dann reichen solide, mittelkassige Presskorken. Bei höherem Anspruch würde ich Twins empfehlen.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von wickie » 25 April 2020 11:07

Ich habe mich für einen hochwertigen Twinkork entschieden und bin eigentlich auch zufrieden, für den Preis den ich bezahlt habe. Allerdings habe ich festgestellt, darf dieser Korken nicht nass werden, sonst löst er sich beim Ziehen auf. Von daher kann ich sagen, dass ich sie wahrscheinlich nicht nocheinmal kaufen werde, trotz des guten Preis-Leistungs Verhältnis.

Sollte ich wieder Korken Kaufen, werde ich mir ganz siche einen Naturkorken holen, der aus einem Stück besteht. Er ist im Verhältnis schon etwas Teuer, aber ich finde es ist den Preis wert, wenn man länger lagern will.
Es ist einfach ärgerlich, wenn der halbe Korken in der Flasche zurück bleibt oder er in 1000 kleine Krümmel zerfällt.

Von 250 Korken, die ich verpresst habe, sind mir vielleicht 15 - 20 Stück kaputt gegangen, aber auch nur, weil ich stehend lager. Würden meine Flaschen liegen und der Korken feuchtigkeit ziehen bin ich mir sicher das der Ausfahl auf 40 - 60% steigen wird.

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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 April 2020 12:41

Das Problem mit den Twins kann ich nicht bestätigen. Ich persönlich traue keinen Naturkorken mehr über den Weg... Schund kann dir wohl überall angedreht werden. Mit den Korken vom Belgier bin ich bislang gut gefahren, toi toi toi.
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Re: Richtig verkorken

Beitrag von Methorn » 25 April 2020 18:19

Danke für die Antwort werde mal Twins und Naturkorken beim Belgier bestellen.Probieren geht über studieren.
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