Undichter Gärballon macht mir Probleme

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patrick1828
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Undichter Gärballon macht mir Probleme

Beitrag von patrick1828 » 19 September 2009 09:44

Hallo,

mei Johannisbeerwein (5,5L) stand jetzt 10 Tage in einem 10L-Ballon zum Hefe absetzen. Jetzt habe ich ihn vom Hefebodensatz abgezogen und er ist in einem 5L Ballon zum klären. Als ich das ganze mit Gärkappe und Gärröhrchen verschließen wollte, merkte ich, dass sich nach dem aufsetzten die Flüssigkeit im Röhrchen "ausgleicht", also wenn durch das aufsetzen mehr Luft im Ballon ist, musste sie irgendwie rausströmen. erst hab ich den Raum zwischen Gärröhrchen und Kappe mit Sanitärsilikon abgedichtet, was keinen Erfolg brachte.

Dann dacht ich mir, dass das Problem an der Gärkappe liegen könnte, also hab ich bei HBS24 eine neue bestellt. Aber es hat keinen wirklichen Erfolg gebracht. Jetzt hab ich den Raum zwischen Glas und Kappe mit Silikon abgedichtet, und als es besser wurde (nicht perfekt, aber das "ausgleichen" der Luft wurde stark verzögert), hab ich nochmal das Gärröhrchen ausgetauscht - mit keiner Verbesserung.

Habt ihr eine Idee wo der Wurm drin ist? ich hab jetzt nochmals eine Schicht Silikon auf die Schicht zwischen Kappe und Ballon und eine neue Schicht zwischen Röhrchen und Kappe draufgemacht. Der 5L-Ballon ist der ganz normale aus Italien, der von "Ambrosio", der, der bei den 5L-Ballons eine Vorrichtung für das draufmachen eines "Plopp"-Verschlusses hat.

[Dieser Beitrag wurde am 19.09.2009 - 10:01 von patrick1828 aktualisiert]

Birgit
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Undichter Gärballon macht mir Probleme

Beitrag von Birgit » 19 September 2009 10:07

Dir ist schon klar, dass es normal ist, das sich das Wasser im Gärröhrchen durch Einflüsse wie Temperatur, Luftdruck usw. bewegt?

Gruß Birgit
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Beitrag von wok » 19 September 2009 10:09

Hast du das Gaerrohr mit den Kugeln und 9 mm - Schaft? Dann schau mal nach, ob da nicht ein Gussansatz dran ist, dass also ein Grat von oben nach unten durchgeht. Dann einfach mit einem Cutter abhobeln.


Gruss WOK
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patrick1828
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Beitrag von patrick1828 » 19 September 2009 10:19

@Birgit:

mir ist das schon klar? aber es ist doch etwas komisch, wenn das Gärröhrchen sich so verhält, als ob es ein Loch gäbe, und dann die Druckverhältnisse ständig gleich blieben.

Birgit
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Beitrag von Birgit » 19 September 2009 10:30

Die Gärkappe geht aber stramm über den Flaschenhals?

Bei einigen Ballons mit Plopplöchern ist es ja sehr schwer passende zu bekommen.

Gruß Birgit
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Beitrag von Josef » 19 September 2009 12:17

Da es besser wurde als du zwischen Glas und Gärkappe abgedichtet hast, muss das Problem da liegen.
Manche Ballons haben auch einen Grat, wo die Luft dran vorbei zischen kann.

patrick1828
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Beitrag von patrick1828 » 19 September 2009 12:19

Also so auf den ersten Blick lässt sich beim aufsetzen der Gärkappe keine undichtigkeit erkennen, sitzt so wie es sitzen sollte. Jedoch hatte ich schon bei meinem Apfelfederweissen Probleme mit der Dichtigkeit des 5L Ballons. Damals hab ich es auf das Gärröhrchen geschoben, aber das scheint in Ordnung zu sein.

Dieses "Ausgleichen" des Wasserstandes im Röhrchen braucht geschätze 2-4h, bis der Wasserstand nahezu gleich ist. Kann eine solche Undichtigkeit ignoriert werden, oder wird das höchstwahrscheinlich eine Oxidation hervorrufen?

Demnächst werd ich aber wohl auf Stopfen bei 5L Ballons umsteigen.

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Beitrag von Josef » 19 September 2009 12:29

Ich arbeite nur mit Stopfen, wenn die mal nicht dicht sind, werden sie einfach etwas tiefer in den Ballon gedrückt.

Wenn du sagst das Ausgleichen dauert 2-4Stunden, kannst du es vernachlässigen. Die Frage ist, bleibt es dann wirklich ausgeglichen, oder schwankt es danach noch?
Mal etwas länger beobachten.

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Beitrag von fibroin » 19 September 2009 13:32

Vielleicht sitzt die Gärkappe auf dem Gewinde der Flache. Die Kappe sollte schon über das Gewinde bis auf den glatten Hals gezogen werden. Oder, wie Joesf schon empfielt, einen Stopfen nehmen.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von patrick1828 » 21 September 2009 14:28

ICh habs mal etwas länger beobachtet. Bei Temperaturveränderung bewegt sich der Wasserstand minimal, gleicht sicher aber nach ner Zeit wieder aus.

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