Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

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Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von 420 » 29 Dezember 2018 23:30

Damit man diverse Probleme bei einem größeren Filter (20x20) nicht in vielen Beiträgen suchen muss, fange ich hier mal ein entsprechendes Thema an.

Problem:
Filterburch/Plattendellen bei den 20x20 Filterschichten.

Bilder von wickie:
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Eine mögliche Ursache könnten die Filterplatten sein (bitte noch Bilder hinzufügen). Dort fehlen (auch) die Stege / Rippen beim Weineinlass auf den Filterplatten. Der Volumenstrom ist höher als bei der Pulcino und somit könnte dort der Filterbruch entstehen.

Weiterhin könnte die Größe des Pumpgehäuses der Pumpe auch Auswirkungen auf Filterbrüche haben. Beim Roverfilter ist das Pumpgehäuse relativ klein. Bei anderen Filtern passt dort oft 0,4- 0,5 Liter Wein hinein.

Weiterer Aspekt könnte ein fehlender Bypass sein, der den Druck reguliert. Machbar wäre das auch per Einlasshahn und Manometer.

Jetzt zu den Filterplatten:

Es gibt Filterplatten mit 3
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oder auch 2 Löchern.
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Dies könnte auch mögliche Auswirkungen auf Filterbrüche bewirken, da die ausströmnde Menge auch Auswirkungen haben kann. Weiterhin könnte das Material der Filterpaltten auch Einfluss auf Filterbrüche haben. Bei mir ist das Material "Molpen" verwendet worden.

Wie sieht es bei Euch aus? Packt hier einfach alles hinsichtlich Schichtenfilter 20x20 hinein.

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Moneysac » 31 Dezember 2018 01:10

Es wurde ja schon in einem anderen Thread angesprochen, dass die fehlenden Stege am Ausgang der Filterplatten mitverantwortlich für das Problem sind. Was nach meiner Erfahrung hilft ist es den Druck durch ein Ventil zu drosseln. Hierfür gibt es ein passendes Drosselventil mit Manometer von Rover. Weiterhin ist es besser, mehr Platten zu verwenden, da diese dann nicht so schnell dicht werden und sich der Druck besser verteilt. Während dem Filtern setzen sich die Platten mit der Zeit zu, hier ist es wichtig den Druck im Auge zu behalten und bei Bedarf weiter zu drosseln. Wenn man das Gefühl hat es läuft zu langsam, dann lieber die Platten wechseln und die Anlage neu anfahren. Das mag zwar erst etwas verschwenderisch klingen aber wenn ihr eine Nachgärung bekommt, wird es garantiert teurer als die paar Platten (Nerven und Zeit kommen noch dazu).

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von 420 » 31 Dezember 2018 15:46

Ja Moneysac, da hast Du schon Recht. Nur habe bzw. möchte ich es hier in einem neuen Thema zusammenbringen, da dies das spätere Wiederfinden erheblich vereinfacht.

Und nicht nur für das Finden, sondern das Thema könnte auch bei weiteren Problemen (Ansamlung diverser Schwierigkeiten und Maßnahmen) hilfreich sein.

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Moneysac » 31 Dezember 2018 17:10

Ja, macht schon Sinn es in einem Thread zu sammeln. Wollte da nichts anderes andeuten.

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von JasonOgg » 01 Januar 2019 15:10

Moneysac hat geschrieben:
31 Dezember 2018 01:10
Es wurde ja schon in einem anderen Thread angesprochen, dass die fehlenden Stege am Ausgang der Filterplatten mitverantwortlich für das Problem sind.
Wenn Du den Thread wiederfindest, dann wäre ein Link hier schön. :clap:
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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Tinkerbell » 16 Januar 2019 13:22

Einer der Threads, in dem es um die fehlenden Stege geht/ging ist 'Met "Schwarzes Blut" nach FWK'. Hier der Link.

viewtopic.php?f=38&t=13303&hilit=platten&start=12

Ich habe auch eine Colombo, und beim letzten Filtern mit diesem Problem zu kämpfen gehabt. Ich hatte es unter "ist jetzt halt so" abgelegt, aber nachdem mit zwei (liegend gelagerte) Flaschen die Korken wieder rausgedrückt haben, werde ich das Problem mal angehen. Gibt ne Mordssauerrei.

Mein aktueller Ansatz ist, die fehlenden Stege einfach anzukleben. Ich hab mich schonmal auf die Suche nach Klebern gemacht, aber bisher noch nichts zweifelsfrei Lebensmittelecht und Säurebeständiges gefunden. Das einzige was ich bisher in "Vernünftig" ist Loctite 9480A/B Epoxidklebstoff 2:1 von Henkel. Die schreiben etwas zur Dauerbelastung in Schwefelsäure (nicht schwefeliger Säure), aber ich kenne mich mit der Thematik leider nicht gut genug aus, um das Datenblatt wirklich verstehen zu können. Vielleicht findet sich hier ja jemand, der davon mehr Plan hat als ich *hoff*
Ich überlege, die Stege einfach aus einem Stück Schlauch von meiner Pumpe auszuschneiden, die sind eh etwas lang. Der hat sich ja schon bewährt in der Umgebung. Der Vorschlag kam zuerst von Flocki in einem anderen Thread, den finde ich aber gerade nicht wieder.

Die einzige Alternative, die ich aktuell sehe, ist komplett auf andere Platten umzurüsten, wie jene, die 420 verwendet. Das ist aber vermutlich nicht ganz billig.

Andererseits ist der Klebstoff mit 40 Ocken plus Versand auch nicht gerade geschenkt....

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Martinve7 » 16 Januar 2019 13:36

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das Material müsste sich eigentlich schweißen lassen. Einfach mal in einem solchen Betrieb nachfragen.
Gruß
Martin

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Tinkerbell » 16 Januar 2019 13:38

Martinve7 hat geschrieben:
16 Januar 2019 13:36
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das Material müsste sich eigentlich schweißen lassen. Einfach mal in einem solchen Betrieb nachfragen.
Die weißen Platten sind aus Plastik, ich glaube nicht das die sich schweißen lassen. Oder reden wir gerade aneinander vorbei?

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Martinve7 » 16 Januar 2019 13:50

Tinkerbell hat geschrieben:
16 Januar 2019 13:38
Martinve7 hat geschrieben:
16 Januar 2019 13:36
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das Material müsste sich eigentlich schweißen lassen. Einfach mal in einem solchen Betrieb nachfragen.
Die weißen Platten sind aus Plastik, ich glaube nicht das die sich schweißen lassen. Oder reden wir gerade aneinander vorbei?
Bestimmte Arten von Kunststoff lassen sich kunststoffschweißen. Ist ein gängiges Verfahren. ;)
Gruß
Martin

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Tinkerbell » 16 Januar 2019 14:20

Bestimmte Arten von Kunststoff lassen sich kunststoffschweißen. Ist ein gängiges Verfahren. ;)
Vielen Dank! Nach ein wenig Internetrecherche habe ich rausgefunden, das die Platten aus PP (Polypropylen) sind - und das ist tatsächlich schweißbar.

Ich habe kurz die Betriebe überflogen, die das im Umkreis machen, aber das sind hauptsächlich KfZ Betriebe - da ist die Frage ob die sowas machen oder können.

Was ich allerdings auch rausgefunden habe, das man diese "Schweißdrähte" aus PP auch mit einem einfachen Lötkolben aufbringen kann. Die Naht hält dann zwar nicht so gut und sieht wenig schick aus, aber für ein paar Stege aufbringen sollte es ja wohl reichen. Und der Draht ist mit unter einem Ocken pro Meter jetzt nicht wirklich teuer, vor allem da ein Meter eine Menge Platten mit Stegen versehen können sollte.

Jetzt hab ich auch endlich einen Grund, mir einen Lötkolben anzuschaffen :D

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Martinve7 » 16 Januar 2019 18:49

Die Lötkolbenspitze versaust du damit, rechne das mit ein. ;)

Ob das mit einem Lötkolben wirklich dauerhaft hält, wage ich zu bezweifeln.

Ich kenne das von meiner Arbeit. Da kommt immer eine Firma und repariert die Stapelboxen.
Die fräsen/schleifen die Oberflächen immer an, um auf frischem Material schweißen zu können, und der Schweißdraht wird in einer Pistole mit Extruder vorverflüssigt.
Gruß
Martin

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Re: Filterbruch Schichtenfilter 20x20 Ursachen - Problemlösungen

Beitrag von Moneysac » 16 Januar 2019 19:27

Ich habe tatsächlich in der Ausbildung mal ein paar Zentimeter Kunststoff geschweißt. So vor ca. 10 Jahren. :lol:

Die Oberfläche würde ich mit einem Dremel leicht anrauen. Dann musst du die Filterplatte an der Schweißstelle erwärmen z.B. mit einem Heißluftfön (Achtung man kann auch schnell zu heiß sein). Dann den Kunststoffdraht verflüssigen und an die Stelle führen. Könnte mit einem Lötkolben für die wenigen Zentimeter tatsächlich gehen. Aber ja die Spitze wirst du wegschmeißen können.

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